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Dienstag @ 12/08/2015
(3) Liebesbekundigungen
Von Kotzritis und Kitas

Es wird Zeit hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu hauchen - eigentlich geht es mir ja gar nicht (mehr) so schlecht (Toi toi toi, hoffentlich liest das jetzt nicht mein Norovirus mit.) Das ich von meinem vorherigen Arbeitsgeber mir nichts dir nichts entlassen wurde, habt ihr ja mitbekommen - Kündigung in der Krankschreibungszeit, knapp zwei Wochen Restzeit und Minusstunden abarbeiten und dann raus da. Man war ich froh, von diesem beschissenen Verein weg zu sein! Nichts möchte ich dabei gegen meine MitarbeiterInnen sagen, die waren wirklich alle sehr nett, lieb und teilweise viel zu engagiert - aber eine Erzieherinnenhelferin einzustellen und sie dann in die Küche zu verbannen, in der sie Fertigessen auftauen musste und eben den Küchendienst bestellen und sie DANN zu feuern, weil sie alterstechnisch mit der modernen Technik des Internets und des Bestellens nicht hinterherkam? Mir zu sagen, ich würde eine Gruppe von 3 Jährigen leiten und mir dann Kinder zu geben, die etwas über 1einhalb Jahre waren? Keinerlei Freiluft im Pausenraum zu haben, da ein großes Fenster im Zimmer direkt gegenüber der Gruppenräume 4 und 5 den Kindern eine wunderbare Sicht auf die Pausenzeit ihrer ErzieherInnen ermöglicht? Und bei Ansprache dieses Problems (meine Kleinen, die ja alle noch in der Eingewöhnungszeit waren, fingen natürlich an zu heulen wenn sie mich sahen und schwupps war die Ruhephase vorbei) wurde uns MitarbeiterInnen nur mit einem diskreten Kopfschütteln erklärt, es wäre eine Vorschrift aus den AGB Blahkeks, dass es ein Fenster gäbe. Stimmt nicht, hab' mich mal schlau gemacht. Genauer genommen gibt es gar keine genauen Vorschriften, außer, dass ab einer Zahn von Mitarbeitern eben auch einen Pausenraum zur Verfügung gestellt werden muss. Nutzung von Schlupflöchern, genau.

Ich bin mir nicht sicher, aber da es in der Kita auch Gang und Gebe war Praktikanten ohne jede Ausbildung komplett mit einer Anzahl von 7+ Kindern alleine zu lassen (unter 3 Jahren), überlege ich ernsthaft ob ich die Kita nicht vielleicht mal an die Kitaaufsicht, oder sollte es dergleichen geben, verpetze. Das ist mies, aber verantwortungslos ist es in jedem Fall die Kita weiter Eingewöhnungen einfach mit wöchentlich wechselnden Erziehern (bzw Praktikantinnen) machen zu lassen).
Was meint ihr?

Wie der Zufall es so wollte bekam ich noch vor Ablauf meines Resturlaubes eine neue Stelle - zufälligerweise in der Kita, in der auch mein Freund sein FSJ macht. Da es sich um eine sehr sehr große Kita handelt begegnen wir uns nicht sehr oft  - und mein Einstieg beginn gleich mit einem lustigen Norovirus, den ich mir von einer kleinen 2Jährigen einfing, die eines Nachmittags direkt nach dem Vespa auf den Teppich kotzte.
Daher werde ich wohl erst Donnerstag die Gruppe, die ich letztendlich leiten werde (diesmal wirklich eine Gruppe 3 Jähriger!) kennen lernen. Mann, bin ich aufgeregt! Wünscht mir bitte Glück! :3




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Montag @ 11/16/2015
(5) Liebesbekundigungen
Ich bin ja immer noch hier.

 Dinge die schieflaufen können:

Opa tot
unbegründete Kündigung in der Probezeit
Stress in der WG
Dreck in der WG
Motivationsleere

Ich hab' keine Lust mehr. Mag jemand mein Leben übernehmen? "Tja das ist blöd gelaufen", sagt die Heuchlerin und lächelt mich entschuldigend an. "Ich hätte mir ja auch gewünscht, dass wir vorher mit dir reden könnten, aber um die Kündigungsfrist noch einhalten zu können haben wir dir die Kündigung gleich geschickt [PER BOTEN! schien ihr wohl eilig zu sein.] Da hatte ich aber auch Bauchweh." Sie lächelt eisern. Ich merke an, dass ein Gespräch ja wohl mehr als fair gewesen wäre - in Anbetracht der Tatsache, dass sie mir am letzten Arbeitstag vor der Kündigung noch versichert hätte wie sehr sie meine Arbeit schätzen (ich entschied mich statt eines winzigen Eingewöhnungsbrief ein kleines Tagebuch für jedes Kind zu führen) und mein Engagement würdigen würde. Haha.
Anscheinend leistet sich meine Kita lieber zwei Kündigungen (unsere Küchenhilfe, die sich als Erzieherinnenhelferin beworben hatte und stattdessen als Küchenhilfe eingestellt worden war, hat auch ne Kündigung bekommen - sie würde schlecht kochen und mit dem Bestellen der Lebensmittel nicht hinterherkommen. Na danke.) und stellt stattdessen drei (!) weitere Praktikanten an die sie ausbeuten können.
Mag mich jemand aufmuntern? Lustige Sprüche sind gerne gesehen.

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@ 10/19/2015
(3) Liebesbekundigungen
Eingewöhnungshorror für kleine und große Monster.

Stellt Euch vor, ihr wärt ein kleiner Pups von zwei Jahren und kennt bisher nur eure Mama und euren Papa.. Deine Welt ist klein. Klein, aber fein würdest du sagen. Du hast ein schönes kleines Reich - das zufälligerweise auch noch von zwei Wesen namens Eltern bewohnt wird, die sich sehr aufopferungsvoll um Dich kümmern. Du bekommst zu Essen, hast ein gemütliches Bett, kannst viel viel spieeelen und dir wird sogar am Tisch erlaubt aufzustehen, wann du willst. Oh, und einen Schnuller hast du auch. Den liebst du sehr!
Irgendwann, eines schönen Tages, machen deine Eltern einen Ausflug mit dir. Sie bringen dich in einen fremden neuen Raum mit vielen kahlen Wänden und neu riechendem Spielzeug - aber wohaaa, WAS für Spielzeug! Eine ganze Spielküche nur aus Holz und mit Plüschdingern! Drei bunte Laufrädchen, irgendwas worin man sich lustig verstecken kann, viele viele Buntstifte und jede Menge anderer Kleinkram der noch nie von anderen angefasst wurde, so sieht es zu mindestens für Dich momentan aus. Als du gerade dabei bist in Anwesenheit deiner Eltern deine Umgebung zu erkunden kommt eine fremde Person herein und setzt sich zu Euch. Du beachtest sie kaum, denn du hast ja mit dem Spielzeug zu tun. 
Nach und nach füllt sich der Raum mit weiteren Leuten, von denen besonders die anderen Kleinen aufdringlich sind: Ständig wollen sie dir dein Eigentum streitig machen, und sind dabei auch noch ziemlich dreist. Ist doch klar, dass das hier alles deins ist! Du warst hier zuerst! 
Irgendwann geht der Tag zu Ende und du gehst wieder nach Hause. Der Ausflug war anstrengend, aber irgendwie auch schön. 

