Dienstag @ 12/08/2015
Von Kotzritis und Kitas
Es wird Zeit hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu hauchen - eigentlich geht es mir ja gar nicht (mehr) so schlecht (Toi toi toi, hoffentlich liest das jetzt nicht mein Norovirus mit.) Das ich von meinem vorherigen Arbeitsgeber mir nichts dir nichts entlassen wurde, habt ihr ja mitbekommen - Kündigung in der Krankschreibungszeit, knapp zwei Wochen Restzeit und Minusstunden abarbeiten und dann raus da. Man war ich froh, von diesem beschissenen Verein weg zu sein! Nichts möchte ich dabei gegen meine MitarbeiterInnen sagen, die waren wirklich alle sehr nett, lieb und teilweise viel zu engagiert - aber eine Erzieherinnenhelferin einzustellen und sie dann in die Küche zu verbannen, in der sie Fertigessen auftauen musste und eben den Küchendienst bestellen und sie DANN zu feuern, weil sie alterstechnisch mit der modernen Technik des Internets und des Bestellens nicht hinterherkam? Mir zu sagen, ich würde eine Gruppe von 3 Jährigen leiten und mir dann Kinder zu geben, die etwas über 1einhalb Jahre waren? Keinerlei Freiluft im Pausenraum zu haben, da ein großes Fenster im Zimmer direkt gegenüber der Gruppenräume 4 und 5 den Kindern eine wunderbare Sicht auf die Pausenzeit ihrer ErzieherInnen ermöglicht? Und bei Ansprache dieses Problems (meine Kleinen, die ja alle noch in der Eingewöhnungszeit waren, fingen natürlich an zu heulen wenn sie mich sahen und schwupps war die Ruhephase vorbei) wurde uns MitarbeiterInnen nur mit einem diskreten Kopfschütteln erklärt, es wäre eine Vorschrift aus den AGB Blahkeks, dass es ein Fenster gäbe. Stimmt nicht, hab' mich mal schlau gemacht. Genauer genommen gibt es gar keine genauen Vorschriften, außer, dass ab einer Zahn von Mitarbeitern eben auch einen Pausenraum zur Verfügung gestellt werden muss. Nutzung von Schlupflöchern, genau.
Ich bin mir nicht sicher, aber da es in der Kita auch Gang und Gebe war Praktikanten ohne jede Ausbildung komplett mit einer Anzahl von 7+ Kindern alleine zu lassen (unter 3 Jahren), überlege ich ernsthaft ob ich die Kita nicht vielleicht mal an die Kitaaufsicht, oder sollte es dergleichen geben, verpetze. Das ist mies, aber verantwortungslos ist es in jedem Fall die Kita weiter Eingewöhnungen einfach mit wöchentlich wechselnden Erziehern (bzw Praktikantinnen) machen zu lassen).
Was meint ihr?
Wie der Zufall es so wollte bekam ich noch vor Ablauf meines Resturlaubes eine neue Stelle - zufälligerweise in der Kita, in der auch mein Freund sein FSJ macht. Da es sich um eine sehr sehr große Kita handelt begegnen wir uns nicht sehr oft - und mein Einstieg beginn gleich mit einem lustigen Norovirus, den ich mir von einer kleinen 2Jährigen einfing, die eines Nachmittags direkt nach dem Vespa auf den Teppich kotzte.
Daher werde ich wohl erst Donnerstag
die Gruppe,
die ich letztendlich leiten werde (diesmal
wirklich eine Gruppe 3 Jähriger!)
kennen lernen. Mann, bin ich aufgeregt! Wünscht mir bitte Glück! :3
Labels: Alltägliches, Lebenscheiße, Lebensquark
Donnerstag @ 9/17/2015
Dinge die ich hasse #1:Schuhe kaufen
Wenn es eins gibt, womit man sich so richtig die Laune verderben kann, dann ist es mit mir Schuhe kaufen zu gehen. Ich
hasse das nämlich. Nicht, weil ich mich nicht entscheiden könnte welches Paar ich denn nun nehme oder wohin mit meinem Geld - haha, nö. Ich finde einfach nie die Richtigen. Nicht, weil ich so viel Auswahl hätte oder mir keine gefallen - haha, nö. Es gibt sie einfach nicht in meiner Größe.
