Momentan kann ich nicht genug bekommen. Ich habe The Walking Dead durchgespielt. Den Comic fast durchgelesen (wenn, jedenfalls bis Kapitel 96), die Serie kommt auch noch. Außerdem habe ich es endlich geschafft Dawn of the Dead zu schauen und ein weiteres Prachtexemplar von Untotenfilmleistung. Doch dazu später.
Die drei Bücher, die ich euch nun vorstellen möchte, haben alle drei etwas gemeinsam: Zombies. Interessanterweise haben sie auch alle drei eine ganz andere Herangehensweise an das doch so ähnliche Thema: Protagonisten, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten und jeweils einen sehr eigenen Schreibstil.
Ohne zuviel zu den jeweiligen Bücher in diesem Abschnitt vorzugreifen, eine allgemeine Interessenfrage:
Welcher Hauptcharakter würde Euch persönlich am meisten ansprechen?
a) Die 16 jährige Teenagerin namens Bobby.
Waffen: Keine. Ab und zu mal ein Snowboard. Agiert am liebsten in der Gruppe, mit ihren Klassenkameraden. Abneigung gegen Karottensaft.
b) Der anonyme amerikanische US-Marinesoldat, genaugenommen Pilot, ohne Namen.
Waffen: Neben Shotgun, Jagdgewehr diverse andere Waffen, dessen Bezeichnungen ich mir leider nicht merken konnte. Sie klingen für mich alle wie AK64XY.
Agiert meistens alleine oder zu zweit, ist berechnend und schießt viel.
c) Der gescheiterte und untote Vater, der inzwischen wieder bei Mutti und Vati wohnt, wobei er ziemlich von seiner Familie für sein untotes Dasein gemobbt wird.
Waffen: Sein spitzes Mundwerk. Agiert meistens gar nicht gegen seinesgleichen, schließlich ist er selbst ein Zombie! Kämpft dafür für die Menschenrechte der Zombies.
Wenn ihr jetzt auch noch die unterschiedlichen Protagonisten den jeweiligen Bücher zu ordnen könnt, ohne Euch zu spoilern, habt ihr Euch eine digitale Erdbeere verdient.
Fangen wir mal mit dem - in meinen Augen - schlechtestem Werk an:
Das Tagebuch der Apokalypse. Cover und Totel lassen nichts gutes hoffen. Der Blutspritzer auf der Sonnenbrille verrät uns, dass es in diesem Buch schönes Zombiegemetzel geben könnte.
Gibt es auch. Leider verzichtet der Autor (J.L. Bourne) dabei auf jeglich lebhafte Erzählweise. Der Protagonist, ein namenloser Pilot der US-Marine, berichtet dem Leser in seinem Tagebuch vom Untergang der ihm bekannten Welt und der Weltherrschaftsübernahme durch die Untoten, die, je weiter das Buch fortschreitet, auch gerne mal als Arschlochwichser bezeichnen werden. Dabei fallen mir immer wieder die einfachen, kurzen Sätze auf. Längere, innere Monologe suche ich vergebens, und Selbstreflektionen finden nur wenige statt. Das Buch ist und bleibt - trotz Tagebuchform - sehr unpersönlich und leider oberflächlich. Der Hauptcharakter stellt fest, dass die Zombies in seiner Welt sehr gut hören können. Und schafft es trotzdem nicht auf seine Schusswaffen zu verzichten. Die Zombies in "Tagebuch der Apokalypse" sind nicht schnell, aber sehr zäh und halten eine Menge aus, was das Buch wiederum wieder etwas realistisch erscheinen lässt. Leider beschrängt sich das Buch sehr auf eine genaue Beschreibung von Schusswechseln, Nahrungssuche und ähnlich überlebenswichtigen Dingen - zwischenmenschliche Beziehungen, Emotionen sowie Dialoge werden dabei meistens in einem Satz zusammengefasst. Die Nebencharaktere sind und bleiben NEBENcharaktere und bleiben durchwegs sehr sehr SEHR flach. Im Grunde genommen werden sie nicht einmal äußerlich beschrieben.
Totgelatscht dagegen werden die genauen Waffenbezeichnungen sowie genaue Abläufe des Flugzeugfliegens, was wohl daher rührt, dass der Autor selbst Offizier der US Marine ist. Es ist mir wirklich herzlich egal, ob mit einer
M-64 oder einer OFF-37 geschossen und mit einer Cessna 172 oder 152
geflogen wird. So oder so weit ich nicht, was ich mir darunter vorstellen soll.
Erstaunt haben mich nur die fast durchwegs guten Rezensionen auf Lovelybooks und Amazon: Klar, dass der Protagonist so gut über die Dinge, die er tut, bescheidweiß, ist auch ein Charakterzug, aber macht das ihn interessant? Wieso fällt niemandem auf, dass jeder Charakter, der vorkommt, einen Nutzen hat? Der eine ist Chemiker und kann zusammen mit dem Ingenieur Alarmanlagen und Abwehrsysteme gegen die Untoten basteln. Klar. Das Kind ist Kind und ein Schutzfaktor und die Frauen sind Lustobjekte oder Muttifaktoren. Nur der Protagonist ist ein Allrounder: Vom Fliegen von Flugzeugen bis zum Steuern von Booten schafft er eigentlich alles mehr oder weniger ohne Probleme.
Durch und durch ein Buch das ich NICHT empfehlen würde. Keine Spannung, keine originellen Ideen, keine tieferen Charaktere, kein Identifikationspotenzial. Nichtmal besonders viel Blut oder menschliche Abgründe. Einfach - nichts besondere. Finger weg!
01/10 Erdbeerpunkten.
Originaltitel:Day by Day Armageddonvon
J.L. Bourne
Erscheinungsdatum Erstausgabe:
04.11.2010 bei Heyne
Anonyme Untote - das Cover ähnelt leider etwas dem weiter unten thematisiertem Buch, oder vielleicht eher umgekehrt, da Anonyme Untote nicht gerade ein neues Buch ist. Egal. Zum Inhalt: Andy
ist ein ziemlicher Pechvogel: Er ist untot, Witwer und Vater einer 7
jährigen Tochter die nicht weiß, dass er sein untotes Dasein im Keller
seiner Eltern fristet. Sein Vater kann ihn nicht riechen und seine
Mutter eigentlich auch nicht so richtig. Hilfe findet er nur in der
Gruppe der anonymen Untoten, die zweimal Wöchentlich stattfindet und zu
der er regelmäßig geht. Dort trifft er unter anderem auf Rita, in der er
eine enge Vertraute findet..
Der Autor Browne nimmt das Thema
"Zombies" nicht zu ernst. Und das ist auch gut so. Andererseits wären
die ständig sarkastischen Bemerkungen über die Rechte (oder eher
Unrechte) von Untoten, die Andy macht, ziemlich unerträglich. Leider
hatte ich während des Lesens ein bisschen das Gefühl, dass sich das Buch
nicht so recht entscheiden kann, ob das Thema: "Verdienen Menschen, die
durch einen Zufall (bzw Unfall) sterben, und dann wieder auferstehen,
die gleichen Rechte und Freiheiten wie Menschen?" nun ultra lustig oder
doch mit einer Spur Ernsthaftigkeit behandet werden soll.
Ungefähr
nach der Hälfte des Buch überstürzen sich nämlich die Geschehnisse im
Buch und Andy bekommt ziemliche Höhenflüge. Er mordet, frohlockt, gibt
sich seinen Gelüsten hin und wird sogar Superstar. Das ist alles ein
bisschen "too much" für meinen Geschmack und irgendwie über das Ziel,
einen unterhaltsamen Zombieroman zu schreiben, hinausgeschossen.
Ein
nettes, einfach zu lesendes und nicht zu tiefgreifendes Buch aus der
Sicht eines amerikanischen Zombies. Empfehlenswert für eine Reise oder
ein bisschen perspektive Abwechslung im Zombiegenre.
04/10 Erdbeerpunkten.
Originaltitel:Breathersvon S.G. Browne
Erscheinungsdatum Erstausgabe:01.07.2010
bei Heyne
Untot - Bobby ist genervt. Ein Klassenausflug mit ihrer neuen Klasse, auf die sie eigentlich gar keine Lust hat. Sie ist neu hinzugezogen, aus Amerika, auch wenn England ihre Geburtsstätte ist und sie nie wirklich nach Amerika wollte. Doch nun hockt sie hier im öden Schottland in einem stickigen Bus und wartet darauf, dass der Rest der Klasse aus der Autoraststätte kommt. Sie drückt ihre Wange an das Busfenster und schaut heraus. Es hat angefangen zu schneien, und wird immer doller - jetzt, wo sie nach Hause fahren! Super. Gelangweilt beobachtet sie einen Mann in grellem Karottenanzug, der Gemüsesaftpröbchen verteilt...