Am nächsten Tag bist du wieder, diesmal nur mit Mama, in dem neuen Raum. Diesmal scheint ihr länger da zubleiben, denn Mama (zusammen mit dieser anderen Frau) macht sich sogar die Mühe Murmelbahn mit dir zu spielen! Als ihr  die Bausteine gerade erfolgreich ein drittes Mal vor dem Fuß eines ständig ankommenden kleinen zweiten Monsters verteidigt, verabschiedet sich deine Mutter von dir. "Ich komme gleich wieder. Bin nur kurz auf der Toilette." Das du davon nur die winkende Handbewegung verstehst und keine Ahnung hast, wie lange "gleich" nun bei ihr ist, scheint ihr egal zu sein. Sie geht. Du fängst an zu heulen. Die fremde Frau von Gestern versucht dich zu trösten, doch das willst du nicht. Nein, Mama, der Schmerz ist schlimm in dir, wo ist sie hin? Sie würde dich doch nie alleine lassen! Nach wenigen Minuten die dir wie Stunden vorkommen taucht sie schließlich wieder auf. 
Das ganze wiederholt sich nun Tag für Tag - und jedesmal braucht Mama länger um zu dir zurückzukommen. Inzwischen lässt du dich etwas von der fremden Frau, ihr Name soll irgendwas mit "Oni" sein, trösten, aber es ist nicht das gleiche wie von Mama. Mehr oder weniger lethargisch hängst du in ihren Armen und lässt dich zärtlich hin und her wiegen, stumme Tränen rollen dir hin und wieder über das Gesicht und du wimmerst ein bisschen. Mama ist nun schon Stunden weg, wieder hat sie nur gesagt "Ich komme gleich wieder. Bin nur kurz auf der Toilette.". Die Frau spricht zumal noch in deutsch mit dir, du verstehst nur die Hälfte ihrer Worte, alles was du ihr entgegnen kannst ist "Guckn gehn.", müde deutest du zur Tür. "Nein nein, Mama kommt wirklich gleich wieder. Wenn sie kommt, klingelt es an der Tür!" Was genau sie mit klingeln und Tür meint, geht dir nicht auf, die Tür ist doch dort, wenn Mama kommen würde, wäre sie doch da, wieso müsste sie irgendwo läuten? Und von "gleich" kann inzwischen keine Rede mehr sein. 

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Okey, der Text ist etwas dramatisch. Aber irgendwie hatte ich gerade den inneren Drang zumindest versuchsweise darzustellen, was und wie sich eines meiner zweijährigen Kinder meiner Kita Gruppe innerhalb der Eingewöhnung fühlen kann. 
Man muss sich das mal vorstellen - sein ganzes Leben lang kennt es nur Mama und Papa (vielleicht noch Oma und Opa) und dann soll es innerhalb von höchstens zwei Wochen einen Großteil seines bisher kleinen Lebens in einem Raum mit anderen 14 Kindern und höchstens 2 Erziehern verbringen, von denen es niemanden kennt? 
Klar, werden einige pädagogisch gewiefte jetzt sagen - so ne Eingewöhnung ist doch eigentlich für 4-6 Wochen angedacht. Ja. Eigentlich. Aber nicht wenn einem die eigene Chefin in den Hacken steht, die die Eltern der Kleinen gerne schon nach einer Woche aus dem Raum haben will. Eigentlich braucht man für sowas Zeit. Eigentlich will ich jedem Kind die individuelle Zeit einräumen, die es zur Entwicklung seiner Unabhängigkeit braucht - aber Kommentare wie "manchmal einfach durch schreien lassen" (dass ich, wenn ein Kind damit anfangen würde, die Eingewöhnungen der anderen 6 Kinder erst mal pausieren könnte, weil sich die Kids natürlich alle gegenseitig mit Plärren anstecken, sei mal dahingestellt) oder "da müssen die durch, das Leben is kein Zuckerschlecken" helfen mir wenig. Wo ist die Pädagogik hin, die ich bisher studiert habe? Was ist denn mit der persönlichen und individuellen Entwicklung, die die Kita in ihrem Konzept so huldigt? Wieso wurde die Kita nicht so eröffnet, dass jedem Kind mehr Zeit eingeräumt wird? (Durch die Neugründung kommt es nämlich auch, dass so viele Kinder gleichzeitig eingewöhnt werden.)

Dass ich über solche Probleme so problemlos lamentieren kann liegt übrigens daran, dass ich krank bin. Alleine mit einer Gruppe von insgesamt 7 Kindern (Personalschlüssel für den Unter 3 Bereich ist 5 zu 1, aber who cares, gebt der Erdbeer doch noch die 10 Stunden Kraft, die ist dann ganze 2 Stunden pro Tag für sie da und studiert doch auch. Dass meine Kollegin noch gar keine Praxiserfahrung hat und von Eingewöhnung so viel versteht wie vom Créme Brûlet backen, ist egal.) müsste ich zwar nach dem Wochenende die Eingewöhnung weiter fortführen, aber die vielen Schnupfnasen und Tränen haben mich dann doch mal in die Knie gezwungen. Halsweh und der ganze Shit entladen sich nun auf mir. 
Ich habe große Schuldgefühle, dass ich die Eingewöhnung der Kleinen damit weiter verzögere und ärgere mich gleichzeitig über die schlechte Planung der Kita die nicht mit bedacht hat, dass die Kinder sich in der Eingewöhnung ja auch an MICH gewöhnen und es schwer wird, mich mit einer fremden Person zu ersetzen. Aber Fieber ist Fieber und bettlägerig nütze ich niemanden in der Kita.

Meh. Alles kacke. 