Dabei ist die Nummer der Größe meiner Füße sogar die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest! 42. Wäre sogar cool, wenn es dabei nur nicht um
Fußbedeckungen meiner Spezies gehen würde. Anscheinend gibt es
unglaublich viele Leute mit derart großen Füßen weil die Exemplare die MIR gefallen in der Größe immer gerade ausverkauft sind. (Oder so große Schuhe werden einfach nicht hergestellt. Wie oft komme ich an Schuhen vorbei, denke '
och, die sehen nett aus!', suche fünf Minuten lang verzweifelt das Regal mit Schuhgröße 42 im Laden und dann, wenn ich es gefunden habe, anschließend meine Schuhe. Und finde sie nicht. Im Regal befinden sich ausschließlich Gummistiefel und Crocs.)
So auch gestern.
Meinem Schuhkartonstapel nach hätte ich bereits ein neues Eigenheim daraus bauen können. Oder ein Spieleparadies für meinen Kater. Stattdessen versuche ich nett zu sein und fange an die Kartonagen (mit Schuh) wieder zurück an ihren Ursprungsort zu bringen (jeder Schuhverkäufer verdreht an dieser Stelle die Augen, weil natürlich jeder weiß, dass ich die Kartons NICHT so zurückstelle, wie ich sie vorgefunden habe. Mal ist der Preis nicht deutlich sichtbar und mal steht da einfach ein falsch eingeordneter Schuh. Hey, ich hab mich bemüht!
Sechs, setzen.). Als auf einmal zielstrebig und sicher eine Frau auf mich zu
stiefelt (haha, pun intended) bekomme ich Angst. Um sie herum glitzert es ein wenig und ich fühle mich geblendet.
Ich blinzele. Für einen Moment überlege ich ernsthaft auf ihre Frage zu antworten. Ich könnte Sie in eine weit entfernte Ecke des Raumes schicken und dann schnell fliehen. Sailor Strawberry benutzt Fluchtseil. Allerdings bin ich dann doch nicht so mutig und antworte mit einem piepsigen:
Dann fällt mir ein, dass ich hier ja gar nicht arbeite, ich also gar nicht bescheid wissen MUSS. Das teile ich der Dame mit. Sie guckt enttäuscht und auch etwas beleidigt, dreht sich mit einem skeptischen Blick langsam von mir weg. Trage ich irgendwo einen Aufkleber mit RENO auf mir herum, oder wieso überlegt sie so lange? Ich räume die Zeichen meines Großfusses (also die Kartons) weiter weg und fühle mich irgendwie schuldig. Als hätte ich sie irgendwie verraten. Also die Frau, nicht meine Füße.
Als ich dann endlich einen Schuh finde, der irgendwie passt UND halbwegs gut aussieht (das zu kombinieren ist nämlich die große Kunst. Meine Mutter meint immer, ich solle mich nicht so anstellen, in meiner Größe hätte ich nunmal keine Auswahl und müsste dann eben bescheidener sein. Ich will mich aber wohlfühlen UND mich nicht schämen müssen aus dem Haus zu gehen!) passt mir die 42 nicht. Zu groß.
Ich fühle wie irgend
wo, irgend
einer hämisch lacht und dabei etwas grunzt.
Dann gehe ich zur Kasse und bestelle mir die Schuhe in 41, mir wird mitgeteilt, dass sie mir irgendwann zufällig per Post geliefert werden (und bestimmt wieder direkt an die Poststelle zurückgehen, da unser Briefträger oft zu faul ist Zettel in die Briefkästen zu stecken) und weiß nicht so recht, ob ich mich nun freuen oder einfach nach Hause gehen und ein Eis essen sollte.
Labels: Dinge die ich hasse, Geschwafel, Lebensquark, Selbstmitleidiges, Zeichnungen
Mittwoch @ 9/09/2015
Das Verschwinden meines Arztes (Achtung, AlteLeutePost! Viele Gebrechen und Zahnleiden. Nichts für schwache Gebisse oder junge Gemüter.)