Mit einer perfekten Mischung aus genretypischen Klischees und einer gehörigen Prise Sarkasmus beschreibt die Autorin Kirsty McKay das überraschende Abenteuer einer handvoll Teenager, die so gar nicht damit gerechnet hätten, ausgerechnet in Schottland auf Zombies zu treffen. Man kann nicht sagen, dass sie sich alle wohlgesonnen sind, eigentlich sind sie eher Frenemies (Enemy + Friend) als Kumpanen, aber genau das macht die Mischung in diesem Buch aus - zwischenmenschliche Spannung werden aus der Sicht der Protagonistin Bobby (endlich mal ein weibliches Wesen ohne typitisierten Busenbonus!) geschildert und teilweise bissig kommentiert. Gemeinsam statt einsam: Irgendwie schaffen die vier, bestehend aus einem Emo, einer Tusse und dem genretypischen Nerd sowie der Heldin, zu überleben und dabei hinter ein Geheimnis zu kommen, für das sie gar nicht so vorbereitet waren..
Einziges Manko des Buches: Es endet mit einem gehörigen Cliffhänger! "Unfed", der Nachfolger des ersten Teils, kommt jedoch schon bald im englischsprachigen Raum raus - für weiteren Lesestoff ist also gesorgt. Ohne zu spoilern muss ich jedoch zugeben, dass ich es wage zu vermuten, dass der nächste Teil nicht ganz an den ersten herankommen könnte. Zu hoch sind doch die Erwartungen und zu schwer wird es für den zweiten Teil noch mit neuen und einzigartig originellen Ideen sein zu punkten. Hoffen wir das beste.
Eine absolute Empfehung an alle Zombinöse - alte Untote werden vielleicht im Buch hier und da kennend mit dem Kopf nicken, aber durch sehr sympathischen Hauptcharakter und herrlich unkitschige Darstellung hat es doch geschafft mich restlos zu überzeugen.
09/10 Erdbeerpunkten.
Originaltitel:Undead von Kirsty McKay
Erstausgabe:
01.12.2012 bei Carlsen
ISBN 9783551520418
Dawn of the Dead - der Inhalt dürfte wohl jedem bekannt sein: Zombies. Auf einmal sind sie da! Eine kleine Gruppe von Überlebenden rettet sich in ein Kaufhaus. Und versucht dort zu überleben. Ich muss zugeben, dass mich der Film nicht wirklich umgehauen hat - aber das liegt wohl eher daran, dass er für mich als inzwischen eingefleischten Zombietasten einfach nicht viel neues bietet. Er ist auf keinen Fall schlecht.
Black Sheep - Trotz seiner aus seiner Kindheit rührenden unglaublichen Angst vor Schafen muss
Henry Oldfield zurück aufs Cottage seiner Eltern, in Neuseeland. Er hat Erbangelegenheiten zu klären. Dabei stolpert er mehr oder weniger über den Plan seines Bruders das perfekte genetische Schaf mit Hilfe von Gentechnik zu erschaffen - und in eine Genmutation, die aus friedliche grasenden Schafen rasende Untiere macht.
Im Grunde genommen eine tolle Idee für einen guten Film. So war das auch, die erste Hälfte des Filmes lang. Dann verlor der Film seinen durchgedrehten Humor und wurde sehr sehr SEHR blutig. Und irgendwie zu ernst. Trotzdem eine Empfehlung für Menschen, die mal ungewöhnliche Zombiefilme sehen wollen.
Was ist Eure liebste Zombieliteratur? (Oder euer liebstes Medium?) Meinungen zu den hier aufgeführten? Kritik? Untotenberechtigungsdaseinschein?
Ich habe mir mal ganz dreist den Horrorfilmtag der Chaosmacherin geklaut und daraus mein eigenes Ding gebastelt. Mir fällt gerade auf, dass ich wirklich großen Nachholbedarf an Zombiefilmen habe - 28 days later zum Beispiel, habe ich noch nie gesehen! Zum Haareraufen!
Ihr seid also herzlichst aufgerufen mir Eure liebsten oder dümmsten Horrorfilme zu nennen. (:
Wer mag, kann sich den Tag natürlich gerne mitnehmen.
1) Dein erster Horrorfilm.
An den ich mich erinnern kann? Ich, 8. Klasse, lümmelte gemütlich mit Freunden auf dem Sofa rum und schaute The Cube - und war ziemlich beeindruckt. Meine Freunde hatten Angst (auch wenn sie es natürlich nicht zeigten) und ich war fasziniert. Ein Film über eine Gruppe Menschen, die, so überrascht man auch sein mag, nichts weiter als in einem Würfel der aus tausend fieser Fallen besteht, gefangen sind.
2) Der letzte Horrorfilm, den du im Kino gesehen hast.
The Cabin in the Woods - zumindestens zu dem Punkt, an dem ich das hier schreibe. In die Zukunft geblickt (muhahah, Schwarzmagie und so) wird es wohl vermutlich The Possession - das Dunkle in Dir sein.
3) Dein liebster “Classic” Horrorfilm? Zähl die Rocky Horror Picture Show? Oder Tanz der Vampire? Ich hoffe doch.
4) Ein Horrorfilm, der deine hohe Erwartungnicht erfüllen konnte.
Zum einen fällt mir da spontan Chernobyl Diaries ein über den ich ja schon gebloggt hatte. Zum anderen gäbe es da auch den Film Daybreakers der wirklich, wirklich eine tolle Grundidee hatte: Eine Welt in der Zukunft, in der NUR (noch) Vampire die Erde bevölkern. Menschen sind Nomnom. Leider war der Hauptpunkt der Erzählung nicht die Welt an sich, die ziemlich blass beschrieben war, sondern (wie sollte es auch anders sein) eine Gruppe von Menschen die versuchen zu fliehen und Widerstand bilden. Hmpf. Liebesschnulze + Happy Ending gab dem Film dann den Rest. Schade.
5) Dein liebstes Horrorfilm-Remake Dawn of the Dead wäre da der einzige Film, der mir einfällt..
6) Dein liebster Vampirfilm
So viele Vampirfilme habe ich bisher noch gar nicht gesehen.. und die wenigsten von denen, die ich kenne, würde ich als Horrorfilm beschreiben. So finster die Nacht ist da eine herrliche Ausnahme - ein schwedischer Film über eine Jungvampirin. Irgendwie brutal, realistisch und ehrlich.
7) Ein Horrorfilm vor dem du denkst, dass ihn niemand außer dir gesehen hat
Das müsste ja voraussetzen, dass ich ihn alleine gesehen habe. Seit wann setze ich mich alleine ins Kino? Nun, wenige Menschen kennen bestimmt diesen Film:
Guinea Pig 2 - Flower of Flesh and Blood (ギニーピッグ). Kein Kommentar.
8) Dein liebster, ausländischer Horrorfilm
Die Frage ist im Grunde genommen dumm - mir fällt gar kein deutscher Horrofilm ein! The wishing stairs war ganz nett. Koreanischer Horrorfilm über eine Treppe in einer Schule, die angeblich einen Wunsch erfüllt. Ob ich ihn heute noch genauso gut fände, kann ich allerdings nicht sagen - ist schon etliche Jahre her, seitdem ich ihn geguckt habe. The Ring im japanischen Original war natürlich auch schön - aber nichts, was man empfehlen müsste. Dafür ist er wohl schon zu bekannt.
9) Dein liebster Horrorfilm mit übernatürlicher Thematik
Da ich gerade spontan darüber informiert wurde wann dieses Jahr das FANTASY FILMFEST 2012 stattfindet, möchte ich Euch die Trailer von Filmen zu zeigen, die meiner Meinung nach interessant werden könnten. Ob und wann ich welchen Film sehe, steht noch nicht fest aber vielleicht regt das Euch ja dazu an, auch am Fantasyfilmfest (Übersicht hier auf der Facebookseite oder hier auf der Homepage) teilzunehmen (: Welcher von den folgenden Trailern (Filmen) reizt Euch? Wen würdet Ihr Euch ansehen? Welchen Film überhaupt nicht? Wart Ihr schonmal auf den Fantasy Filmfest? (Achtung, nur als kleine Warnung..viele viele Trailer warten in diesem Blogpost..)
The Hidden Face - Adrián ist fassungslos. Gerade wurde er von seiner Freundin Belén verlassen. Er, der junge, international gefeierte Orchesterdirigent, mit seiner imposanten Villa – ausgerechnet er wird verlassen. Er ertrinkt seinen Kummer in Alkohol. Und geht eine Beziehung mit der schönen Fabiana ein, die auch schon bald bei ihm einzieht. Doch Belén hat ihren egozentrischen Ex mit dem Ruf, sich gern an seinen Musikerinnen zu vergreifen, nicht nur einfach verlassen. Sie ist wie vom Erdboden verschluckt! Die Polizei beginnt, Fragen zu stellen. Indes fühlt sich Adriáns neue Freundin in seinem Haus von seltsamen Geräuschen bedroht. Ein leises Klackern in der Dusche, entfernte Stimmen …
Ich blogge gerne über schlechte Filme. Schlecht ist dabei sehr subjektiv von mir. Aber das ist ja das schöne an meinem Blog - ich kann seitenlang lästern und niemand wird mich aufhalten :'D.