Tut mir Leid für den langen weinerlichen Post, aber das musste mal raus. Ich mag meine Gruppe inzwischen schon ziemlich und habe sogar Erfolge zu verzeichnen gehabt - und hoffe nun um so mehr sehr, dass die Verzögerung von ein paar Tagen (wie lange, erfahre ich hoffentlich nachher beim Arzt) mich nicht zu sehr in der Eingewöhnung zurückwirft.
Andererseits: Scheiß doch drauf, was die Leitung sagt - dann brauchen die Kinder halt länger als vorgesehen. Hauptsache, es geht ihnen später mal in der Gruppe gut! Und wenn ich dafür mit 6 Eltern gleichzeitig im Raum sitzen muss, dann ist es halt so. Ist mir lieber, als wenn sich in mir moralisch alles dagegen sträubt die Kinder vorzeitig und zu früh von den Eltern abzunabeln. Ich gehe lieber nach meinem pädagogischen Gefühl statt nach strikten Planungsvorgaben die organisatorisch, prinzipiell, bürokratisch und finanziell besser für die Kita wären. 

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Donnerstag @ 10/08/2015
(3) Liebesbekundigungen
Verantwortungstakt(los).

Ich bin ratlosmüde. Nach der Arbeit werfe ich mich aufs Bett und starre an die Decke. Die Arbeit macht mir zwar mit jedem Tag mehr Spaß und mein Team ist (toi toi toi) super. Dennoch fühle ich mich schrecklich hilflos. Wie ein Hamster in einem Rad, das sich von alleine dreht. Je mehr ich versuche meinen eigenen roten Faden zu finden desto langsamer komme ich von der Stelle.

In meiner neuen Kita habe ich meine erste eigene Gruppe bekommen: Lauter 2 jährige Kinder. Die anfallenden Elterngespräche und die Thematik der Eingewöhnung war im Studium ziemlich spannend - die Aussicht auf Elternarbeit ließ mich kalt. Aber jetzt fühle ich mich als würde ich sämtliche Kinder auf meinen Schultern tragen. So viel Verantwortung! Einen Gruppenkollegen bekomme ich erst im November. Das ist wohl normal so. Aber trotzdem fühle ich mich überfordert.

Gleichzeitig erfüllt mich die Aussicht auf die Arbeit mit den Kindern jeden Tag aufs neue mit Freude. Was will ich mehr? Das Vertrauen, dass ich mir stückchenweise erarbeite, erfüllt mich mit Stolz. Das hier ist meine Gruppe - die Kaulquappen. Ich schaff das. Das sind meine Kinder, sie sind süße, funkelnde und einzigartige Wesen.
Heute habe ich zum ersten Mal ein kleines Geschöpft während der ersten großen Trennung getröstet . Trotzdem habe ich das schreckliche Unbehagen etwas falsch gemacht zu haben. Was, wenn sie mich jetzt hasst, weil ich sie von ihrem Vater getrennt habe? Was, wenn sie mich in Gedanken dafür verantwortlich macht, dass es so lange dauerte, bis ihr Papa wiederkam? Die Eingewöhnung(en) die ich durchführen muss sind viel zu schnell - wir haben laut Chefin nicht die Zeit, alle Kinder 4 Wochen einzugewöhnen. So viele Eltern passen gar nicht in den Gruppenraum. Zeit ist Geld. Die Kita macht sonst Miese. Also überspringe ich (meiner Meinung nach) wichtige Ruhephasen innerhalb der Eingewöhnung und reduziere alles auf einen kurzen Plan. Trotzdem möchte ich die Kleinen vor Trennungsverlusten und Misserfolgen, die ich ihnen auflade, schützen - schließlich sind sie hier die Protagonisten! Ich habe bereits jetzt schon Fehler in der Eingewöhnung gemacht, schade ich ihnen damit nun unwiderruflich?

Morgen habe ich endlich mal Unterstützung für den Morgenkreis mit den Kleinen (ich schäme und winde mich schrecklich beim singen. Und Erzählrunden sind mit Zweijährigen schwer möglich. Hilfe! Bisher habe ich nur Erfahrung mit den Jahren 4+.). Leider auch nur morgen.

Es ist ein ständiges Auf und Ab. Es macht glücklich, aber auch kaputt. Ich weiß nicht, ob ich zu viele Fehler mache und ständig zu aufgeregt bin. Ich ärgere mich etwas, keine erfahrene Person an meiner Seite zu haben. So viel Verantwortung zu tragen.

PS. apropos #neuesvomZahnarzt: Zahnärztin Nummer 4 ist genauso ratlos. In 2 Wochen soll ich nochmal Bekanntschaft mit ihrem neuen Röntgengerät machen. Das alte tut's wohl nicht so. Ansonsten Schmerzen beim Kauen runterschlucken und hoffen, dass es besser wird.

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Mittwoch @ 9/23/2015
(4) Liebesbekundigungen
Erste Hilfe Desaster.

Es begab sich aber zu der Zeit, in der unsere liebe Sailor Strawberry einen Erste Hilfe Kurs absolvieren musste. Um einen Zettel zu bekommen, der sie dazu auswies, anderen Menschen einen Fingerverband anlegen zu können. Um in einer Kita arbeiten zu können. Um irgendwem irgendwas zu beweisen. Um der Bürokratie willen. Glory to arstotzka.
(Hier bitte Klatschen vom Band einfügen.)

Irgendwie fühlte ich mich in die Unizeit zurückversetzt als ich in dem kargen Raum mit 15 wildfremden Menschen saß, die alle nur die Tatsache verband einen dummen Schein zu brauchen. Die Räumlichkeiten rochen quasi noch nach Farbe, so frisch waren sie und glänzten durch ihre Kargheit, wie um damit anzugeben, dass sie wirklich nur für Erste Hilfe Kurse gebaut worden waren. Leider waren sie wohl nicht besonders gut gebaut worden, da der Kursleiter 45 Minuten später anfangen musste - erst fehlte Kabel xy, dann funktionierte der Beamer nicht. Dann brauchte er neue Weißtafelstifte (oder sollte ich Whiteboardmarker sagen?), dann musste er telefonieren. Danach trank er einen Kaffee (vielleicht für die Nerven?), stellte sich vor, merkte dass der Beamer immer noch nicht funktionierte und telefonierte erneut. 
Irgendwann fing' er dann wirklich an.
Der Kurs war ... naja, teilweise interessant. Teilweise öde. Wie das halt so ist. Auch wenn ich es schaffte ständig mit mündlicher Abwesenheit und hin- und wider mit geistiger Desorientierung zu glänzen (und nein, stechende Blicke vom 'Lehrer' hindern mich nicht daran zu denken, wie gerne ich in diesem Moment einen Orangensaft hätte) so waren die theoretischen Exkurse doch ganz nett.
Theoretisch.
Wäre da nicht der praktische Teil gewesen.. Es ist eben so: manche Dinge verstehe ich besser, wenn ich sie mache. Brettspiele zum Beispiel. Ich hasse Leute die vor mir sitzen und labern, während ich am besten lerne wenn wir mit dem Spiel einfach STARTEN. Nein, die Spielanleitung runterzukauen ist natürlich wichtiger. In der Uni/Schule ist das etwas anderes. Da reicht mir die Theorie vollkommen. Meistens. Ausnahmen bestätigen die Erdbeere.
Sagte ich Übungen? Alle waren peinlich und doof. "Ich bestehe ja darauf, dass hier alle alles freiwillig machen. Wer meldet sich als Erster? Gut. Gehen wir einfach die Reihe rum."
Seitenlage (das "stabile" haben sie wohl inzwischen weggekürzt. Gut. Solange es bald nicht nur noch recovery position heißt, damit einen auch internationale Menschen verstehen), Abschleppgriff (ja, es hieß anders.. aber das habe ich vergessen. Der O-Saftgedanke war stark in mir), Herz-Lungen-Massage und.. Leute in Glitzerfolie einwickeln. "Oh, das brauchen wir nicht üben. Das ist einfach. Das kann jeder." Erinnert Euch an seine Worte, Leute.