Ich hasse Zahnärzte. (Falls das jetzt einer liest: Nicht persönlich nehmen. Ist bestimmt so ne Berufskrankheit.) Die letzten Wochen habe ich dazu auch genug Grund gehabt. Wobei ich vielleicht von vorne anfangen sollte:
Vor knapp 2 Monaten wollte es der Zufall (oder eher: meine Krankenkasse) mal wieder zur Kontrolle. So kam es dann auch, dass mein Zahnarzt (hier oben im Bild, neben der Colgatetube) irgendwelchen alten antiken Karies entdeckte, den er mit Hilfe eines dentalen Fachbegriffes entfernen wollte (ich glaube es war "Fissurenversiegelung", nach der Lektüre dieser
Auflistung bin ich mir jedoch nicht mehr ganz sicher) und dies auch tat. Drei Termine später hatte ich immer noch Schmerzen - inzwischen war angeblich mein Zahnfleisch über dem druckempfindlichen Zahn (komischerweise nur bei Essen - selbst andere Leute beißen konnte ich ohne Probleme) wieder kerngesund und auch probeweises Abschleifen des Zahnes brachte ihm keine Erkenntnis. Irgendwo habe er wohl einen Fehler gemacht, gab er bei Termin zwei zu. Bei meinem letzten Treffen, dem vierten, huschte er nur noch verschüchtert und schwer beschäftigt in den Behandlungsraum, schaute mich gar nicht an, hörte mir kaum zu und wurde etwas blass, als ich erwähnte, dass die Schmerzen immer noch da seien. "Dann war es wohl
doch nicht das Zahnfleisch. Hm." Er warf einen schüchternden Blick in meinen Rachen und überließ den dreckigen Rest der Zahnarzthelferin, verabschiedete sich mit einem klebrigen Händedruck in den Flur, streifte sich schon im Gehen seinen Mundschutz ab. Irgendwie schien er es eilig zu haben.
In der eineinhalbstündigen Wartezeit des äußerst aufgeräumten Warteraumes mit den vielen türkischen Hochzeitszeitschriften und dem äußerst öde abgeschalteten Fernsehers (auf dem wahrscheinlich eh nur türkische Werbehochzeitsvideos gelaufen wären) hatte ich dabei die Gelegenheit der Sprechstundenhilfe mehrfach auf Deutsch und Türkisch zuzuhören, wie sie den anderen Patienten mitteilte, dass mein Zahnarzt nächste Woche ganz plötzlich aufhören würde zu arbeiten. Es täte ihr schrecklich Leid, aber die anderen Ärzte seien natürlich für einen Ersatztermin zur Stelle.
"Aber ich will nur Zahnschmuck.", so eine Patientin darauf. "Gut, das können wir einrichten. Donnerstag um neun Uhr? Mit Zahnreinigung?" "Reinigung? Nein, nur Schmuck."
"Nun, vor dem Anbringen eines Zahnschmucksteins wird eine gründliche Zahnreinigung empfohlen, da damit verhindert wird, dass sich irgendwo Bakterien befinden und Sie keinen Karies haben." "Nein. Zahnschmuck reicht. Bieten Sie auch Zahnaufhellung an?"
Meinen fünften Termin, übermorgen, habe ich vorhin abgesagt. Ich hoffe, dass mir mein nächster Arzt (Freitag. Morgends. Dürft mir schon mal die Daumen drücken.) mir mehr zuhört. :( Bok aber auch!
(Ps. Es gibt jedoch auch klitzekleine Punkte zur Freude: Ich habe einen Job gefunden! Die Kita macht im Oktober auf. Ich halte Euch auf dem Laufenden.)
Labels: Gemecker, Geschwafel, Lebensquark, nichtlustig, Unnützlichkeiten
Donnerstag @ 5/14/2015
Unsichtbar bleiben.
Manchmal passieren einem ja die skurilsten Dinge. Und manchmal auch nicht.
So wie letztens in einem Club (eigentlich hasse ich solche Schuppen ja, nicht dass hier der falsche Eindruck von mir entsteht, ich wurde natürlich mit Händen und Füßen gefesselt, damit ich dahin mitkomme). Aber da ich mir
nicht die Haare gerade frisch pink gefärbt hatte (nur, um auf den folgenden Bildern anonym zu sein, versteht sich - ich will ja unerkannt bleiben) gab ich mich g
eschlagen und setzte meine Superkräfte nicht gegen Dodi und ihre langweiligen Freunde ein, kam also einfach friedlich mit in die Disko.
Ich darf Euch also stolz präsentieren, den ersten Webcomic auf meinem Blog! (Inspiriert hat mich dazu die
Zaungästin, toller Webcomic, schaut bei ihr vorbei!!11) Der ganze Mist ist also quasi halb auf ihrem Mist gewachsen (so schiebt man die Schuld von sich #Lektion 1).
Nicht mal Haare pink färben hilft. Manchmal bleibe ich einfach unsichtbar. Egal. Tanzen kann ich auch ohne Frank. Trotzdem seltsam! Meine Freundin Dodi kannte Frank übringens nicht.