Der Film von dem ich spreche heisst übringens Chernobyl Diaries:
Eine Gruppe junger, motivierter amerikanischer Touristen in Prypjat, Urkaine, eine kleine (ausgestorbene) Stadt, in der das Reaktorunglück von Tschernobyl stattfand. Extreme-tourism nennt sich das. Gibt es wirklich. Natürlich suchten sie sich einen ganz fähigen Reiseleiter nahmen Yuri (? sieht etwas zu japanisch aus...) aus der es nicht für nötig hielt jemand drittes über die kleine Reise zu informieren, die sie unerlaubterweise in die Stadt machten...
Das eine kommt zum anderen und lustigerweise sind sie natürlich in Pripjat nicht alleine...
Fakten, die diesen Film in meinen Augen zu einem nicht empfehlenswerten Film machen:
1. Stock images. Nicht mal kleine Brocken des Filmes wurde in Prypjat gedreht. Ich verstehe ja, weshalb man keine große Filmcrew dort drehen lassen will, schließlich ist die Strahlung immer noch vorhanden - aber wenigstens in der Ukraine hätten sie drehen können! Stattdessen mussten Ungarn und Serbien herhalten, die Stadt die man im Film also sieht, ist nicht wirklich die, für die man sie halten könnte.
2. Unlogisch oder einfach nur unvorteilhaft gefilmt. In einer Szene steht die Gruppe in einem Wohnzimmer eines geräumten Gebäudes - der Fremdenführer erzählt, dass die Leute nach der Katastrophe gerade mal 5 Minuten gehabt hatten alles zusammenzupacken. Sie mussten also sprichwörtlich alles stehen & liegen lassen - das beweist auch der Raum, in dem sie sich befinden. Fotos, Teddybären, Schränke - alles scheint aus einer anderen Zeit zu sein... dann schwenkt die Kamera und man sieht die angrenzenden Räume am Rand auftauchen: leergeräumt, als wäre das Haus nie bewohnt gewesen.. Hat der Kerl nicht gerade etwas ganz anderes erzählt? Die Gruppe rennt aus dem Haus wieder raus, nachdem sie einem Bären begegenen, und der Zuschauer merkt dass das ganze Haus wie leergeräumt ist. Irgendwie kommt man sich um das bisschen Realismus, die der Film wenigstens Kulissentechnisch vorgaukelt, betrogen vor.
3. Wenn man einen Horrorfilm macht, muss man sich doch im Klaren darüber sein, dass es vor dem eigenen Film schon gefühlte 20 442 andere gab - und man irgendwie aus der Masse hervorstechen sollte. Mag es nun durch übertriebene Klischees sein, Trash oder durch Originalität. Dieser Film hat nichts von alledem. Weder nehmen sich die Charaktere Zeit nachzudenken und DANN zu handeln, noch stechen sie mit irgeneiner anderen Kreativität aus der Masse der Zombie-Slasher hervor. Sie nehmen ja nicht mal Taschenlampen auf eine derartige Expedition mit! Wenn wenigstens ein bisschen Gruppengefühl aufkäme, wäre das vielleicht noch zu verkraften.. aber нічого. Nicht mal das bekommen sie hin. Da ist es nicht wunderlich wenn mein Erdbeerliebster und ich auch kein Mitgefühl für die stereotypen Charaktere zeigen... (alle Typen sind vertreten: Der Schwächling, der Muskelprotz (stirbt als Erstes), die Blonde mit den Titten, die taffe Brünette, der Angeber und das verliebte Pärchen).
The Cabin in the Woods - oder wieso spoilern doof ist.
Manchmal schaut man Horrorfilme, die kalkulierbar sind. Und manchmal schaut man Filme, von denen man nur denkt, dass sie kalkulierbar sind. Ein solcher Film ist The Cabin in the Woods, den ich mir letztlich in der Sneak Preview anschauen durfte.
Die Beschreibung auf Youtube ist kurz und knapp:
Five friends go to a remote cabin in the woods. Bad things happen.
Ja, so könnte man es wohl ausdrücken. Allerdings passiert in dem Film auch noch ein bisschen mehr.
"Eigentlich sollte es nur ein stressfreier Urlaub in der Hütte eines Verwandten werden - doch dann entdecken die Fünf den Keller des Hauses und ein schreckliches Geheimnis.. " - Wenn ich die Story des Film versuche zu formulieren, klingt es tatsächlich wie jeder zweite Horrorfilm, den man so kennt. Aber um nicht zu spoilern, kann ich über den Film einfach nicht mehr verraten. (Und ehrlich, lest Euch keine weiteren Inhaltsangaben durch. Der Film lebt von seinen Überraschungen. Lasst Euch nicht die besten verderben.)
Lasst es mich so ausdrücken: Der Film spielt mit zig Horrorfilmklischees. Er lässt einen mitdenken und miträtseln, um die Ecke-Denken und überrascht einen doch immer wieder. Manche Witze in dem Film sind echt plump. Er besitzt einen gewissen Anspruch, ohne sich selbst ernst zu nehmen - und ist irgendwie auch wieder oberflächlich genug, um nicht albern zu werden. Immer wenn du als Zuschauer denkst, du wüsstest, was als nächstes geschieht, passiert etwas ganz anderes. Es ist ein Film ohne Happy End.
Ich mochte den Film. Er war blutig, unkitschig und klischeehaft. Und irgendwie herrlich anders. Schaut ihn Euch an! Ach ja, die Kurzinfos:
The Cabin in the Woods
Kinostart: 6. September 2012
Genre: Horror/Thriller
Regie:Drew Goddard
Mit: Kristen Connolly, Chris Hemsworth, Anna Hutchison
Filme! Gucken kann man (ich) immer. Deshalb hier auch mein zögerlicher Anfang erneut zu bloggen.
Trolle.Vergesst ihre Beschreibung, wie sie im Märchen lautet. Vergesst Vampire und Werwölfe. Es gibt einfach zu wenig seriöse Dokumentationen über Trolle. Doch dieser Film hier ist, wonach ihr schon so lange gesucht habt: Ein spannenden Bericht einer Studentengruppe aus Norwegen, die sich (anfangs ungeplant) in das Lebensgebiet der riesigen Monster begibt und immer mehr darüber in Erfahrung bringt, indem sie sich dem offiziellem Mann, der für ihre Population zuständig ist, anschließt. Einem sogenannten Trolljäger. Auch wenn er sich selber niemals so bezeichnen würde. Die Lebensweise der norwegischen Trolle, ihre Vermehrung, Schwächen und Eigentümlichkeiten werden hier ausgehend und sehr lebensnah verdeutlicht. Ohne zu spoilern, kann ich Euch jetzt schon einen außergewöhnlichen Film versprechen, der schonungslos und doch realistisch genau die Lebenswesen zeigt, die man eigentlich höchstens im Alptraum begegenen möchte.
Ich hatte bisher noch nichts über den Film gehört, war aber sehr positiv überrascht nachdem ich ihn gesehen hatte.
Zombiattacken während eines Filmdrehs mit meiner Freundin Tiff! Wer dies ist, worum es geht und wieso überhaupt kann ich Euch leider nicht verraten! Von den mordsmäßigen Fotos kann mich jedoch keiner abhalten. Der Dreh war toll, leider der einzige diesen Sommer. Nächstes Jahr geht es weiter! Im Gegensatz zu unseren letzten Drehs hatten wir diesmal neben den guten Kameras auch gute Theaterschminke, Kostümierung und Requisiten.
111 Leser! Boah. Das muss gefeiert werden. Und zwar mit einem Review, welches mir das Herz zerreißen wird.
Bild übertrifft sich in unzulänglicher Qualität. Ahhh.
Gantz - ein Anime, welches skurriler und abgefreakter nicht sein könnte. Hiroya Okus Kopf alleine ist dieser Seinen-Anime zuzuschreiben. Krank, blutig und abgrundtief werden hier die Absurdigkeiten des menschlichen Beisammenseins geschildert.
Leider hatten irgendwelche Irre auch die Idee den Anime (und das dazugehörige Manga) zu verfilmen. Ich hoffe dieses Projekt scheitert, ich mag keine VERfilmungen toller Bücher/Mangas/Serien. Das ist unkreativ und doof. Meistens schreckt es die ursprünglichen Fans mehr ab als sie zu begeistern und anzusprechen.Genaugenommen geht es um folgendes:
Kurono, ein recht normaler japanischer Teenager der auf große Brüste und weibliche Rundungen steht, wird zusammen mit einem alten Schulkumpel Kato (hach *_*) bei der Rettung eines Obdachlosen von einer UBahn überfahren. Passiert halt.