Ich tat es nämlich. Spätestens eine halbe Stunde später, als sich der unglaublich nach Harry Potter aussehende Herr Kursleiter einfallen lies die Wiederholung ("freiwillig", natürlich) so zu gestalten, dass jeder Teilnehmer eine Übung vormachte, wärend er/sie/es gleichzeitig von allen anderen kritisiert und verbessert wurde. Jeder eine andere. Keine Übung doppelt. "Wer zuerst kommt, malt zuerst."


Ich verrate Euch mal ein Geheimnis: Ich bin eine Schnecke. Zumindestens wenn es um deren Schnelligkeit gibt. Während ich noch darüber nachdachte, welche Übung ich denn vormachen könnte hatten zwei der Kandidaten schon die einfachsten Dinge vorgeführt. Und "nein, Verbände anlegen üben wir nicht. Das ist.." er zögerte und brach den Satz einfach ab ohne weiter etwas dazu zu sagen.
Es begab sich also zu der Zeit, in der eine hochrote Erdbeere in den Tischkreis ging und mit einer viel zu großen goldsilbernen Wärmefolie rumglitzerte. Ja, diese Decke ist hübsch! Aber unhandlich!

Und ich entdeckte das Monster in ihr. Es verschlang mich fast so schnell wie ich mich schämte. Mein erster Fehler bestand darin, dass mein Partner mich falsch verstand und sich selber hinlegte damit ich die Decke um ihn wickeln konnte - richtig, als Hilfspartner machte man eine Übung mit und musste sie dann selber NICHT noch mal demonstrieren. Arggh... 
Herr HarryPotter fing, nachdem alle ein paar Schweigeminuten lang mitangesehen hatten dass ich alles falsch machte was falsch zu machen war (Decke quer statt schräg damit sie länger ist, Wärme-Kälte Seiten verwechselt, unsicheres Gestottere, den Mann vor mir fünf Mal in falsche Seitenlagen gebracht und ihn erfolglos versucht auf die Decke zu bekommen ohne ihn einfach zu rollen wie ein Makisushi, die Decke einfach auf ihn rüber geworfen und gehofft, dass es keiner bemerkt) an mir dumme Fragen zu stellen: 
"Wissen Sie denn eigentlich welches die Seite ist, die wärmt?". Ich sah ihn an und überlegte, ob die ganze Decke ausreichen würde um ihn erst zu schockfrosten, dann zu Hitzeschlagen um ihn anschließend mit dem Beamerkabel zu erwürgen. Oh warte, das wurde ja noch vermisst.
Letztendlich begnadigte sich das Glitzerfolienmonster und verschlang mich einfach.

(Und wenn sie nicht gestorben ist, dann beglückwunscht sie sich immer noch selbst zu dem hässlichen kleinen Erstehilfeschein, der hier irgendwo im Chaos neben ihr auf dem Schreibtisch liegt nachdem Herr Kursleiter ihren Namen ZWEI MAL falschgeschrieben hatte. Und mein Name hat nur 12 Buchstaben.)

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Dienstag @ 8/18/2015
(9) Liebesbekundigungen
Train triste.

An manchen Heute Tagen (und morgen wahrscheinlich auch) fühle ich mich so schrecklich nutzlos grau.


Meistens warte ich einfach nur. Auf Antworten, Piepslaute aus meinem elektronischen Begleiter.
Wieso wurde mir 7 Semester lang eingeredet "als Kindheitspädagogin werden sie zu den meistgesuchtesten Menschen des Landes gehören"? Davon merke ich herzlich wenig. Heute hatte ich eine weitere Absage im Postfach. Ich rede mir ja gerne ein, ich wär' einfach überqualifiziert, aber mein Gewissen flüstert mir da was andres ins Ohr.

Donnerstag habe ich zwei Vorstellungsgespräche und ein Konzert. Am Freitag treffe ich zwei Menschen, denen ich dann vorgaukeln muss, mir würde es gut gehen (nein, nicht meine Eltern. Mitabiturienten. Nette Menschen, aber sie haben mit meinem Leben so wenig zu tun wie Veganer mit Mettbrötchen. Und um mein Selbstbewusstsein nicht auch noch in Dosen abfüllen zu müssen, setze ich lieber ein falsches Lächeln auf und quäle mich. Schreckliche perfekte Menschen. Schrecklich perfider Weltschmerz ) und gehe teuer Essen. Von welchem Geld? Ich wünschte, ich könnte mein Selbstmitleid verkaufen. Gibt sogar ne Flatrate, auch ganz garantiert mit Abofalle.

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Sonntag @ 5/10/2015
(4) Liebesbekundigungen
#Vergesslichkeiten.

Ich weiß nicht warum, aber ich schaffe es immer wieder Passwort zu verlegen. Beziehungsweise.. vergessen wäre wohl das richtige Wort. Letztendlich schreibe ich sie mir ja nicht auf. Könnte ja einer sie finden und lesen. Andererseits ist genau DAS wiederum wohl auch der Fehler. "Oh ja. Das kenne ich (nicht)! Leg dir einfach eine Datei an, in der du dir eine Passwortliste erstellst!" Guter Hinweis, Bro. Hab ich sogar schon! Allerdings.. habe ich die Datei dann nicht wiedergefunden. Also erstelle ich mir eine Datei mit dem Hinweis, wo die andere Datei zu finden ist - und lösche sie irgendwann, vergesse es und finde sie nach dem Leeren des Papierkorbs nie wieder. 
Es ist ein unendlicher Kreislauf des Pechs.
Letztendlich bin ich also große Freundin des 'Passwort vergessen?'-Links. Und HASSE es, wenn mich die Webseite fragt, ob ich nicht nur meinen Benutzernamen angeben kann, dann würde man mir schon (in den nächsten 24 Stunden, wer weiß ob ich bis dahin noch weiß, was ich tun wollte! Sowas weiß man ja nie. Weißte?) mein neues Passwort/Bestätigungslink/ blah zuschicken. Hah. Woher soll ich denn wissen, 
a) was genau mein Benutzername war oder, falls ich mich daran erinnere (zB weil er mit der Browserchronik noch eingespeichert wurde :D) 
b) was genau meine Emailadresse war? Ich habe ja nur knapp neun Stück! (Kein Scheiß, ist echt so. Wirklich nutzen tu ich nur zwei, halbwegs nutzen drei weitere und den Rest habe ich mir mal aufgrund irgendwelcher Notlagen erstellt und... ob ihr's glaubt oder nicht - vergessen.)
Hach. 