Labels: Lebensquark, nichtlustig, Webcomic, Zeichnungen
Dienstag @ 12/08/2015
Von Kotzritis und Kitas
Es wird Zeit hier mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu hauchen - eigentlich geht es mir ja gar nicht (mehr) so schlecht (Toi toi toi, hoffentlich liest das jetzt nicht mein Norovirus mit.) Das ich von meinem vorherigen Arbeitsgeber mir nichts dir nichts entlassen wurde, habt ihr ja mitbekommen - Kündigung in der Krankschreibungszeit, knapp zwei Wochen Restzeit und Minusstunden abarbeiten und dann raus da. Man war ich froh, von diesem beschissenen Verein weg zu sein! Nichts möchte ich dabei gegen meine MitarbeiterInnen sagen, die waren wirklich alle sehr nett, lieb und teilweise viel zu engagiert - aber eine Erzieherinnenhelferin einzustellen und sie dann in die Küche zu verbannen, in der sie Fertigessen auftauen musste und eben den Küchendienst bestellen und sie DANN zu feuern, weil sie alterstechnisch mit der modernen Technik des Internets und des Bestellens nicht hinterherkam? Mir zu sagen, ich würde eine Gruppe von 3 Jährigen leiten und mir dann Kinder zu geben, die etwas über 1einhalb Jahre waren? Keinerlei Freiluft im Pausenraum zu haben, da ein großes Fenster im Zimmer direkt gegenüber der Gruppenräume 4 und 5 den Kindern eine wunderbare Sicht auf die Pausenzeit ihrer ErzieherInnen ermöglicht? Und bei Ansprache dieses Problems (meine Kleinen, die ja alle noch in der Eingewöhnungszeit waren, fingen natürlich an zu heulen wenn sie mich sahen und schwupps war die Ruhephase vorbei) wurde uns MitarbeiterInnen nur mit einem diskreten Kopfschütteln erklärt, es wäre eine Vorschrift aus den AGB Blahkeks, dass es ein Fenster gäbe. Stimmt nicht, hab' mich mal schlau gemacht. Genauer genommen gibt es gar keine genauen Vorschriften, außer, dass ab einer Zahn von Mitarbeitern eben auch einen Pausenraum zur Verfügung gestellt werden muss. Nutzung von Schlupflöchern, genau.
Ich bin mir nicht sicher, aber da es in der Kita auch Gang und Gebe war Praktikanten ohne jede Ausbildung komplett mit einer Anzahl von 7+ Kindern alleine zu lassen (unter 3 Jahren), überlege ich ernsthaft ob ich die Kita nicht vielleicht mal an die Kitaaufsicht, oder sollte es dergleichen geben, verpetze. Das ist mies, aber verantwortungslos ist es in jedem Fall die Kita weiter Eingewöhnungen einfach mit wöchentlich wechselnden Erziehern (bzw Praktikantinnen) machen zu lassen).
Was meint ihr?
Wie der Zufall es so wollte bekam ich noch vor Ablauf meines Resturlaubes eine neue Stelle - zufälligerweise in der Kita, in der auch mein Freund sein FSJ macht. Da es sich um eine sehr sehr große Kita handelt begegnen wir uns nicht sehr oft - und mein Einstieg beginn gleich mit einem lustigen Norovirus, den ich mir von einer kleinen 2Jährigen einfing, die eines Nachmittags direkt nach dem Vespa auf den Teppich kotzte.
Daher werde ich wohl erst Donnerstag
die Gruppe,
die ich letztendlich leiten werde (diesmal
wirklich eine Gruppe 3 Jähriger!)
kennen lernen. Mann, bin ich aufgeregt! Wünscht mir bitte Glück! :3
Labels: Alltägliches, Lebenscheiße, Lebensquark
Donnerstag @ 9/17/2015
Dinge die ich hasse #1:Schuhe kaufen
Wenn es eins gibt, womit man sich so richtig die Laune verderben kann, dann ist es mit mir Schuhe kaufen zu gehen. Ich
hasse das nämlich. Nicht, weil ich mich nicht entscheiden könnte welches Paar ich denn nun nehme oder wohin mit meinem Geld - haha, nö. Ich finde einfach nie die Richtigen. Nicht, weil ich so viel Auswahl hätte oder mir keine gefallen - haha, nö. Es gibt sie einfach nicht in meiner Größe.