Schlimm nur, dass er danach nicht richtig tot ist. Also eigentlich schon. Aber irgendwie auch wieder nicht. Denn wie das Leben so ist, fies und hinterhältig eben, wacht er zusammen mit Kato (hach *_* - okey.. ich hör schon auf.. ich mag ihn eben!) in einem Zimmer auf. Mit den beiden befinden sich weitere Personen im Raum. Unter anderem ein perverser Hund und eine große schwarze Kugel, Gantz, der den Anwesenden den Auftrag erteilt, Aliens zu beseitigen. Waffen, Anzüge - alles wird ihnen geliefert. Allerdings müssen sie ein Zeitlimit beachten, sonst gilt ihr Auftrag als gescheitert. Um zu überleben, müssen sie also ein Blutbad anrichten - aber müssen sie das wirklich? Und gibt es ein entkommen, wenn man das Punktelimit (denn für jeden erfüllten Auftrag gibt es Punkte) erreicht hat? Ist man dann "frei" oder doch ganz plötzlich tot?
Soviel zum Inhalt. Das Anime geht dabei schonungslos brutalvor, besitzt jedoch einen Reiz dem man sich nicht wiedersetzen kann, da man sich unweigerlich in einem der Hauptcharaktere (ja, es gibt auch weibliche Charaktere! Keine Angst!) widerfinden - so schrecklich einem dies vorkommen mag. Kurono, Kato und Kishimoto finden sich in den unmöglich zu schaffensten Missionen wider und schaffen es doch irgendwie - oder auch nicht. Oder doch? Unzählige Fragen werden aufgeworfen, manche direkt - die meisten jedoch indirekt. Wozu überlebt man, wieweit will man gehen und ist man pervers, nur weil man auf große Brüste steht?
Was mir am Anime nicht gefallen hat ist leicht zu sagen: Zu oft gibt es Szenen in denen ich & mein Erdbeermann einfach nur "Oh so schösse er doch endlich!" seufzten und die Augen verdrehten. Man kennt es ja aus anderen Animes, beispielweise sei hier Dragon Ball Z genannt: Szenen die an sich nur Sekunden dauern düften im Anime jedoch über Minuten gestreckt werden. Das ständige Zögern der Charaktere und ihre unverständliche Unsicherheit - oder kann man sich nur nicht in ihre Lage hineinversetzen?
Natürlich gibt es einige logische Fehler, schon anfangs als Kurono und Kato den Penner aus dem Ubahnschacht retteten. Theoretisch, so wie es im Anime dargestellt wurde, hätten sie bestimmt genug Zeit gehabt, wieder aus dem Schacht zu entkommen. Aber solche "logischen", oder eben nicht logischen, Fehler verzeiht man gerne - denn der Anime ist spannend, besitzt eine dichte Erzählweise, besitzt dennoch Humor und Lichtblicke, "Awwwwww" Momente, in denen man sich mit Kato & Co mitfreut und strahlt. Die Charaktere entwickelten sich meiner Meinung nach stark innerhalb der Folgen. Anfangs war mir Kurono recht unsympathisch, am Schluss konnte ich sogar mit ihm mitfühlen. Kein Mensch ist je ganz durchschaubar, dass erfährt man in diesem Anime immer wider. Die Zeichnungen - sind passend, meiner Meinung nach. Teils sehr detailiert und realistisch. Manchmal auch zusehr.
Hier ein Trailer, achtet bitte nicht auf die teilweise verwirrenden Untertitel, die gibt es im Anime natürlich nicht. Inklusive original Opening (;
Zusammenfassung:
26 Folgen, in zwei Staffeln. Jede Folge ist 24 Minuten lang. (ist also zu schaffen (; )
Genre: Science-Fiction, Seinen, Drama. Horror sei hier nur der Vollständigkeit aufzuzählen, eigentlich ist es nicht wirklich klassischer "Horror". Es kommt viel Blut und so manche Gehirnmasse. Sagen wir's so.
Produktionsjahr:2004 (die computeranimierten Szenen sind wirklich süß!)
Musik:Natsuki Togawa, Yasuharu Takanashi ODER einfach gesagt: schräg, aber passend!
Wurde im Jahre 2006 auf MTV ausgestrahlt. Bestimmt nachts.
FÜNFvon FÜNF Erdbeerpunkten!
weil: tolle unvorhersehbare Story, realistische und tiefgründige Charaktere und gefühlvolle Gefühle. oder so.
Monsters - ein Film mit unglaublich individuellem Titel.
Manchmal, wenn ich am nächsten Tag frei oder nur etwas geringfügiges zu tun habe, gehe ich Montag Abends ins Kino. Insbesonders, weil da immer die soganannte "Sneak Preview" läuft, d.h. es wird ein zufällig ausgewählter Film gezeigt, der erst Wochen später in die Kinos kommt. Diese Woche hatte ich das Glück (?) folgenden Film bewundern zu dürfen:
MONSTERS - ist ein Monsterfilm (ha ha) von Gareth Edwards, der am Fantasy Filmfest teilnahm (der Film, nicht Edwards) und aus den UK kommt, hier in Deutschland wird er wohl ab dem 9. Dezember in den Kinos laufen. Laut meinen Sitznachberinnen in der Reihe hinter mir "schafft der es ja nieee in die Kinos!" (dabei war er es doch schon?) und ein "voller Reinfall". "So ein blöder Film!" Fand ich nicht. Er war... untypisch für einen Monsterfilm. Die meisten denken bei Monsterfilmen entweder an Horror oder an Juressic Park (welchen ich zu meiner Schande noch nie gesehen habe..). Monsters traf bei mir eher eine andere Gefühlsebene - die Monster, um die es hier ging, erweckten Mitleid! Vielleicht aber auch nur, weil es sich bei den vermeindlich gefährlichen Biestern um Riesenoktopusse handelte.. und Tintenfischen kann man doch nicht böse sein?
Egal, zurück zur Geschichte des Films. Es geht um einen Fotografen namens Bernd (nein, keine Ahnung wie er.. Andrew. Natürlich, alle Amerikaner heißen so.) Andrew also (welcher sich, entschuldigung aber - ziemlich ziemlich UNtypisch für einen Fotojournalisten verhält. In den haarigsten Szenen, in denen es mich nur so gejuckt hätte die Kamera zu zücken, rauchte er entweder oder starrte gelangweilt übers Wasser.) der sich mehr oder weniger bereit erklärt die Tochter eines reichen Typens, Samantha, durch die Infizierte Zone, also Mexico (denn wo sind die Aliens gelandet? Natürlich. In Mexico und Mittelamerika!) zu begleiten. Erstaunlicherweise ist es KEINE Hetzjagd gegen die Zeit, die beiden werden nicht von skrupellosen Menschen verfolgt und die Musik im Film bleibt stets dezent und passend. Leider mögen sich die beiden natürlich auch ein bisschen, dennoch wird auch ihre Liebe für- oder gegeneinander (?) recht dezent dargestellt. Fast schon süß. Der Film versinkt jedoch nicht in Liebesschnulze, es bleibt was es ist - eine relativ neutrale Darstellung von Monstern im Dschungel von Guatemala.
Komisch fand ich die Tatsache, dass die Beiden innerhalb EINER Woche halb Amerika durchlatschten und nicht einen Moskitostich abbekamen. Seltsam mutete es an, dass es nie regnete. Verrückt war es, dass Samantha nie fettige Haare bekam. Doof war auch, dass es so wenig Szenen mit den Oktopussen gab : ( (wie ist eigentlich die Mehrzahl von Oktopus? Oktopussi? Oktopi? hm.)
Von mir bekommt der Film DREI von insgesamt FÜNF Erdbeerpunken,
er war gut aber nicht fabelhaft. Hauptminus ist die Spannung, die zwar vorhanden, aber nicht fesselnd war, der Humor der zwar in Ansätzen aber nicht überzeugend genug und die Tiefe der Charaktere, die einfach zu stereotypisch bzw. zu klassisch rüberkamen.
Momentan kann ich nicht genug bekommen. Ich habe The Walking Dead durchgespielt. Den Comic fast durchgelesen (wenn, jedenfalls bis Kapitel 96), die Serie kommt auch noch. Außerdem habe ich es endlich geschafft Dawn of the Dead zu schauen und ein weiteres Prachtexemplar von Untotenfilmleistung. Doch dazu später.
Die drei Bücher, die ich euch nun vorstellen möchte, haben alle drei etwas gemeinsam: Zombies. Interessanterweise haben sie auch alle drei eine ganz andere Herangehensweise an das doch so ähnliche Thema: Protagonisten, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten und jeweils einen sehr eigenen Schreibstil.
Ohne zuviel zu den jeweiligen Bücher in diesem Abschnitt vorzugreifen, eine allgemeine Interessenfrage:
Welcher Hauptcharakter würde Euch persönlich am meisten ansprechen?
a) Die 16 jährige Teenagerin namens Bobby.