Damit dieser Post nicht nur Gerante enthält, füttere ich meinen Blog noch mit ein paar Zeichnungen.
Alles Charaktere aus Foren/PnP-RPGs! /o/

Ja, ich weiß, ich muss noch etwas üben. Aber kommt Zeit, kommt Vergesslichkeit!


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Dienstag @ 4/21/2015
(2) Liebesbekundigungen
Nachts nießen nicht notwendig Nilpferde

Pünktlichkeit. Wie wichtig ist Euch rechtzeitiges Erscheinen? Damit meine ich nicht das 'fast zu spät zum Unterricht kommen' in der Schule oder in einem Seminar, sondern vielmehr zu privaten Verabredungen. Werdet ihr leicht pissig, wenn euch jemand zum zweiten Mal noch am selben Tag (anstatt vielleicht in derselben Woche) absagt?
Ich schon. Leider bin ich kein gutes Beispiel dafür, wie man es richtig macht. Heute habe ich schon wieder meine Shadowrun Runde abgesagt, obwohl wir bisher erst wenige (das klingt wichtiger, als wenn ich sage, dass wir bisher erst einen Spieltermin hatten) gemeinsame Runden hatten. Aber der Weg, der Weeeeg! *dramatisches an den Kopf fassen hier vorstellen*

Ich muss aus meinem tiefsten Wedding heraus nach Spandau, Sp-An-D-Au! Das liegt ungefähr so weit weg wie die Ost- von der Nordsee! Oder das gute Wetter vom Schlechten! Falls ihr versteht was ich meine.
Dummerweise habe ich nämlich Montagabend eine andere Spielrunde (auch in Spandau), aber zwei Tage, hintereinander? Dummerweise musste ich nämlich gestern Abend eine Erfahrung machen, die ich lieber vermieden hätte: Meine U-Bahn fuhr nicht mehr! Kein Ding, gibt ja nen Nachtbus*. Aber nicht im Wedding! Da fuhr der irgendwie auch nicht. Kam einfach nicht. Also lief ich los, mit einem Schlüsselbund in der rechten Hand (zur Verteidigung, hat mir eine Freundin geraten die hier schon länger wohnt und schon öfter mies angemacht wurde) und meinem Handy in der Linken (falls ich spontan telefonieren muss, dummerweise war mein Akku schon geraume Zeit auf Ohnmachtsmodus, als würde es eher ein 'letztes Lebenssignal', bevor die junge Frau das letzte Mal Ecke Xy-Straße Dingensstraße gesehen wurde, Hinweise bitte an die leitende Notdiensstelle).
Wirklich geschehen ist mir nichts, aber so echt geheuer war mir das nicht. Wäre ich eine halbe Stunde früher dagewesen, wär' die U-Bahn noch gefahren. Soviel also zur Pünktlichkeit. Thema aufgreifen. Den Leser wissen lassen, dass ich nicht rumschwafle. Weiter im Text: Nie wieder so spät durch Berlin! Das ich an einigen Stellen, an denen ich gestern vorbei musste, wirklich schon gesehen habe, wie Leute zusammengeschlagen wurden, oder dass ich sage und schreibe VIER Streifenwagen in der Gegend rumfahren sah, half mir irgendwie nicht weiter.

Jedenfalls habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen (die Runde heute ausfallen zu lassen, ich habe Bauch- und Rückenweh und fühle mich spontan 30 Jahre älter), schlecht geschlafen und suche vergebens meinen Lebenslauf, falscher Computer, so ein Mist. Der älteste den ich finde ist up to date mit meinem Abitur. Wie süß.
Ich hoffe einfach, spontanes Absagen ist nicht ganz so schlimm wie -
mir fällt kein geeignetes Beispiel ein. Euch vielleicht? 

Ps. Fans von Fragen: Warum bloggt sie nicht öfter? Die blöde Kuh!
Antwort: Weil ich momentan nur einen (nicht eigenen) Computer und mein kleines schnuckliges ALTES Netbook habe, irgendwie viel Stress (über den es sich aber zu schreiben lohnt, siehe oben) und irgendwie auch nicht. Meh.

*muss hier noch irgendwer an den Nachtbus des Grauens von Marc Uwe Kling denken? Hehe.

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Sonntag @ 2/10/2013
(15) Liebesbekundigungen
Knoblauchzierende BLOGMAßNAHME - Leser gesucht!

9. Januar 2013

Es gibt da jemanden, den ich Euch gerne vorstellen würde. 
Er ist klein, hat schwarzes Fell und grüne Augen. Weiße Pfötchen und eine freche Stimme. 
Er gewann mein Herz auch durch die Glasscheibe die uns trennte hindurch. 
 


Sein Name ist Minou. Ich habe mich erst getraut, dies zu posten, nachdem ich ein beruhigendes Telefonat mit dem Tierheim gehabt habe. Das Foto ist schlecht. Aber es ist ja auch nur provisorisch, bis ich ihn wiedersehe.

Ich habe bisher keinerlei Katzenerfahrungen, abgesehen von denen, die ich  bei Freunden oder auf dem Lande sammeln konnte. Aber geliebt habe ich die Biester immer schon. Seitdem ich in meiner neuen Wohnung, einer WG, wohne, und einer unserer Mitbewohnerfreunde einen Begleiter für seinen Trottelkater suchte, wird sich dies hoffentlich ändern. 

10. Februar 2013
 
Irgendwie lief alles anders als geplant. Minou wurde nach dem Wochenende, in dem wir ihn besucht hatten, krank, und wurde vom Tierheim in die Krankenstation verlegt. Katzenschnupfen. Mit allem drum und dran. Seit Vorgestern wohnt er nun endlich bei uns - und trotzdem ist irgendwie alles verkehrt: Anstatt das Skadi, der trottligsüße Kater unseres Mitbewohners, sein Revier, unsere Wohnung, verteidigte, wollte dieser nur spielen. Und Minou zischte, fauchte, hatte Angst, was das Zeug hielt. Es dauerte nicht lange (bis heute, vielleicht) bis wir merkten, dass unser neuer Mitbewohner ein kleiner Schisser ist. Ich kenne mich mit Katzeneingewöhnung nicht wirklich aus, ganz im Gegensatz zur Eingewöhnung mit Kindern (irgendwie ist mit Kindern alles einfacher), aber ich hoffe doch stark, dass die beiden sich noch anfangen zu mögen. Das Minou seine Angst ablegt und merkt, dass Skadi viel zu lieb ist um böse zu sein. Und taub noch dazu!
Ansonsten ist Minou schrecklich lieb und verschmust, beißt ordentlich zu und nervt mich wenn ich schlafen will. Er mag es mit seinen Pfoten gaaaanz langsam auf mein Gesicht zuzukommen nur um im letzten Moment doch noch die Krallen aufzufahren. Pü!
Leider habe ich von Minou keine weiteren Bilder bisher (Steven schon, aber der hat es geschafft im Hintergrund unsere schmutzige Wäsche mit einzubauen, also veröffentliche ich die hier NICHT.) - nur von Skadi noch. Schlafend:


Irgendwie habe ich keine Lust mehr auf eine Blogpause. Das ich aber in letzter Zeit wenig im Internet bin, macht das ganze nicht einfacher. Ich backe viel! Und fotografiere leider viel zu wenig. Das ärgert mich echt! Ein Blog ohne eigene Fotos (und Rezepte ohne Bilder) ist irgendwie halb so spannend. Klar, es kommt auf die Texte an.. aber fotografieren war mal eine meiner Leidenschaften! Wie kann sowas einfach PLOPP machen und weg sein? Andererseits überlege ich schon seit längerem wie ich meinen Blog einfach mal etwas mehr Persönlichkeit verhauchen kann - denn das ich nur noch Rezepte und Reviews irgendwelcher von mir geschauten/gelesenen Filme/Bücher poste, geht so nicht weiter. So ein Blog muss doch auch (für mich) Wiederlesungswert haben - was bleibt mir denn bitte da? Möchte ich in drei Jahren noch lesen, wie mir der Film X gefallen hat? Irgendwie weniger.
Meine Lösung: Einfach mehr über mich schreiben! Dinge, die mir durch den Kopf gehen, Tagebuchquatsch eben. Keine all zu großen privaten Dinge vielleicht, für die muss ich mir vielleicht eine Passwortlösung (gibts sowas hier überhaupt?) überlegen, aber besser als vor sich hinzuöden. 
Was meint Ihr dazu? Meine Leser? Gibt es die überhaupt? Meldet Euch! Jeder noch so stille Leser bitte ein BIIEP! Ich brauch das jetzt, als Motivation! Bald fängt meine Uni wieder an, da brauche ich Euch umso mehr! Bitte! (:

Bilder, Bilder, ich brauch wirklich mehr Bilder!
Zwei Dinge die mir & meinem Blog vielleicht helfen könnten:


KNOBLAUCH. Allerheilzweckmittel. Immer gut. Gesund und scharf.

Und ne' 


Ich sag ja, die Qualität meiner Bilder nimmt quantentechnisch zum Mittelpunkt hinweg ab.

Da ich Lust auf abschreckende Textblocks habe, werde ich diesen Eintrag auch nicht mit "hier weiterlesen" kürzen. Basta. Jetzt würde ich gerne Eure Meinung zu meiner Meinung hören. Und sehen, wen das hier überhaupt noch interessiert: Achtung, wenn ich feststelle, dass in geraumer Zeit NIEMAND sich hierrauf meldet, nehme ich meine Hellokitty Taschentücher (für 1,50 von PocoDomÄNE dem SuperbauMARKT schnüff) und lasse sich diesen Blog in 5 Tagen selbst zerstören. T_T Also: meldet EUCH!

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Montag @ 1/23/2012
(12) Liebesbekundigungen
N・H・Kにようこそ! - Welcome to the NHK.

Hin- und wieder bekommt man etwas empfohlen. Die meisten Empfehlungen sind Müll, stellt man frustriert fest - handle es sich nun um ein Haarshampoo oder eine Hundezahnbürste. Diesmal jedoch wurde mir von einem guten Freund etwas wirklich überzeugend gutes empfohlen, und zwar eine Animeserie:
Über ein gutes Anime eine Review zu schreiben, fällt mir immer besonders schwer - es gibt einfach zu wenig zu meckern. Trotzdem will ich es tun, schon alleine um anderen Menschen folgenden Anime näher zu bringen. Denn das dieser hier eine Rariatät darstellt, kann nicht nur sein, sondern stimmt sogar. 


In dem Anime Welcome to the N.H.K. (N・H・Kにようこそ!) geht es um den Ex-Studenten Tatsuhiro Satō der vor einigen Jahren von der Uni geflogen ist und nun sein Leben als Hikikomori fristet - ein was? Fragt ihr Euch jetzt vielleicht.. Hikikomoris, unter der Bezeichnung findet man Menschen, die ihr Leben lieber in ihrer Wohnung verbringen, den Kontakt zur Außenwelt meiden und mehr oder weniger eine gewisse soziale Phobie besitzen. 
Satou jedenfalls, um den es im Welcome to the N.H.K. geht, entwickelt nach einer Weile eine Verschwörungstheorie, wieso er zum Hikikomori geworden ist - und wieso es ihm so schlecht geht. Wie der Zufall so will wird er eines Tages Opfer eines Sekten-Hausbesuchs (einer Art Zeugen Jehovas) bei der er das Mädchen Misaki Nakahara trifft, die ihm später darauf erklärt dass sie ihn von seinem Schicksal (als Hikikomori) erlösen wolle. Dazu soll er nur einen speziellen Vertrag unterschreiben... Satou ist skeptisch, und erzählt ihr lieber dass er ein Computerspielentwickler wäre - und hier kommt sein  Nachbar (und alter Schulfreund) Kaoru Yamazaki ins Spiel, der überraschenderweise genau das studiert - die beiden planen also spontan ein Galge, ein Erotikspiel zu programmieren - um Misaki davon zu überzeugen, dass Satou die Wahrheit erzählt.
Randinformationen:
Genre - Drama, Comedy, Romantik
Originaltitel - NHK ni Yōkoso! - N・H・Kにようこそ!
Manga:
Autor - Tatsuhiko Takimoto
Zeichner - Kendi Oiwa
Anime: 
Studio - Gonzo
Regie - Yūsuke Yamamoto
2006 - 24 Episoden
jap. Erstaustrahlung: 10. Juli 2006 auf Chiba TV

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@ 1/16/2012
(14) Liebesbekundigungen
Unnützlichkeiten für die Kleinsten unter uns.

Was gibt es unnützeres als Werbung? Über Werbung auch noch bloggen, natürlich! Und genau das habe ich vor. Dabei habe ich natürlich an eine Staffelung der unnützen Produkte (Kinderspielzeug, wohlbemerkt - was gibt es besseres?) gedacht! Platz 1. geht dabei an..

Synthetische Gelwasserkügelchen. Zum quetschen, teilweise auch zum dekorieren der Wohnung (ja, diese Dinger gibts nämlich auch bei Nanu Nana - die Mutti wird sich freuen) und zum... ähm.. die Japaner denken da eher ans Kreativsein:

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Mittwoch @ 10/26/2011
(11) Liebesbekundigungen
Uhrwerkskinder und blutige Taschentücher.

Mein Körper schreit. Ich kann nicht mehr. Am liebsten würde ich alles beenden, hier, jetzt. Auf der Stelle. Ich fühle mich als hätte ich einen 10 km Lauf hinter mir. Mein Atem geht schnell, und doch wage ich kaum Luft einzuatmen. 
Es ist schwer, meinen momentanen Zustand in Worte zu fassen. Doch ich möchte es.. irgendwie. Es ist besser als den Schmerz in sich hineinzufressen. Hilferufe werden missverstanden, dabei möchte ich doch nur so gerne jemanden zum sprechen haben..
Mein Leben kommt mir vor wie ein Puzzle, dass aus tausend anderen zusammenschüttet wurde. Nichts passt (mehr) zusammen. Ich arbeite mit Kindern, die nur dazu geboren worden sind zu funktionieren, wie kleine Uhrwerke. "Er war früher richtig umgänglich, hat sich alles gefallen lassen, von den anderen Kindern.", sagt eine Kollegin zu mir. "Jetzt ist er anders. Er sagt, was er will. Weiß genau bescheid und setzt das auch durch." Ich habe den Jungen als ziemlich ungehobelt, frech in Erinnerung, er will immer alles für sich.
Ist es das, was wir werden sollen? Kleine Maschinen? Taff, selbstbewusst und für das Leben gewappnet. Ellbogen benutzend aber ordentlich und niemals vor den Augen der Erwachsenen frech. Dafür hinter dem Rücken lästernd. Autoritätsbewusst doch hinterhältig. Mit 4 fangen die Kinder in meiner Arbeitsstelle schon an Englisch zu lernen, um 10 Uhr morgens. Danach 3 km zum Spielplatz laufend, auf dem man 10 Minuten bleibt. Dann 6 Kilometer zur Bushaltestelle, dann gibt es Essen, den Kindern ist es zu gesund. Dann müssen sie raus in den Regen, spielen. Dann wieder rein, sie könnten ja nass werden. Die Farbstifte müssen sortiert sein, damit man damit malen kann. Setz dich nicht an diesen Tisch, hier wird ein Apfel geschnitten. Sitz ordentlich. Danach kommt die Mutti, die die Kinder zur Abendschule abholt.
Beim freien Rollenspiel wird eine Augenbraue hochgezogen, wenn die 5-jährigen Jungs mit Kuscheltieren spielen. "Wieso hast du dir denn den (Plüsch)-Tiger mitgenommen?", wird ein Kleiner gefragt. "Du bist doch schon groß. Das brauchst du doch nicht."
Regeln machen das Leben aus. Befolgst du sie, bist immer erster und stehts korrekt angezogen und schnell, machst du alles richtig. Kindheit fällt dabei leider flach, dafür ist keine Zeit. Schließlich müssen wir große Schritte machen, damit ihr später euren eigenen Kindern den Elite-Kindergarten finanzieren könnt.
Das Internet ist wie ein Versteck für mich. Werde ich sogar dort übersehen, fällt es mir schwer zu atmen. Bitte, so hör mich doch jemand.. ich hasse es, alleine zu sein. 




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Dienstag @ 5/17/2011
(13) Liebesbekundigungen
Vitaler Nebel mit Sinn ist im Leben relativ! Ein Palindromeintrag.

Tut mir Leid für diese Blogleere momentan, aber mir ist wirklich nicht sehr nach bloggen.. mein Privatleben geht im Dschungel spazieren und kümmert sich nicht darum, ob es nebenher von Tigern, wilden Flußpferden oder verrückten Kamelen (im Dschungel!) angegriffen wird. Irgendwann bekomme ich es wieder in den Griff, bis dahin weniger sinnvolle und ablenkungsproblematische Posts von mir. Lange Palindrome zum Beispiel! 
Schauet auf meinen Titel und lest ihn doch bitte rückwärts. Ganz nach dem Motto: Sei lieb - nebenbei lies! 

Vielleicht bewirkt ja auch die Formel Sator arepo tenet opera rotas (Zauberformel aus dem Mittelalter, auch bekannt als Sator Quadrat) bei mir etwas.. 

Meine Top 1o der Palindrome:

1. Nette Kork-Kroketten - Toller Suchbegriff, muss hier rein.
2. Nie, Knabe, nie, grub Nero neben Orenburg eine Bank ein! - Merk es dir.
3. Lesen Esel? - Gute Frage! Ich bin mir da sicher, sie tun es. Besonders meinen Blog. (Das ist jetzt keine Beledigung, oder so..)
4. Lieb nie mit Tim ein Beil  - das könnte böse enden..
5. O Genie, der Herr ehre dein Ego! - no comment.
6. No lemons - no melon, No melons - no lemon
7. Lagertonnennotregal - immer praktisch!
8. Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie. - der Klassiker!
9. Ne Biene, die bei den Eiben hastet - sah 'ne Biene die beiden Eiben? - na? Sah sie?
10. Leo, spar Rapsoel!
11. Leben Sie mit Siegreits Rune. Deine Zier sei dies. Reize nie den Urstiergeist im Eisnebel. - Immer doch.

Ach ja, und das längste gefundene Palindrom muss auch noch verewigt werden:
Geist ziert Leben, Mut hegt Siege, Beileid trägt belegbare Reue, Neid dient nie, nun eint Neid die Neuerer, abgelebt gärt die Liebe, Geist geht, umnebelt reizt Sieg.

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@ 2/15/2011
(29) Liebesbekundigungen
Die Welt kotzt mich an.

Momentan kotzt mich alles an. Die Bloggerwelt, die so schrecklich oberflächlich ist.
Mein Freund, der so ätzend zögerlich ist.
Meine Eltern, die sich so oft streiten. 
Die Uni, die so nervig ist. Und das Wetter, welches so trübe dahinzieht.
Und die Welt, die so ungerecht ist.

Fangen wir beim letzten Punkt an. Die Welt ist ungerecht, dass habe ich in den letzten Wochen genüge zu spüren bekommen. Man (ich + mein Erdbeermann) wurde aus seiner Wohnung geschmissen, da mein Erdbeerman vor eineinhalb Jahren vergaß gegen eine Kündigung zu protestieren. Da seine Wohnungsbaugesellschaft ihn anderhalb Jahre lang weiterhin duldete vergaß er diesen Vorfall relativ schnell und wunderte sich dann als ein gerichtliches Schreiben eintrudelte, seine Wohnung würde am soundsovielten geräumt werden da er die Miete einen Monat lang nicht bezahlt hätte. Sodann begann er zwischen Wohnungsbaugenossenschaft, deren Anwalt und Rechtsberatung hin und herzuspringen, doch da die einen ihn zum anderen schickten und keiner (vor allem nicht die für ihn zuständige Wohungsbaugenossenschaft) eine klare Antwort geben konnte ("Sprechen sie mit meinem Anwalt!" - mit dem konnte er gar nicht sprechen, da dieser nur mit einem anderen Anwalt hätte sprechen können, und den kann sich mein Männe mit seinem StudentenBafög bestimmt nicht leisten ALSO musste er mit dessen Sekretärin sprechen, die nicht so wirklich Bescheid wusste und ihn wieder auf seine Wohnungsbaugenossenschaft verwies). Ein Teufelskreis.
So kam es, dass wir an einem Morgen recht frohgemuts zwiegespalten (naja) aufstanden um den Gerichtsvollzieher zu begrüßen und abzuwimmeln und auf einen Kaffee einzuladen. Wir konnten ja nicht damit rechnen, dass ganze 10 Mann vor der Tür stehen würden!  Samt WohnungsbaugenossenschaftsvertreterInnen, und Möbelrücker. In unserer Naivität erwarteten wir dem Vollzieher erklären zu können, wie der Hase lief und zumindestens eine Aufschiebung der ganzen Sache zu erzwingen - vor allem weil der Erdbeermann nur NIE nur EINE einzige Mahnung o. Kündigung schriftlich bekommen hatte. (meines wissens muss man min. 3 mal mahnen, und das war nicht der fall)
Punkt um. Wir saßen auf der regnerischen Straße mit einem Haufen Kartons, zwei Fahrrädern und einer Melone, da die zuständige Frau die ihm eine Gradenfrist hätte erteilen können stattdessen lieber beschämt auf den Boden starrte und Augenkontakt mit uns vermied.

Meine Eltern. (Zu Uni und Wetter sage ich nichts, da dies nur launisch bedingte Punkte sind.)
Sie streiten sich. OFT. Wegen vieler Sachen. Eheinnerliche Sachen und einer Erbschaft, die mein Vater vielleicht bekommt oder auch nicht - seine Eltern hatten ihn enterbt, weil er mit meiner Mutter zusammen war. Seine Eltern habe ich nie kennengelernt, da sie sich nie für mich interessiert haben. Das hatte folgenden Grund: (ich fasse mich kurz, denn für Details ist mir das Internet zu öffentlich) Meine Mutter wollte nicht das Vaters Eltern + schlabbernder Hund mit in die Flitterwochen fahren. Verständlich, oder? Daraufhin wünsche die Mutter meines Vaters meiner ganzen Familie telefonisch den Tod an den Hals. Beziehungsbruch.
Die Erbschaft zieht sich dementsprechend hin und nervige Nachbarn die sich ziemlich in das Rührpöttische Geschehen einmischen erschweren meiner Mutter & meinem Vater den Beziehungsfrieden extremst.

Mein Freund. Scheiße, wenn er doch ein bisschen UNzögerlicher wäre und entschlusskräftiger! Manchmal kommt er nicht aus dem Potte. Auf seiner Arbeit klaute ein Mitarbeiter 1000 Euronen. Da mein Freund zur falschen Zeit am falschen Ort war und gleichzeitig ein bisschen schusselig machte sein Chef es sich einfach und teilte die Schulden auf: der Dieb hatte 500 Euro abzuzahlen (vom geklauten Geld) und mein Erdbeermann die gleiche Summe. DABEI HAT ER NICHTS VERBROCHEN! Scheiße. Ungerechtigkeit hoch 10. Kraftausdrückeverbalakrobatischerzustandminuself11111!!! Und das schlimmste daran ist, dass sich mein Erdbeermann nicht einmal dagegen zur Wehr setzte und dem Chef sagte, dass er das NICHT okey fände! Nun kann er zwei Monate lang für NICHTS arbeiten und kann dementsprechend Gerichtskosten + Räumungskosten + Lagerungskosten + 500 Euro abbezahlen. Toll, oder?
Und eine neue Wohnung suchen wir auch noch.

Die Bloggerwelt, das geringste aller Probleme, aber dennoch einen klitzekleinen Eintrag wert. Ein Modeblog-hater der sich zur Aufgabe gemacht hat mit - Betonung auf folgendes - Ironie und Sarkasmus "höchster Note"- Blogmädchen an den Pranger zu stellen, sie zu verlinken und im Grunde genommen zu sagen wie scheiße er ihren Blog und den darin repräsentierten Lebensstil doch findet. 
Schlimmer als IHN finde ich jedoch die Reaktionen der Menschen, die mir zeigt in was für einer abgrundtief schlechten Welt wir doch allesamt leben. Ich zitiere (dreist):

"HIER ich hab dir was gemalt,weil ich dich so...SÜß find <3"; dein blog muss wirklich wirklich verfolgt werden, fühl dich gedrückt. :); haha auch wenn du keine fashion blogs etc magst, ich find die idee geil, amusant und interessant lol"

Geilheit. Die User stürzen sich auf diesen Blog weil er ihnen auf einfache und witzige Weise alles bietet, was sie selber mit ihren langweiligen Persönlichkeiten und Blogs nicht schaffen. Sie knuddeln den Autor, herzen ihn und drücken ihn ohne zu wissen was er eigentlich für ein Typ sein könnte. Fetter Mann mit Bart sag ich nur. Das typische Perversitätsklischee.
In ein paar Tagen auf über 250+ Follower plus viele viele Kommentare im Stil wie dort oben gezeigt. Ist es dass, was man möchte? Irgendeinuser verglich seinen Blog mit Bild, ich muss sagen der Vergleich passt & hinkt zugleich: Bild ist wenigstens vielseitiger und zeigt Brüste.
Ich denke jeder wäre im Grunde genommen bestützt wenn er/sie SELBER derart präsentiert werden würde, wenn hunderte von Menschen auf deinen Blog gehen mit der Intention "der Blog ist lächerlich, doof und schlecht" und mindestens ein paar Haterkommentare bekommen. ICH möchte so etwas ehrlich gesagt nicht.


Wieder so ein Platzhalterbild.

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