Dabei ist die Nummer der Größe meiner Füße sogar die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest! 42. Wäre sogar cool, wenn es dabei nur nicht um
Fußbedeckungen meiner Spezies gehen würde. Anscheinend gibt es
unglaublich viele Leute mit derart großen Füßen weil die Exemplare die MIR gefallen in der Größe immer gerade ausverkauft sind. (Oder so große Schuhe werden einfach nicht hergestellt. Wie oft komme ich an Schuhen vorbei, denke '
och, die sehen nett aus!', suche fünf Minuten lang verzweifelt das Regal mit Schuhgröße 42 im Laden und dann, wenn ich es gefunden habe, anschließend meine Schuhe. Und finde sie nicht. Im Regal befinden sich ausschließlich Gummistiefel und Crocs.)
So auch gestern.
Meinem Schuhkartonstapel nach hätte ich bereits ein neues Eigenheim daraus bauen können. Oder ein Spieleparadies für meinen Kater. Stattdessen versuche ich nett zu sein und fange an die Kartonagen (mit Schuh) wieder zurück an ihren Ursprungsort zu bringen (jeder Schuhverkäufer verdreht an dieser Stelle die Augen, weil natürlich jeder weiß, dass ich die Kartons NICHT so zurückstelle, wie ich sie vorgefunden habe. Mal ist der Preis nicht deutlich sichtbar und mal steht da einfach ein falsch eingeordneter Schuh. Hey, ich hab mich bemüht!
Sechs, setzen.). Als auf einmal zielstrebig und sicher eine Frau auf mich zu
stiefelt (haha, pun intended) bekomme ich Angst. Um sie herum glitzert es ein wenig und ich fühle mich geblendet.
Ich blinzele. Für einen Moment überlege ich ernsthaft auf ihre Frage zu antworten. Ich könnte Sie in eine weit entfernte Ecke des Raumes schicken und dann schnell fliehen. Sailor Strawberry benutzt Fluchtseil. Allerdings bin ich dann doch nicht so mutig und antworte mit einem piepsigen:
Dann fällt mir ein, dass ich hier ja gar nicht arbeite, ich also gar nicht bescheid wissen MUSS. Das teile ich der Dame mit. Sie guckt enttäuscht und auch etwas beleidigt, dreht sich mit einem skeptischen Blick langsam von mir weg. Trage ich irgendwo einen Aufkleber mit RENO auf mir herum, oder wieso überlegt sie so lange? Ich räume die Zeichen meines Großfusses (also die Kartons) weiter weg und fühle mich irgendwie schuldig. Als hätte ich sie irgendwie verraten. Also die Frau, nicht meine Füße.
Als ich dann endlich einen Schuh finde, der irgendwie passt UND halbwegs gut aussieht (das zu kombinieren ist nämlich die große Kunst. Meine Mutter meint immer, ich solle mich nicht so anstellen, in meiner Größe hätte ich nunmal keine Auswahl und müsste dann eben bescheidener sein. Ich will mich aber wohlfühlen UND mich nicht schämen müssen aus dem Haus zu gehen!) passt mir die 42 nicht. Zu groß.
Ich fühle wie irgend
wo, irgend
einer hämisch lacht und dabei etwas grunzt.
Dann gehe ich zur Kasse und bestelle mir die Schuhe in 41, mir wird mitgeteilt, dass sie mir irgendwann zufällig per Post geliefert werden (und bestimmt wieder direkt an die Poststelle zurückgehen, da unser Briefträger oft zu faul ist Zettel in die Briefkästen zu stecken) und weiß nicht so recht, ob ich mich nun freuen oder einfach nach Hause gehen und ein Eis essen sollte.
Labels: Dinge die ich hasse, Geschwafel, Lebensquark, Selbstmitleidiges, Zeichnungen
Mittwoch @ 9/09/2015
Das Verschwinden meines Arztes (Achtung, AlteLeutePost! Viele Gebrechen und Zahnleiden. Nichts für schwache Gebisse oder junge Gemüter.)