Waffen: Keine. Ab und zu mal ein Snowboard. Agiert am liebsten in der Gruppe, mit ihren Klassenkameraden. Abneigung gegen Karottensaft.
b) Der anonyme amerikanische US-Marinesoldat, genaugenommen Pilot, ohne Namen.
Waffen: Neben Shotgun, Jagdgewehr diverse andere Waffen, dessen Bezeichnungen ich mir leider nicht merken konnte. Sie klingen für mich alle wie AK64XY.
Agiert meistens alleine oder zu zweit, ist berechnend und schießt viel.
c) Der gescheiterte und untote Vater, der inzwischen wieder bei Mutti und Vati wohnt, wobei er ziemlich von seiner Familie für sein untotes Dasein gemobbt wird.
Waffen: Sein spitzes Mundwerk. Agiert meistens gar nicht gegen seinesgleichen, schließlich ist er selbst ein Zombie! Kämpft dafür für die Menschenrechte der Zombies.
Wenn ihr jetzt auch noch die unterschiedlichen Protagonisten den jeweiligen Bücher zu ordnen könnt, ohne Euch zu spoilern, habt ihr Euch eine digitale Erdbeere verdient.
Fangen wir mal mit dem - in meinen Augen - schlechtestem Werk an:
Das Tagebuch der Apokalypse. Cover und Totel lassen nichts gutes hoffen. Der Blutspritzer auf der Sonnenbrille verrät uns, dass es in diesem Buch schönes Zombiegemetzel geben könnte.
Gibt es auch. Leider verzichtet der Autor (J.L. Bourne) dabei auf jeglich lebhafte Erzählweise. Der Protagonist, ein namenloser Pilot der US-Marine, berichtet dem Leser in seinem Tagebuch vom Untergang der ihm bekannten Welt und der Weltherrschaftsübernahme durch die Untoten, die, je weiter das Buch fortschreitet, auch gerne mal als Arschlochwichser bezeichnen werden. Dabei fallen mir immer wieder die einfachen, kurzen Sätze auf. Längere, innere Monologe suche ich vergebens, und Selbstreflektionen finden nur wenige statt. Das Buch ist und bleibt - trotz Tagebuchform - sehr unpersönlich und leider oberflächlich. Der Hauptcharakter stellt fest, dass die Zombies in seiner Welt sehr gut hören können. Und schafft es trotzdem nicht auf seine Schusswaffen zu verzichten. Die Zombies in "Tagebuch der Apokalypse" sind nicht schnell, aber sehr zäh und halten eine Menge aus, was das Buch wiederum wieder etwas realistisch erscheinen lässt. Leider beschrängt sich das Buch sehr auf eine genaue Beschreibung von Schusswechseln, Nahrungssuche und ähnlich überlebenswichtigen Dingen - zwischenmenschliche Beziehungen, Emotionen sowie Dialoge werden dabei meistens in einem Satz zusammengefasst. Die Nebencharaktere sind und bleiben NEBENcharaktere und bleiben durchwegs sehr sehr SEHR flach. Im Grunde genommen werden sie nicht einmal äußerlich beschrieben.
Totgelatscht dagegen werden die genauen Waffenbezeichnungen sowie genaue Abläufe des Flugzeugfliegens, was wohl daher rührt, dass der Autor selbst Offizier der US Marine ist. Es ist mir wirklich herzlich egal, ob mit einer
M-64 oder einer OFF-37 geschossen und mit einer Cessna 172 oder 152
geflogen wird. So oder so weit ich nicht, was ich mir darunter vorstellen soll.
Erstaunt haben mich nur die fast durchwegs guten Rezensionen auf Lovelybooks und Amazon: Klar, dass der Protagonist so gut über die Dinge, die er tut, bescheidweiß, ist auch ein Charakterzug, aber macht das ihn interessant? Wieso fällt niemandem auf, dass jeder Charakter, der vorkommt, einen Nutzen hat? Der eine ist Chemiker und kann zusammen mit dem Ingenieur Alarmanlagen und Abwehrsysteme gegen die Untoten basteln. Klar. Das Kind ist Kind und ein Schutzfaktor und die Frauen sind Lustobjekte oder Muttifaktoren. Nur der Protagonist ist ein Allrounder: Vom Fliegen von Flugzeugen bis zum Steuern von Booten schafft er eigentlich alles mehr oder weniger ohne Probleme.
Durch und durch ein Buch das ich NICHT empfehlen würde. Keine Spannung, keine originellen Ideen, keine tieferen Charaktere, kein Identifikationspotenzial. Nichtmal besonders viel Blut oder menschliche Abgründe. Einfach - nichts besondere. Finger weg!
01/10 Erdbeerpunkten.
Originaltitel:Day by Day Armageddonvon
J.L. Bourne
Erscheinungsdatum Erstausgabe:
04.11.2010 bei Heyne
Anonyme Untote - das Cover ähnelt leider etwas dem weiter unten thematisiertem Buch, oder vielleicht eher umgekehrt, da Anonyme Untote nicht gerade ein neues Buch ist. Egal. Zum Inhalt: Andy
ist ein ziemlicher Pechvogel: Er ist untot, Witwer und Vater einer 7
jährigen Tochter die nicht weiß, dass er sein untotes Dasein im Keller
seiner Eltern fristet. Sein Vater kann ihn nicht riechen und seine
Mutter eigentlich auch nicht so richtig. Hilfe findet er nur in der
Gruppe der anonymen Untoten, die zweimal Wöchentlich stattfindet und zu
der er regelmäßig geht. Dort trifft er unter anderem auf Rita, in der er
eine enge Vertraute findet..
Der Autor Browne nimmt das Thema
"Zombies" nicht zu ernst. Und das ist auch gut so. Andererseits wären
die ständig sarkastischen Bemerkungen über die Rechte (oder eher
Unrechte) von Untoten, die Andy macht, ziemlich unerträglich. Leider
hatte ich während des Lesens ein bisschen das Gefühl, dass sich das Buch
nicht so recht entscheiden kann, ob das Thema: "Verdienen Menschen, die
durch einen Zufall (bzw Unfall) sterben, und dann wieder auferstehen,
die gleichen Rechte und Freiheiten wie Menschen?" nun ultra lustig oder
doch mit einer Spur Ernsthaftigkeit behandet werden soll.
Ungefähr
nach der Hälfte des Buch überstürzen sich nämlich die Geschehnisse im
Buch und Andy bekommt ziemliche Höhenflüge. Er mordet, frohlockt, gibt
sich seinen Gelüsten hin und wird sogar Superstar. Das ist alles ein
bisschen "too much" für meinen Geschmack und irgendwie über das Ziel,
einen unterhaltsamen Zombieroman zu schreiben, hinausgeschossen.
Ein
nettes, einfach zu lesendes und nicht zu tiefgreifendes Buch aus der
Sicht eines amerikanischen Zombies. Empfehlenswert für eine Reise oder
ein bisschen perspektive Abwechslung im Zombiegenre.
04/10 Erdbeerpunkten.
Originaltitel:Breathersvon S.G. Browne
Erscheinungsdatum Erstausgabe:01.07.2010
bei Heyne
Untot - Bobby ist genervt. Ein Klassenausflug mit ihrer neuen Klasse, auf die sie eigentlich gar keine Lust hat. Sie ist neu hinzugezogen, aus Amerika, auch wenn England ihre Geburtsstätte ist und sie nie wirklich nach Amerika wollte. Doch nun hockt sie hier im öden Schottland in einem stickigen Bus und wartet darauf, dass der Rest der Klasse aus der Autoraststätte kommt. Sie drückt ihre Wange an das Busfenster und schaut heraus. Es hat angefangen zu schneien, und wird immer doller - jetzt, wo sie nach Hause fahren! Super. Gelangweilt beobachtet sie einen Mann in grellem Karottenanzug, der Gemüsesaftpröbchen verteilt...
Mit einer perfekten Mischung aus genretypischen Klischees und einer gehörigen Prise Sarkasmus beschreibt die Autorin Kirsty McKay das überraschende Abenteuer einer handvoll Teenager, die so gar nicht damit gerechnet hätten, ausgerechnet in Schottland auf Zombies zu treffen. Man kann nicht sagen, dass sie sich alle wohlgesonnen sind, eigentlich sind sie eher Frenemies (Enemy + Friend) als Kumpanen, aber genau das macht die Mischung in diesem Buch aus - zwischenmenschliche Spannung werden aus der Sicht der Protagonistin Bobby (endlich mal ein weibliches Wesen ohne typitisierten Busenbonus!) geschildert und teilweise bissig kommentiert. Gemeinsam statt einsam: Irgendwie schaffen die vier, bestehend aus einem Emo, einer Tusse und dem genretypischen Nerd sowie der Heldin, zu überleben und dabei hinter ein Geheimnis zu kommen, für das sie gar nicht so vorbereitet waren..
Einziges Manko des Buches: Es endet mit einem gehörigen Cliffhänger! "Unfed", der Nachfolger des ersten Teils, kommt jedoch schon bald im englischsprachigen Raum raus - für weiteren Lesestoff ist also gesorgt. Ohne zu spoilern muss ich jedoch zugeben, dass ich es wage zu vermuten, dass der nächste Teil nicht ganz an den ersten herankommen könnte. Zu hoch sind doch die Erwartungen und zu schwer wird es für den zweiten Teil noch mit neuen und einzigartig originellen Ideen sein zu punkten. Hoffen wir das beste.
Eine absolute Empfehung an alle Zombinöse - alte Untote werden vielleicht im Buch hier und da kennend mit dem Kopf nicken, aber durch sehr sympathischen Hauptcharakter und herrlich unkitschige Darstellung hat es doch geschafft mich restlos zu überzeugen.
09/10 Erdbeerpunkten.
Originaltitel:Undead von Kirsty McKay
Erstausgabe:
01.12.2012 bei Carlsen
ISBN 9783551520418
Dawn of the Dead - der Inhalt dürfte wohl jedem bekannt sein: Zombies. Auf einmal sind sie da! Eine kleine Gruppe von Überlebenden rettet sich in ein Kaufhaus. Und versucht dort zu überleben. Ich muss zugeben, dass mich der Film nicht wirklich umgehauen hat - aber das liegt wohl eher daran, dass er für mich als inzwischen eingefleischten Zombietasten einfach nicht viel neues bietet. Er ist auf keinen Fall schlecht.
Black Sheep - Trotz seiner aus seiner Kindheit rührenden unglaublichen Angst vor Schafen muss
Henry Oldfield zurück aufs Cottage seiner Eltern, in Neuseeland. Er hat Erbangelegenheiten zu klären. Dabei stolpert er mehr oder weniger über den Plan seines Bruders das perfekte genetische Schaf mit Hilfe von Gentechnik zu erschaffen - und in eine Genmutation, die aus friedliche grasenden Schafen rasende Untiere macht.
Im Grunde genommen eine tolle Idee für einen guten Film. So war das auch, die erste Hälfte des Filmes lang. Dann verlor der Film seinen durchgedrehten Humor und wurde sehr sehr SEHR blutig. Und irgendwie zu ernst. Trotzdem eine Empfehlung für Menschen, die mal ungewöhnliche Zombiefilme sehen wollen.
Was ist Eure liebste Zombieliteratur? (Oder euer liebstes Medium?) Meinungen zu den hier aufgeführten? Kritik? Untotenberechtigungsdaseinschein?
Ich habe mir mal ganz dreist den Horrorfilmtag der Chaosmacherin geklaut und daraus mein eigenes Ding gebastelt. Mir fällt gerade auf, dass ich wirklich großen Nachholbedarf an Zombiefilmen habe - 28 days later zum Beispiel, habe ich noch nie gesehen! Zum Haareraufen!
Ihr seid also herzlichst aufgerufen mir Eure liebsten oder dümmsten Horrorfilme zu nennen. (:
Wer mag, kann sich den Tag natürlich gerne mitnehmen.
1) Dein erster Horrorfilm.
An den ich mich erinnern kann? Ich, 8. Klasse, lümmelte gemütlich mit Freunden auf dem Sofa rum und schaute The Cube - und war ziemlich beeindruckt. Meine Freunde hatten Angst (auch wenn sie es natürlich nicht zeigten) und ich war fasziniert. Ein Film über eine Gruppe Menschen, die, so überrascht man auch sein mag, nichts weiter als in einem Würfel der aus tausend fieser Fallen besteht, gefangen sind.
2) Der letzte Horrorfilm, den du im Kino gesehen hast.
The Cabin in the Woods - zumindestens zu dem Punkt, an dem ich das hier schreibe. In die Zukunft geblickt (muhahah, Schwarzmagie und so) wird es wohl vermutlich The Possession - das Dunkle in Dir sein.
3) Dein liebster “Classic” Horrorfilm? Zähl die Rocky Horror Picture Show? Oder Tanz der Vampire? Ich hoffe doch.
4) Ein Horrorfilm, der deine hohe Erwartungnicht erfüllen konnte.
Zum einen fällt mir da spontan Chernobyl Diaries ein über den ich ja schon gebloggt hatte. Zum anderen gäbe es da auch den Film Daybreakers der wirklich, wirklich eine tolle Grundidee hatte: Eine Welt in der Zukunft, in der NUR (noch) Vampire die Erde bevölkern. Menschen sind Nomnom. Leider war der Hauptpunkt der Erzählung nicht die Welt an sich, die ziemlich blass beschrieben war, sondern (wie sollte es auch anders sein) eine Gruppe von Menschen die versuchen zu fliehen und Widerstand bilden. Hmpf. Liebesschnulze + Happy Ending gab dem Film dann den Rest. Schade.
5) Dein liebstes Horrorfilm-Remake Dawn of the Dead wäre da der einzige Film, der mir einfällt..
6) Dein liebster Vampirfilm
So viele Vampirfilme habe ich bisher noch gar nicht gesehen.. und die wenigsten von denen, die ich kenne, würde ich als Horrorfilm beschreiben. So finster die Nacht ist da eine herrliche Ausnahme - ein schwedischer Film über eine Jungvampirin. Irgendwie brutal, realistisch und ehrlich.
7) Ein Horrorfilm vor dem du denkst, dass ihn niemand außer dir gesehen hat
Das müsste ja voraussetzen, dass ich ihn alleine gesehen habe. Seit wann setze ich mich alleine ins Kino? Nun, wenige Menschen kennen bestimmt diesen Film:
Guinea Pig 2 - Flower of Flesh and Blood (ギニーピッグ). Kein Kommentar.
8) Dein liebster, ausländischer Horrorfilm
Die Frage ist im Grunde genommen dumm - mir fällt gar kein deutscher Horrofilm ein! The wishing stairs war ganz nett. Koreanischer Horrorfilm über eine Treppe in einer Schule, die angeblich einen Wunsch erfüllt. Ob ich ihn heute noch genauso gut fände, kann ich allerdings nicht sagen - ist schon etliche Jahre her, seitdem ich ihn geguckt habe. The Ring im japanischen Original war natürlich auch schön - aber nichts, was man empfehlen müsste. Dafür ist er wohl schon zu bekannt.
9) Dein liebster Horrorfilm mit übernatürlicher Thematik
Da ich gerade spontan darüber informiert wurde wann dieses Jahr das FANTASY FILMFEST 2012 stattfindet, möchte ich Euch die Trailer von Filmen zu zeigen, die meiner Meinung nach interessant werden könnten. Ob und wann ich welchen Film sehe, steht noch nicht fest aber vielleicht regt das Euch ja dazu an, auch am Fantasyfilmfest (Übersicht hier auf der Facebookseite oder hier auf der Homepage) teilzunehmen (: Welcher von den folgenden Trailern (Filmen) reizt Euch? Wen würdet Ihr Euch ansehen? Welchen Film überhaupt nicht? Wart Ihr schonmal auf den Fantasy Filmfest? (Achtung, nur als kleine Warnung..viele viele Trailer warten in diesem Blogpost..)
The Hidden Face - Adrián ist fassungslos. Gerade wurde er von seiner Freundin Belén verlassen. Er, der junge, international gefeierte Orchesterdirigent, mit seiner imposanten Villa – ausgerechnet er wird verlassen. Er ertrinkt seinen Kummer in Alkohol. Und geht eine Beziehung mit der schönen Fabiana ein, die auch schon bald bei ihm einzieht. Doch Belén hat ihren egozentrischen Ex mit dem Ruf, sich gern an seinen Musikerinnen zu vergreifen, nicht nur einfach verlassen. Sie ist wie vom Erdboden verschluckt! Die Polizei beginnt, Fragen zu stellen. Indes fühlt sich Adriáns neue Freundin in seinem Haus von seltsamen Geräuschen bedroht. Ein leises Klackern in der Dusche, entfernte Stimmen …
Ich blogge gerne über schlechte Filme. Schlecht ist dabei sehr subjektiv von mir. Aber das ist ja das schöne an meinem Blog - ich kann seitenlang lästern und niemand wird mich aufhalten :'D.
Der Film von dem ich spreche heisst übringens Chernobyl Diaries:
Eine Gruppe junger, motivierter amerikanischer Touristen in Prypjat, Urkaine, eine kleine (ausgestorbene) Stadt, in der das Reaktorunglück von Tschernobyl stattfand. Extreme-tourism nennt sich das. Gibt es wirklich. Natürlich suchten sie sich einen ganz fähigen Reiseleiter nahmen Yuri (? sieht etwas zu japanisch aus...) aus der es nicht für nötig hielt jemand drittes über die kleine Reise zu informieren, die sie unerlaubterweise in die Stadt machten...