Ich hasse Zahnärzte. (Falls das jetzt einer liest: Nicht persönlich nehmen. Ist bestimmt so ne Berufskrankheit.) Die letzten Wochen habe ich dazu auch genug Grund gehabt. Wobei ich vielleicht von vorne anfangen sollte:
Vor knapp 2 Monaten wollte es der Zufall (oder eher: meine Krankenkasse) mal wieder zur Kontrolle. So kam es dann auch, dass mein Zahnarzt (hier oben im Bild, neben der Colgatetube) irgendwelchen alten antiken Karies entdeckte, den er mit Hilfe eines dentalen Fachbegriffes entfernen wollte (ich glaube es war "Fissurenversiegelung", nach der Lektüre dieser
Auflistung bin ich mir jedoch nicht mehr ganz sicher) und dies auch tat. Drei Termine später hatte ich immer noch Schmerzen - inzwischen war angeblich mein Zahnfleisch über dem druckempfindlichen Zahn (komischerweise nur bei Essen - selbst andere Leute beißen konnte ich ohne Probleme) wieder kerngesund und auch probeweises Abschleifen des Zahnes brachte ihm keine Erkenntnis. Irgendwo habe er wohl einen Fehler gemacht, gab er bei Termin zwei zu. Bei meinem letzten Treffen, dem vierten, huschte er nur noch verschüchtert und schwer beschäftigt in den Behandlungsraum, schaute mich gar nicht an, hörte mir kaum zu und wurde etwas blass, als ich erwähnte, dass die Schmerzen immer noch da seien. "Dann war es wohl
doch nicht das Zahnfleisch. Hm." Er warf einen schüchternden Blick in meinen Rachen und überließ den dreckigen Rest der Zahnarzthelferin, verabschiedete sich mit einem klebrigen Händedruck in den Flur, streifte sich schon im Gehen seinen Mundschutz ab. Irgendwie schien er es eilig zu haben.
In der eineinhalbstündigen Wartezeit des äußerst aufgeräumten Warteraumes mit den vielen türkischen Hochzeitszeitschriften und dem äußerst öde abgeschalteten Fernsehers (auf dem wahrscheinlich eh nur türkische Werbehochzeitsvideos gelaufen wären) hatte ich dabei die Gelegenheit der Sprechstundenhilfe mehrfach auf Deutsch und Türkisch zuzuhören, wie sie den anderen Patienten mitteilte, dass mein Zahnarzt nächste Woche ganz plötzlich aufhören würde zu arbeiten. Es täte ihr schrecklich Leid, aber die anderen Ärzte seien natürlich für einen Ersatztermin zur Stelle.
"Aber ich will nur Zahnschmuck.", so eine Patientin darauf. "Gut, das können wir einrichten. Donnerstag um neun Uhr? Mit Zahnreinigung?" "Reinigung? Nein, nur Schmuck."
"Nun, vor dem Anbringen eines Zahnschmucksteins wird eine gründliche Zahnreinigung empfohlen, da damit verhindert wird, dass sich irgendwo Bakterien befinden und Sie keinen Karies haben." "Nein. Zahnschmuck reicht. Bieten Sie auch Zahnaufhellung an?"
Meinen fünften Termin, übermorgen, habe ich vorhin abgesagt. Ich hoffe, dass mir mein nächster Arzt (Freitag. Morgends. Dürft mir schon mal die Daumen drücken.) mir mehr zuhört. :( Bok aber auch!
(Ps. Es gibt jedoch auch klitzekleine Punkte zur Freude: Ich habe einen Job gefunden! Die Kita macht im Oktober auf. Ich halte Euch auf dem Laufenden.)
Labels: Gemecker, Geschwafel, Lebensquark, nichtlustig, Unnützlichkeiten
Donnerstag @ 5/14/2015
Unsichtbar bleiben.
Manchmal passieren einem ja die skurilsten Dinge. Und manchmal auch nicht.
So wie letztens in einem Club (eigentlich hasse ich solche Schuppen ja, nicht dass hier der falsche Eindruck von mir entsteht, ich wurde natürlich mit Händen und Füßen gefesselt, damit ich dahin mitkomme). Aber da ich mir
nicht die Haare gerade frisch pink gefärbt hatte (nur, um auf den folgenden Bildern anonym zu sein, versteht sich - ich will ja unerkannt bleiben) gab ich mich g
eschlagen und setzte meine Superkräfte nicht gegen Dodi und ihre langweiligen Freunde ein, kam also einfach friedlich mit in die Disko.
Ich darf Euch also stolz präsentieren, den ersten Webcomic auf meinem Blog! (Inspiriert hat mich dazu die
Zaungästin, toller Webcomic, schaut bei ihr vorbei!!11) Der ganze Mist ist also quasi halb auf ihrem Mist gewachsen (so schiebt man die Schuld von sich #Lektion 1).
Nicht mal Haare pink färben hilft. Manchmal bleibe ich einfach unsichtbar. Egal. Tanzen kann ich auch ohne Frank. Trotzdem seltsam! Meine Freundin Dodi kannte Frank übringens nicht.
Labels: Lebensquark, nichtlustig, Webcomic, Zeichnungen