Das eine kommt zum anderen und lustigerweise sind sie natürlich in Pripjat nicht alleine...
Fakten, die diesen Film in meinen Augen zu einem nicht empfehlenswerten Film machen:
1. Stock images. Nicht mal kleine Brocken des Filmes wurde in Prypjat gedreht. Ich verstehe ja, weshalb man keine große Filmcrew dort drehen lassen will, schließlich ist die Strahlung immer noch vorhanden - aber wenigstens in der Ukraine hätten sie drehen können! Stattdessen mussten Ungarn und Serbien herhalten, die Stadt die man im Film also sieht, ist nicht wirklich die, für die man sie halten könnte.
2. Unlogisch oder einfach nur unvorteilhaft gefilmt. In einer Szene steht die Gruppe in einem Wohnzimmer eines geräumten Gebäudes - der Fremdenführer erzählt, dass die Leute nach der Katastrophe gerade mal 5 Minuten gehabt hatten alles zusammenzupacken. Sie mussten also sprichwörtlich alles stehen & liegen lassen - das beweist auch der Raum, in dem sie sich befinden. Fotos, Teddybären, Schränke - alles scheint aus einer anderen Zeit zu sein... dann schwenkt die Kamera und man sieht die angrenzenden Räume am Rand auftauchen: leergeräumt, als wäre das Haus nie bewohnt gewesen.. Hat der Kerl nicht gerade etwas ganz anderes erzählt? Die Gruppe rennt aus dem Haus wieder raus, nachdem sie einem Bären begegenen, und der Zuschauer merkt dass das ganze Haus wie leergeräumt ist. Irgendwie kommt man sich um das bisschen Realismus, die der Film wenigstens Kulissentechnisch vorgaukelt, betrogen vor.
3. Wenn man einen Horrorfilm macht, muss man sich doch im Klaren darüber sein, dass es vor dem eigenen Film schon gefühlte 20 442 andere gab - und man irgendwie aus der Masse hervorstechen sollte. Mag es nun durch übertriebene Klischees sein, Trash oder durch Originalität. Dieser Film hat nichts von alledem. Weder nehmen sich die Charaktere Zeit nachzudenken und DANN zu handeln, noch stechen sie mit irgeneiner anderen Kreativität aus der Masse der Zombie-Slasher hervor. Sie nehmen ja nicht mal Taschenlampen auf eine derartige Expedition mit! Wenn wenigstens ein bisschen Gruppengefühl aufkäme, wäre das vielleicht noch zu verkraften.. aber нічого. Nicht mal das bekommen sie hin. Da ist es nicht wunderlich wenn mein Erdbeerliebster und ich auch kein Mitgefühl für die stereotypen Charaktere zeigen... (alle Typen sind vertreten: Der Schwächling, der Muskelprotz (stirbt als Erstes), die Blonde mit den Titten, die taffe Brünette, der Angeber und das verliebte Pärchen).
The Cabin in the Woods - oder wieso spoilern doof ist.
Manchmal schaut man Horrorfilme, die kalkulierbar sind. Und manchmal schaut man Filme, von denen man nur denkt, dass sie kalkulierbar sind. Ein solcher Film ist The Cabin in the Woods, den ich mir letztlich in der Sneak Preview anschauen durfte.
Die Beschreibung auf Youtube ist kurz und knapp:
Five friends go to a remote cabin in the woods. Bad things happen.
Ja, so könnte man es wohl ausdrücken. Allerdings passiert in dem Film auch noch ein bisschen mehr.
"Eigentlich sollte es nur ein stressfreier Urlaub in der Hütte eines Verwandten werden - doch dann entdecken die Fünf den Keller des Hauses und ein schreckliches Geheimnis.. " - Wenn ich die Story des Film versuche zu formulieren, klingt es tatsächlich wie jeder zweite Horrorfilm, den man so kennt. Aber um nicht zu spoilern, kann ich über den Film einfach nicht mehr verraten. (Und ehrlich, lest Euch keine weiteren Inhaltsangaben durch. Der Film lebt von seinen Überraschungen. Lasst Euch nicht die besten verderben.)
Lasst es mich so ausdrücken: Der Film spielt mit zig Horrorfilmklischees. Er lässt einen mitdenken und miträtseln, um die Ecke-Denken und überrascht einen doch immer wieder. Manche Witze in dem Film sind echt plump. Er besitzt einen gewissen Anspruch, ohne sich selbst ernst zu nehmen - und ist irgendwie auch wieder oberflächlich genug, um nicht albern zu werden. Immer wenn du als Zuschauer denkst, du wüsstest, was als nächstes geschieht, passiert etwas ganz anderes. Es ist ein Film ohne Happy End.
Ich mochte den Film. Er war blutig, unkitschig und klischeehaft. Und irgendwie herrlich anders. Schaut ihn Euch an! Ach ja, die Kurzinfos:
The Cabin in the Woods
Kinostart: 6. September 2012
Genre: Horror/Thriller
Regie:Drew Goddard
Mit: Kristen Connolly, Chris Hemsworth, Anna Hutchison
Filme! Gucken kann man (ich) immer. Deshalb hier auch mein zögerlicher Anfang erneut zu bloggen.
Trolle.Vergesst ihre Beschreibung, wie sie im Märchen lautet. Vergesst Vampire und Werwölfe. Es gibt einfach zu wenig seriöse Dokumentationen über Trolle. Doch dieser Film hier ist, wonach ihr schon so lange gesucht habt: Ein spannenden Bericht einer Studentengruppe aus Norwegen, die sich (anfangs ungeplant) in das Lebensgebiet der riesigen Monster begibt und immer mehr darüber in Erfahrung bringt, indem sie sich dem offiziellem Mann, der für ihre Population zuständig ist, anschließt. Einem sogenannten Trolljäger. Auch wenn er sich selber niemals so bezeichnen würde. Die Lebensweise der norwegischen Trolle, ihre Vermehrung, Schwächen und Eigentümlichkeiten werden hier ausgehend und sehr lebensnah verdeutlicht. Ohne zu spoilern, kann ich Euch jetzt schon einen außergewöhnlichen Film versprechen, der schonungslos und doch realistisch genau die Lebenswesen zeigt, die man eigentlich höchstens im Alptraum begegenen möchte.
Ich hatte bisher noch nichts über den Film gehört, war aber sehr positiv überrascht nachdem ich ihn gesehen hatte.
Zombiattacken während eines Filmdrehs mit meiner Freundin Tiff! Wer dies ist, worum es geht und wieso überhaupt kann ich Euch leider nicht verraten! Von den mordsmäßigen Fotos kann mich jedoch keiner abhalten. Der Dreh war toll, leider der einzige diesen Sommer. Nächstes Jahr geht es weiter! Im Gegensatz zu unseren letzten Drehs hatten wir diesmal neben den guten Kameras auch gute Theaterschminke, Kostümierung und Requisiten.
111 Leser! Boah. Das muss gefeiert werden. Und zwar mit einem Review, welches mir das Herz zerreißen wird.
Bild übertrifft sich in unzulänglicher Qualität. Ahhh.
Gantz - ein Anime, welches skurriler und abgefreakter nicht sein könnte. Hiroya Okus Kopf alleine ist dieser Seinen-Anime zuzuschreiben. Krank, blutig und abgrundtief werden hier die Absurdigkeiten des menschlichen Beisammenseins geschildert.
Leider hatten irgendwelche Irre auch die Idee den Anime (und das dazugehörige Manga) zu verfilmen. Ich hoffe dieses Projekt scheitert, ich mag keine VERfilmungen toller Bücher/Mangas/Serien. Das ist unkreativ und doof. Meistens schreckt es die ursprünglichen Fans mehr ab als sie zu begeistern und anzusprechen.Genaugenommen geht es um folgendes:
Kurono, ein recht normaler japanischer Teenager der auf große Brüste und weibliche Rundungen steht, wird zusammen mit einem alten Schulkumpel Kato (hach *_*) bei der Rettung eines Obdachlosen von einer UBahn überfahren. Passiert halt.
Schlimm nur, dass er danach nicht richtig tot ist. Also eigentlich schon. Aber irgendwie auch wieder nicht. Denn wie das Leben so ist, fies und hinterhältig eben, wacht er zusammen mit Kato (hach *_* - okey.. ich hör schon auf.. ich mag ihn eben!) in einem Zimmer auf. Mit den beiden befinden sich weitere Personen im Raum. Unter anderem ein perverser Hund und eine große schwarze Kugel, Gantz, der den Anwesenden den Auftrag erteilt, Aliens zu beseitigen. Waffen, Anzüge - alles wird ihnen geliefert. Allerdings müssen sie ein Zeitlimit beachten, sonst gilt ihr Auftrag als gescheitert. Um zu überleben, müssen sie also ein Blutbad anrichten - aber müssen sie das wirklich? Und gibt es ein entkommen, wenn man das Punktelimit (denn für jeden erfüllten Auftrag gibt es Punkte) erreicht hat? Ist man dann "frei" oder doch ganz plötzlich tot?
Soviel zum Inhalt. Das Anime geht dabei schonungslos brutalvor, besitzt jedoch einen Reiz dem man sich nicht wiedersetzen kann, da man sich unweigerlich in einem der Hauptcharaktere (ja, es gibt auch weibliche Charaktere! Keine Angst!) widerfinden - so schrecklich einem dies vorkommen mag. Kurono, Kato und Kishimoto finden sich in den unmöglich zu schaffensten Missionen wider und schaffen es doch irgendwie - oder auch nicht. Oder doch? Unzählige Fragen werden aufgeworfen, manche direkt - die meisten jedoch indirekt. Wozu überlebt man, wieweit will man gehen und ist man pervers, nur weil man auf große Brüste steht?
Was mir am Anime nicht gefallen hat ist leicht zu sagen: Zu oft gibt es Szenen in denen ich & mein Erdbeermann einfach nur "Oh so schösse er doch endlich!" seufzten und die Augen verdrehten. Man kennt es ja aus anderen Animes, beispielweise sei hier Dragon Ball Z genannt: Szenen die an sich nur Sekunden dauern düften im Anime jedoch über Minuten gestreckt werden. Das ständige Zögern der Charaktere und ihre unverständliche Unsicherheit - oder kann man sich nur nicht in ihre Lage hineinversetzen?
Natürlich gibt es einige logische Fehler, schon anfangs als Kurono und Kato den Penner aus dem Ubahnschacht retteten. Theoretisch, so wie es im Anime dargestellt wurde, hätten sie bestimmt genug Zeit gehabt, wieder aus dem Schacht zu entkommen. Aber solche "logischen", oder eben nicht logischen, Fehler verzeiht man gerne - denn der Anime ist spannend, besitzt eine dichte Erzählweise, besitzt dennoch Humor und Lichtblicke, "Awwwwww" Momente, in denen man sich mit Kato & Co mitfreut und strahlt. Die Charaktere entwickelten sich meiner Meinung nach stark innerhalb der Folgen. Anfangs war mir Kurono recht unsympathisch, am Schluss konnte ich sogar mit ihm mitfühlen. Kein Mensch ist je ganz durchschaubar, dass erfährt man in diesem Anime immer wider. Die Zeichnungen - sind passend, meiner Meinung nach. Teils sehr detailiert und realistisch. Manchmal auch zusehr.
Hier ein Trailer, achtet bitte nicht auf die teilweise verwirrenden Untertitel, die gibt es im Anime natürlich nicht. Inklusive original Opening (;
Zusammenfassung:
26 Folgen, in zwei Staffeln. Jede Folge ist 24 Minuten lang. (ist also zu schaffen (; )
Genre: Science-Fiction, Seinen, Drama. Horror sei hier nur der Vollständigkeit aufzuzählen, eigentlich ist es nicht wirklich klassischer "Horror". Es kommt viel Blut und so manche Gehirnmasse. Sagen wir's so.
Produktionsjahr:2004 (die computeranimierten Szenen sind wirklich süß!)
Musik:Natsuki Togawa, Yasuharu Takanashi ODER einfach gesagt: schräg, aber passend!
Wurde im Jahre 2006 auf MTV ausgestrahlt. Bestimmt nachts.
FÜNFvon FÜNF Erdbeerpunkten!
weil: tolle unvorhersehbare Story, realistische und tiefgründige Charaktere und gefühlvolle Gefühle. oder so.
Monsters - ein Film mit unglaublich individuellem Titel.
Manchmal, wenn ich am nächsten Tag frei oder nur etwas geringfügiges zu tun habe, gehe ich Montag Abends ins Kino. Insbesonders, weil da immer die soganannte "Sneak Preview" läuft, d.h. es wird ein zufällig ausgewählter Film gezeigt, der erst Wochen später in die Kinos kommt. Diese Woche hatte ich das Glück (?) folgenden Film bewundern zu dürfen:
MONSTERS - ist ein Monsterfilm (ha ha) von Gareth Edwards, der am Fantasy Filmfest teilnahm (der Film, nicht Edwards) und aus den UK kommt, hier in Deutschland wird er wohl ab dem 9. Dezember in den Kinos laufen. Laut meinen Sitznachberinnen in der Reihe hinter mir "schafft der es ja nieee in die Kinos!" (dabei war er es doch schon?) und ein "voller Reinfall". "So ein blöder Film!" Fand ich nicht. Er war... untypisch für einen Monsterfilm. Die meisten denken bei Monsterfilmen entweder an Horror oder an Juressic Park (welchen ich zu meiner Schande noch nie gesehen habe..). Monsters traf bei mir eher eine andere Gefühlsebene - die Monster, um die es hier ging, erweckten Mitleid! Vielleicht aber auch nur, weil es sich bei den vermeindlich gefährlichen Biestern um Riesenoktopusse handelte.. und Tintenfischen kann man doch nicht böse sein?
Egal, zurück zur Geschichte des Films. Es geht um einen Fotografen namens Bernd (nein, keine Ahnung wie er.. Andrew. Natürlich, alle Amerikaner heißen so.) Andrew also (welcher sich, entschuldigung aber - ziemlich ziemlich UNtypisch für einen Fotojournalisten verhält. In den haarigsten Szenen, in denen es mich nur so gejuckt hätte die Kamera zu zücken, rauchte er entweder oder starrte gelangweilt übers Wasser.) der sich mehr oder weniger bereit erklärt die Tochter eines reichen Typens, Samantha, durch die Infizierte Zone, also Mexico (denn wo sind die Aliens gelandet? Natürlich. In Mexico und Mittelamerika!) zu begleiten. Erstaunlicherweise ist es KEINE Hetzjagd gegen die Zeit, die beiden werden nicht von skrupellosen Menschen verfolgt und die Musik im Film bleibt stets dezent und passend. Leider mögen sich die beiden natürlich auch ein bisschen, dennoch wird auch ihre Liebe für- oder gegeneinander (?) recht dezent dargestellt. Fast schon süß. Der Film versinkt jedoch nicht in Liebesschnulze, es bleibt was es ist - eine relativ neutrale Darstellung von Monstern im Dschungel von Guatemala.
Komisch fand ich die Tatsache, dass die Beiden innerhalb EINER Woche halb Amerika durchlatschten und nicht einen Moskitostich abbekamen. Seltsam mutete es an, dass es nie regnete. Verrückt war es, dass Samantha nie fettige Haare bekam. Doof war auch, dass es so wenig Szenen mit den Oktopussen gab : ( (wie ist eigentlich die Mehrzahl von Oktopus? Oktopussi? Oktopi? hm.)
Von mir bekommt der Film DREI von insgesamt FÜNF Erdbeerpunken,
er war gut aber nicht fabelhaft. Hauptminus ist die Spannung, die zwar vorhanden, aber nicht fesselnd war, der Humor der zwar in Ansätzen aber nicht überzeugend genug und die Tiefe der Charaktere, die einfach zu stereotypisch bzw. zu klassisch rüberkamen.
Axşamınız xeyir, çiyələk döyüşçülər və döyüşçülər əziz! Das war aserbaidschanisch und ein Willkommensgruß. Dies ist der Blog einer Erdbeere in der Erdumlaufbahn. Hier blogge ich über alles, was mir von den
Menschen im Gedächtnis bleibt - Bei Kontinentalschwankungen bitte ich, einen Arzt zu konsultieren. Willkommen! Dies ist der Blog von Erdbeerliebe, der sich in einer Peripherie des Kitschs befindet! Eigentlich brauche ich nur einen Platz im Internet um meine Gedanken und mein mentales Zirconium abladen (und anderen ohne Zwang aufladen) zu können. Ich mag es, sinnfreie Texte zu schreiben und bin auch manchmal SO faul, dass ich Sätze einfach nicht zu Ende Weder leide ich unter Thaasophobie noch unter Vitricophobie, denn ich besitze gar keinen.
Auch die Zemmiphobie ist mir fremd, ich finde Nacktmulle eigentlich ganz putzig! Dies ist auch ein Teil der Begriffe, die meinen Blog beschreibt (nein, nicht Nacktmulch) - ich schreibe gerne über überzuckerte Dinge, die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen, andere Welten in denen ich mich verlaufe, Rezensionen die ich an Euch loswerden will usw. Manchmal, eher selten als übermäßig oft, könnte es auch sein das es auch um MICH geht.
Ihr wollt auch einen intergalaktischen Austausch zum Mars unternehmen? Oder wissen, wie das geheime Leben einer Superheldin abläuft? Autogramme abgreifen? Dann fragt mich! Auch für andere Fragen sowie Kritik, sofern erdbeerigst, Wünschen oder Äußerungen, bin ich vorübergehend aufgeschlossen. (: