Montag @ 10/19/2015
Eingewöhnungshorror für kleine und große Monster.
Stellt Euch vor, ihr wärt ein kleiner Pups von zwei Jahren und kennt bisher nur eure Mama und euren Papa.. Deine Welt ist klein. Klein, aber fein würdest du sagen. Du hast ein schönes kleines Reich - das zufälligerweise auch noch von zwei Wesen namens Eltern bewohnt wird, die sich sehr aufopferungsvoll um Dich kümmern. Du bekommst zu Essen, hast ein gemütliches Bett, kannst viel viel spieeelen und dir wird sogar am Tisch erlaubt aufzustehen, wann du willst. Oh, und einen Schnuller hast du auch. Den liebst du sehr!
Irgendwann, eines schönen Tages, machen deine Eltern einen Ausflug mit dir. Sie bringen dich in einen fremden neuen Raum mit vielen kahlen Wänden und neu riechendem Spielzeug - aber wohaaa, WAS für Spielzeug! Eine ganze Spielküche nur aus Holz und mit Plüschdingern! Drei bunte Laufrädchen, irgendwas worin man sich lustig verstecken kann, viele viele Buntstifte und jede Menge anderer Kleinkram der noch nie von anderen angefasst wurde, so sieht es zu mindestens für Dich momentan aus. Als du gerade dabei bist in Anwesenheit deiner Eltern deine Umgebung zu erkunden kommt eine fremde Person herein und setzt sich zu Euch. Du beachtest sie kaum, denn du hast ja mit dem Spielzeug zu tun.
Nach und nach füllt sich der Raum mit weiteren Leuten, von denen besonders die anderen Kleinen aufdringlich sind: Ständig wollen sie dir dein Eigentum streitig machen, und sind dabei auch noch ziemlich dreist. Ist doch klar, dass das hier alles deins ist! Du warst hier zuerst!
Irgendwann geht der Tag zu Ende und du gehst wieder nach Hause. Der Ausflug war anstrengend, aber irgendwie auch schön.
Am nächsten Tag bist du wieder, diesmal nur mit Mama, in dem neuen Raum. Diesmal scheint ihr länger da zubleiben, denn Mama (zusammen mit dieser anderen Frau) macht sich sogar die Mühe Murmelbahn mit dir zu spielen! Als ihr die Bausteine gerade erfolgreich ein drittes Mal vor dem Fuß eines ständig ankommenden kleinen zweiten Monsters verteidigt, verabschiedet sich deine Mutter von dir. "Ich komme gleich wieder. Bin nur kurz auf der Toilette." Das du davon nur die winkende Handbewegung verstehst und keine Ahnung hast, wie lange "gleich" nun bei ihr ist, scheint ihr egal zu sein. Sie geht. Du fängst an zu heulen. Die fremde Frau von Gestern versucht dich zu trösten, doch das willst du nicht. Nein, Mama, der Schmerz ist schlimm in dir, wo ist sie hin? Sie würde dich doch nie alleine lassen! Nach wenigen Minuten die dir wie Stunden vorkommen taucht sie schließlich wieder auf.
Das ganze wiederholt sich nun Tag für Tag - und jedesmal braucht Mama länger um zu dir zurückzukommen. Inzwischen lässt du dich etwas von der fremden Frau, ihr Name soll irgendwas mit "Oni" sein, trösten, aber es ist nicht das gleiche wie von Mama. Mehr oder weniger lethargisch hängst du in ihren Armen und lässt dich zärtlich hin und her wiegen, stumme Tränen rollen dir hin und wieder über das Gesicht und du wimmerst ein bisschen. Mama ist nun schon Stunden weg, wieder hat sie nur gesagt "Ich komme gleich wieder. Bin nur kurz auf der Toilette.". Die Frau spricht zumal noch in deutsch mit dir, du verstehst nur die Hälfte ihrer Worte, alles was du ihr entgegnen kannst ist "Guckn gehn.", müde deutest du zur Tür. "Nein nein, Mama kommt wirklich gleich wieder. Wenn sie kommt, klingelt es an der Tür!" Was genau sie mit klingeln und Tür meint, geht dir nicht auf, die Tür ist doch dort, wenn Mama kommen würde, wäre sie doch da, wieso müsste sie irgendwo läuten? Und von "gleich" kann inzwischen keine Rede mehr sein.
_________________________________
Okey, der Text ist etwas dramatisch. Aber irgendwie hatte ich gerade den inneren Drang zumindest versuchsweise darzustellen, was und wie sich eines meiner zweijährigen Kinder meiner Kita Gruppe innerhalb der Eingewöhnung fühlen kann.
Man muss sich das mal vorstellen - sein ganzes Leben lang kennt es nur Mama und Papa (vielleicht noch Oma und Opa) und dann soll es innerhalb von höchstens zwei Wochen einen Großteil seines bisher kleinen Lebens in einem Raum mit anderen 14 Kindern und höchstens 2 Erziehern verbringen, von denen es niemanden kennt?
Klar, werden einige pädagogisch gewiefte jetzt sagen - so ne Eingewöhnung ist doch eigentlich für 4-6 Wochen angedacht. Ja. Eigentlich. Aber nicht wenn einem die eigene Chefin in den Hacken steht, die die Eltern der Kleinen gerne schon nach einer Woche aus dem Raum haben will. Eigentlich braucht man für sowas Zeit. Eigentlich will ich jedem Kind die individuelle Zeit einräumen, die es zur Entwicklung seiner Unabhängigkeit braucht - aber Kommentare wie "manchmal einfach durch schreien lassen" (dass ich, wenn ein Kind damit anfangen würde, die Eingewöhnungen der anderen 6 Kinder erst mal pausieren könnte, weil sich die Kids natürlich alle gegenseitig mit Plärren anstecken, sei mal dahingestellt) oder "da müssen die durch, das Leben is kein Zuckerschlecken" helfen mir wenig. Wo ist die Pädagogik hin, die ich bisher studiert habe? Was ist denn mit der persönlichen und individuellen Entwicklung, die die Kita in ihrem Konzept so huldigt? Wieso wurde die Kita nicht so eröffnet, dass jedem Kind mehr Zeit eingeräumt wird? (Durch die Neugründung kommt es nämlich auch, dass so viele Kinder gleichzeitig eingewöhnt werden.)
Dass ich über solche Probleme so problemlos lamentieren kann liegt übrigens daran, dass ich krank bin. Alleine mit einer Gruppe von insgesamt 7 Kindern (Personalschlüssel für den Unter 3 Bereich ist 5 zu 1, aber who cares, gebt der Erdbeer doch noch die 10 Stunden Kraft, die ist dann ganze 2 Stunden pro Tag für sie da und studiert doch auch. Dass meine Kollegin noch gar keine Praxiserfahrung hat und von Eingewöhnung so viel versteht wie vom Créme Brûlet backen, ist egal.) müsste ich zwar nach dem Wochenende die Eingewöhnung weiter fortführen, aber die vielen Schnupfnasen und Tränen haben mich dann doch mal in die Knie gezwungen. Halsweh und der ganze Shit entladen sich nun auf mir.
Ich habe große Schuldgefühle, dass ich die Eingewöhnung der Kleinen damit weiter verzögere und ärgere mich gleichzeitig über die schlechte Planung der Kita die nicht mit bedacht hat, dass die Kinder sich in der Eingewöhnung ja auch an MICH gewöhnen und es schwer wird, mich mit einer fremden Person zu ersetzen. Aber Fieber ist Fieber und bettlägerig nütze ich niemanden in der Kita.
Meh. Alles kacke.
Tut mir Leid für den langen weinerlichen Post, aber das musste mal raus. Ich mag meine Gruppe inzwischen schon ziemlich und habe sogar Erfolge zu verzeichnen gehabt - und hoffe nun um so mehr sehr, dass die Verzögerung von ein paar Tagen (wie lange, erfahre ich hoffentlich nachher beim Arzt) mich nicht zu sehr in der Eingewöhnung zurückwirft.
Andererseits: Scheiß doch drauf, was die Leitung sagt - dann brauchen die Kinder halt länger als vorgesehen. Hauptsache, es geht ihnen später mal in der Gruppe gut! Und wenn ich dafür mit 6 Eltern gleichzeitig im Raum sitzen muss, dann ist es halt so. Ist mir lieber, als wenn sich in mir moralisch alles dagegen sträubt die Kinder vorzeitig und zu früh von den Eltern abzunabeln. Ich gehe lieber nach meinem pädagogischen Gefühl statt nach strikten Planungsvorgaben die organisatorisch, prinzipiell, bürokratisch und finanziell besser für die Kita wären.
Labels: Alltägliches, Gedankengänge, Gemecker, Geschwafel, Lebenscheiße, Selbstmitleidiges, Taschentuchtastisches, Ungerechtigkeiten
Dienstag @ 11/27/2012
Das Schicksal ist ein mieser Verräter.
Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die
Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die
AUFMERKSAM sind. Der Typ, der die Pockenimfpung erfunden hat, hat
eigentlich nichts neu erfunden. Er hat nur bemerkt, dass Leute mit
Kuhpocken keine echten Pocken bekamen.
Ein Buch, das mich zum Heulen und Lachen gleichzeitig bringt, das gibt es
selten. Hazel ist jung und hat Lungenkrebs. Ohne Heilungschancen.
Trotzdem hasst sie Krebsbücher und Mitleid wie die Pest - stattdessen
vergräbt sie sich lieber in den Roman 'Ein herrschaftliches Leiden', der
zwar genau dies ist (also ein Krebsbuch), aber dennoch viel viel
tiefsinniger und poetischer.
Dann trifft sie (im buchstäblichen Herzen
Gottes) Augustus und beginnt sich zu verlieben - ein herrlicher Auftakt
für eine süße, aber nicht überzuckerte und doch herrlich kitschig
schöntraurige Romanze.
Im Grunde genommen finde ich Krebsbücher auch
doof. Wie kann ein Buch, das hauptsächlich mit seiner Traurigkeit und
seinen Schickssalsschlägen punktet, auch gehasst werden? Deshalb ja
'doof', weil man sich irgendwie schlecht fühlt, wenn man etwas dagegen
sagt. So ist "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" allerdings ganz und
gar nicht - der Leser wird mitgenommen auf eine sarkastisch geladene
Lebensbeschreibung einer Jugendlichen. Ganz normal. Nur eben mit dem
Krebsbonus. Und Champagner.
John Greens Schreibstil ist mal locker
flockig und dann wieder heiter-bewölkt, poetisch stickig und
sonnenregenschön. Ohne Moralzeigefinger spricht er die
unterschliedlichsten Themen an, die einem Menschen der Krebs hat, eben
bedrückt - Tod, Umgang mit eben diesem, und Leben.
Es fällt mir
nicht leicht, "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", loszulassen - Hazel
Grace, Gus und Isaac haben mich, obwohl sie letztendlich nur ganz
normale Jugendliche sind, so sehr in ihren Bann geschlagen, dass es mir
brutal vorkommt, sie nun alleine zu lassen. Es ist ein tränenreicher
Abschied, dem einen das Buch liefert, aber er ist es wert. Eines der
wenigen Bücher von denen ich wirklich sagen könnte, dass sie meine
Sichtweise auf Krankheiten & den Umgang mit diesen, wenn auch nur
ein kleines Stück, verändert haben.
Ich glaube, dass das Universum bemerkt werden will. Ich glaube, das Universum ist unwahrscheinlich pateiisch, was das Bewusstsein angeht. Ich glaube, dass es Intelligenz belohnt, weil es ihm schmeichelt, wenn seine Eleganz erkannt wird. Und wer bin ich, der mitten in der Geschichte lebt, dem Universum zu sagen, dass es - oder meine Wahrnehmung von ihm- vergänglich ist?
Wie ist Eure Meinung zu Das Schicksal ist ein mieser Verräter? Habt Ihr es gelesen? Würdet Ihr es lesen? Mögt ihr Krebsbücher (oder dergleichen)? Warum? (:
Autor: John Green
Verlag: Hanser
Seiten: 285
Erscheinungsdatum: Juli 2012
ISBN: 978-3446240094
Aus: den USA
Labels: Bücher, Buchrezensionen, Drama, Reviews, Taschentuchtastisches, Tod, Ungerechtigkeiten
Sonntag @ 1/29/2012
Stoppt die Krake ACTA.
Tags bringen mich immer zum verzweifeln. PeteBack, ich sitze gerade an den Stöckchen, die du mir zugeworfen hast, aber ich komm' einfach nicht zu Potte!
Also tu ich das einzig' nützliche, was mir gerade einfällt und rufe gegen ACTA auf!
Was ist ACTA?
Die Abkürzung «ACTA» steht für das geplante plurilaterale Handelsabkommen «Anti-Counterfeiting Trade Agreement». Die teilnehmenden Nationen bzw. Staatenbünde geben an, damit den Kampf gegen Produktpiraterie verbessern zu wollen. Das angeblich wachsende Problem der Fälschungen und der Piraterie soll mit dem Abkommen besser bekämpft werden können. Die geheimen Verhandlungen laufen seit 2008 und sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Parteien sind die Schweiz, die USA, die EU, Kanada, Japan, Korea, Singapur, Australien, Neuseeland, Mexiko, Jordanien, Marokko und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Quelle
Petitionen dagegen:
HIER und
HIER und
WEITERE.
Facebook-ANTI-Acta-Aktion. | Weitere Quellen 1 | Quelle 2 | Facebook Protest
Meiner Meinung nach eine Situation, die man nicht geschehen lassen darf. ACTA ist zwar in den Medien unter SOPA doch ziemlich untergegangen, was die Lage jedoch nicht entschärft. Die Aufmerksamkeit etwas DAGEGEN zu tun, kann nicht groß genug sein! Also leute, bloggt darüber, macht darauf aufmerksam! Kopiert meinetwegen meinen ganzen Eintrag hier, hauptsache es geht nicht unter!
Und ein Video, dass die gesamte Lage nochmal deutlich erklärt:
weiterlesen..Labels: Bloggerkram, Politisches, Ungerechtigkeiten, Wissenswertes
Dienstag @ 2/15/2011
Die Welt kotzt mich an.
Momentan kotzt mich alles an. Die Bloggerwelt, die so schrecklich oberflächlich ist.
Mein Freund, der so ätzend zögerlich ist.
Meine Eltern, die sich so oft streiten.
Die Uni, die so nervig ist. Und das Wetter, welches so trübe dahinzieht.
Und die Welt, die so ungerecht ist.
Fangen wir beim letzten Punkt an. Die Welt ist ungerecht, dass habe ich in den letzten Wochen genüge zu spüren bekommen. Man (ich + mein Erdbeermann) wurde aus seiner Wohnung geschmissen, da mein Erdbeerman vor eineinhalb Jahren vergaß gegen eine Kündigung zu protestieren. Da seine Wohnungsbaugesellschaft ihn anderhalb Jahre lang weiterhin duldete vergaß er diesen Vorfall relativ schnell und wunderte sich dann als ein gerichtliches Schreiben eintrudelte, seine Wohnung würde am soundsovielten geräumt werden da er die Miete einen Monat lang nicht bezahlt hätte. Sodann begann er zwischen Wohnungsbaugenossenschaft, deren Anwalt und Rechtsberatung hin und herzuspringen, doch da die einen ihn zum anderen schickten und keiner (vor allem nicht die für ihn zuständige Wohungsbaugenossenschaft) eine klare Antwort geben konnte ("Sprechen sie mit meinem Anwalt!" - mit dem konnte er gar nicht sprechen, da dieser nur mit einem anderen Anwalt hätte sprechen können, und den kann sich mein Männe mit seinem StudentenBafög bestimmt nicht leisten ALSO musste er mit dessen Sekretärin sprechen, die nicht so wirklich Bescheid wusste und ihn wieder auf seine Wohnungsbaugenossenschaft verwies). Ein Teufelskreis.
So kam es, dass wir an einem Morgen recht frohgemuts zwiegespalten (naja) aufstanden um den Gerichtsvollzieher zu begrüßen und abzuwimmeln und auf einen Kaffee einzuladen. Wir konnten ja nicht damit rechnen, dass ganze 10 Mann vor der Tür stehen würden! Samt WohnungsbaugenossenschaftsvertreterInnen, und Möbelrücker. In unserer Naivität erwarteten wir dem Vollzieher erklären zu können, wie der Hase lief und zumindestens eine Aufschiebung der ganzen Sache zu erzwingen - vor allem weil der Erdbeermann nur NIE nur EINE einzige Mahnung o. Kündigung schriftlich bekommen hatte. (meines wissens muss man min. 3 mal mahnen, und das war nicht der fall)
Punkt um. Wir saßen auf der regnerischen Straße mit einem Haufen Kartons, zwei Fahrrädern und einer Melone, da die zuständige Frau die ihm eine Gradenfrist hätte erteilen können stattdessen lieber beschämt auf den Boden starrte und Augenkontakt mit uns vermied.
Meine Eltern. (Zu Uni und Wetter sage ich nichts, da dies nur launisch bedingte Punkte sind.)
Sie streiten sich. OFT. Wegen vieler Sachen. Eheinnerliche Sachen und einer Erbschaft, die mein Vater vielleicht bekommt oder auch nicht - seine Eltern hatten ihn enterbt, weil er mit meiner Mutter zusammen war. Seine Eltern habe ich nie kennengelernt, da sie sich nie für mich interessiert haben. Das hatte folgenden Grund: (ich fasse mich kurz, denn für Details ist mir das Internet zu öffentlich) Meine Mutter wollte nicht das Vaters Eltern + schlabbernder Hund mit in die Flitterwochen fahren. Verständlich, oder? Daraufhin wünsche die Mutter meines Vaters meiner ganzen Familie telefonisch den Tod an den Hals. Beziehungsbruch.
Die Erbschaft zieht sich dementsprechend hin und nervige Nachbarn die sich ziemlich in das Rührpöttische Geschehen einmischen erschweren meiner Mutter & meinem Vater den Beziehungsfrieden extremst.
Mein Freund. Scheiße, wenn er doch ein bisschen UNzögerlicher wäre und entschlusskräftiger! Manchmal kommt er nicht aus dem Potte. Auf seiner Arbeit klaute ein Mitarbeiter 1000 Euronen. Da mein Freund zur falschen Zeit am falschen Ort war und gleichzeitig ein bisschen schusselig machte sein Chef es sich einfach und teilte die Schulden auf: der Dieb hatte 500 Euro abzuzahlen (vom geklauten Geld) und mein Erdbeermann die gleiche Summe. DABEI HAT ER NICHTS VERBROCHEN! Scheiße. Ungerechtigkeit hoch 10. Kraftausdrückeverbalakrobatischerzustandminuself11111!!! Und das schlimmste daran ist, dass sich mein Erdbeermann nicht einmal dagegen zur Wehr setzte und dem Chef sagte, dass er das NICHT okey fände! Nun kann er zwei Monate lang für NICHTS arbeiten und kann dementsprechend Gerichtskosten + Räumungskosten + Lagerungskosten + 500 Euro abbezahlen. Toll, oder?
Und eine neue Wohnung suchen wir auch noch.
Die Bloggerwelt, das geringste aller Probleme, aber dennoch einen klitzekleinen Eintrag wert. Ein Modeblog-hater der sich zur Aufgabe gemacht hat mit - Betonung auf folgendes - Ironie und Sarkasmus "höchster Note"- Blogmädchen an den Pranger zu stellen, sie zu verlinken und im Grunde genommen zu sagen wie scheiße er ihren Blog und den darin repräsentierten Lebensstil doch findet.
Schlimmer als IHN finde ich jedoch die Reaktionen der Menschen, die mir zeigt in was für einer abgrundtief schlechten Welt wir doch allesamt leben. Ich zitiere (dreist):
"HIER ich hab dir was gemalt,weil ich dich so...SÜß find <3"; dein blog muss wirklich wirklich verfolgt werden, fühl dich gedrückt. :); haha auch wenn du keine fashion blogs etc magst, ich find die idee geil, amusant und interessant lol"
Geilheit. Die User stürzen sich auf diesen Blog weil er ihnen auf einfache und witzige Weise alles bietet, was sie selber mit ihren langweiligen Persönlichkeiten und Blogs nicht schaffen. Sie knuddeln den Autor, herzen ihn und drücken ihn ohne zu wissen was er eigentlich für ein Typ sein könnte. Fetter Mann mit Bart sag ich nur. Das typische Perversitätsklischee.
In ein paar Tagen auf über 250+ Follower plus viele viele Kommentare im Stil wie dort oben gezeigt. Ist es dass, was man möchte? Irgendeinuser verglich seinen Blog mit Bild, ich muss sagen der Vergleich passt & hinkt zugleich: Bild ist wenigstens vielseitiger und zeigt Brüste.
Ich denke jeder wäre im Grunde genommen bestützt wenn er/sie SELBER derart präsentiert werden würde, wenn hunderte von Menschen auf deinen Blog gehen mit der Intention "der Blog ist lächerlich, doof und schlecht" und mindestens ein paar Haterkommentare bekommen. ICH möchte so etwas ehrlich gesagt nicht.
 |
| Wieder so ein Platzhalterbild. |
Labels: Gedankengänge, Gemecker, Lebenscheiße, Ungerechtigkeiten
Mittwoch @ 10/27/2010
Die Ungerechtigkeit der Bügelperlen.
Das ist jetzt nicht dein Ernst, Ernst, oder?
Mir fehlen genau ungefährstens ZEHN verdammte Steckperlen um das
Bild zu vervollständigen! Das ist UNFAIR!
Labels: Gemecker, Ungerechtigkeiten
Montag @ 10/19/2015
Eingewöhnungshorror für kleine und große Monster.
Stellt Euch vor, ihr wärt ein kleiner Pups von zwei Jahren und kennt bisher nur eure Mama und euren Papa.. Deine Welt ist klein. Klein, aber fein würdest du sagen. Du hast ein schönes kleines Reich - das zufälligerweise auch noch von zwei Wesen namens Eltern bewohnt wird, die sich sehr aufopferungsvoll um Dich kümmern. Du bekommst zu Essen, hast ein gemütliches Bett, kannst viel viel spieeelen und dir wird sogar am Tisch erlaubt aufzustehen, wann du willst. Oh, und einen Schnuller hast du auch. Den liebst du sehr!
Irgendwann, eines schönen Tages, machen deine Eltern einen Ausflug mit dir. Sie bringen dich in einen fremden neuen Raum mit vielen kahlen Wänden und neu riechendem Spielzeug - aber wohaaa, WAS für Spielzeug! Eine ganze Spielküche nur aus Holz und mit Plüschdingern! Drei bunte Laufrädchen, irgendwas worin man sich lustig verstecken kann, viele viele Buntstifte und jede Menge anderer Kleinkram der noch nie von anderen angefasst wurde, so sieht es zu mindestens für Dich momentan aus. Als du gerade dabei bist in Anwesenheit deiner Eltern deine Umgebung zu erkunden kommt eine fremde Person herein und setzt sich zu Euch. Du beachtest sie kaum, denn du hast ja mit dem Spielzeug zu tun.
Nach und nach füllt sich der Raum mit weiteren Leuten, von denen besonders die anderen Kleinen aufdringlich sind: Ständig wollen sie dir dein Eigentum streitig machen, und sind dabei auch noch ziemlich dreist. Ist doch klar, dass das hier alles deins ist! Du warst hier zuerst!
Irgendwann geht der Tag zu Ende und du gehst wieder nach Hause. Der Ausflug war anstrengend, aber irgendwie auch schön.
Am nächsten Tag bist du wieder, diesmal nur mit Mama, in dem neuen Raum. Diesmal scheint ihr länger da zubleiben, denn Mama (zusammen mit dieser anderen Frau) macht sich sogar die Mühe Murmelbahn mit dir zu spielen! Als ihr die Bausteine gerade erfolgreich ein drittes Mal vor dem Fuß eines ständig ankommenden kleinen zweiten Monsters verteidigt, verabschiedet sich deine Mutter von dir. "Ich komme gleich wieder. Bin nur kurz auf der Toilette." Das du davon nur die winkende Handbewegung verstehst und keine Ahnung hast, wie lange "gleich" nun bei ihr ist, scheint ihr egal zu sein. Sie geht. Du fängst an zu heulen. Die fremde Frau von Gestern versucht dich zu trösten, doch das willst du nicht. Nein, Mama, der Schmerz ist schlimm in dir, wo ist sie hin? Sie würde dich doch nie alleine lassen! Nach wenigen Minuten die dir wie Stunden vorkommen taucht sie schließlich wieder auf.
Das ganze wiederholt sich nun Tag für Tag - und jedesmal braucht Mama länger um zu dir zurückzukommen. Inzwischen lässt du dich etwas von der fremden Frau, ihr Name soll irgendwas mit "Oni" sein, trösten, aber es ist nicht das gleiche wie von Mama. Mehr oder weniger lethargisch hängst du in ihren Armen und lässt dich zärtlich hin und her wiegen, stumme Tränen rollen dir hin und wieder über das Gesicht und du wimmerst ein bisschen. Mama ist nun schon Stunden weg, wieder hat sie nur gesagt "Ich komme gleich wieder. Bin nur kurz auf der Toilette.". Die Frau spricht zumal noch in deutsch mit dir, du verstehst nur die Hälfte ihrer Worte, alles was du ihr entgegnen kannst ist "Guckn gehn.", müde deutest du zur Tür. "Nein nein, Mama kommt wirklich gleich wieder. Wenn sie kommt, klingelt es an der Tür!" Was genau sie mit klingeln und Tür meint, geht dir nicht auf, die Tür ist doch dort, wenn Mama kommen würde, wäre sie doch da, wieso müsste sie irgendwo läuten? Und von "gleich" kann inzwischen keine Rede mehr sein.
_________________________________
Okey, der Text ist etwas dramatisch. Aber irgendwie hatte ich gerade den inneren Drang zumindest versuchsweise darzustellen, was und wie sich eines meiner zweijährigen Kinder meiner Kita Gruppe innerhalb der Eingewöhnung fühlen kann.
Man muss sich das mal vorstellen - sein ganzes Leben lang kennt es nur Mama und Papa (vielleicht noch Oma und Opa) und dann soll es innerhalb von höchstens zwei Wochen einen Großteil seines bisher kleinen Lebens in einem Raum mit anderen 14 Kindern und höchstens 2 Erziehern verbringen, von denen es niemanden kennt?
Klar, werden einige pädagogisch gewiefte jetzt sagen - so ne Eingewöhnung ist doch eigentlich für 4-6 Wochen angedacht. Ja. Eigentlich. Aber nicht wenn einem die eigene Chefin in den Hacken steht, die die Eltern der Kleinen gerne schon nach einer Woche aus dem Raum haben will. Eigentlich braucht man für sowas Zeit. Eigentlich will ich jedem Kind die individuelle Zeit einräumen, die es zur Entwicklung seiner Unabhängigkeit braucht - aber Kommentare wie "manchmal einfach durch schreien lassen" (dass ich, wenn ein Kind damit anfangen würde, die Eingewöhnungen der anderen 6 Kinder erst mal pausieren könnte, weil sich die Kids natürlich alle gegenseitig mit Plärren anstecken, sei mal dahingestellt) oder "da müssen die durch, das Leben is kein Zuckerschlecken" helfen mir wenig. Wo ist die Pädagogik hin, die ich bisher studiert habe? Was ist denn mit der persönlichen und individuellen Entwicklung, die die Kita in ihrem Konzept so huldigt? Wieso wurde die Kita nicht so eröffnet, dass jedem Kind mehr Zeit eingeräumt wird? (Durch die Neugründung kommt es nämlich auch, dass so viele Kinder gleichzeitig eingewöhnt werden.)
Dass ich über solche Probleme so problemlos lamentieren kann liegt übrigens daran, dass ich krank bin. Alleine mit einer Gruppe von insgesamt 7 Kindern (Personalschlüssel für den Unter 3 Bereich ist 5 zu 1, aber who cares, gebt der Erdbeer doch noch die 10 Stunden Kraft, die ist dann ganze 2 Stunden pro Tag für sie da und studiert doch auch. Dass meine Kollegin noch gar keine Praxiserfahrung hat und von Eingewöhnung so viel versteht wie vom Créme Brûlet backen, ist egal.) müsste ich zwar nach dem Wochenende die Eingewöhnung weiter fortführen, aber die vielen Schnupfnasen und Tränen haben mich dann doch mal in die Knie gezwungen. Halsweh und der ganze Shit entladen sich nun auf mir.
Ich habe große Schuldgefühle, dass ich die Eingewöhnung der Kleinen damit weiter verzögere und ärgere mich gleichzeitig über die schlechte Planung der Kita die nicht mit bedacht hat, dass die Kinder sich in der Eingewöhnung ja auch an MICH gewöhnen und es schwer wird, mich mit einer fremden Person zu ersetzen. Aber Fieber ist Fieber und bettlägerig nütze ich niemanden in der Kita.
Meh. Alles kacke.
Tut mir Leid für den langen weinerlichen Post, aber das musste mal raus. Ich mag meine Gruppe inzwischen schon ziemlich und habe sogar Erfolge zu verzeichnen gehabt - und hoffe nun um so mehr sehr, dass die Verzögerung von ein paar Tagen (wie lange, erfahre ich hoffentlich nachher beim Arzt) mich nicht zu sehr in der Eingewöhnung zurückwirft.
Andererseits: Scheiß doch drauf, was die Leitung sagt - dann brauchen die Kinder halt länger als vorgesehen. Hauptsache, es geht ihnen später mal in der Gruppe gut! Und wenn ich dafür mit 6 Eltern gleichzeitig im Raum sitzen muss, dann ist es halt so. Ist mir lieber, als wenn sich in mir moralisch alles dagegen sträubt die Kinder vorzeitig und zu früh von den Eltern abzunabeln. Ich gehe lieber nach meinem pädagogischen Gefühl statt nach strikten Planungsvorgaben die organisatorisch, prinzipiell, bürokratisch und finanziell besser für die Kita wären.
Labels: Alltägliches, Gedankengänge, Gemecker, Geschwafel, Lebenscheiße, Selbstmitleidiges, Taschentuchtastisches, Ungerechtigkeiten
Dienstag @ 11/27/2012
Das Schicksal ist ein mieser Verräter.
Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die
Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die
AUFMERKSAM sind. Der Typ, der die Pockenimfpung erfunden hat, hat
eigentlich nichts neu erfunden. Er hat nur bemerkt, dass Leute mit
Kuhpocken keine echten Pocken bekamen.
Ein Buch, das mich zum Heulen und Lachen gleichzeitig bringt, das gibt es
selten. Hazel ist jung und hat Lungenkrebs. Ohne Heilungschancen.
Trotzdem hasst sie Krebsbücher und Mitleid wie die Pest - stattdessen
vergräbt sie sich lieber in den Roman 'Ein herrschaftliches Leiden', der
zwar genau dies ist (also ein Krebsbuch), aber dennoch viel viel
tiefsinniger und poetischer.
Dann trifft sie (im buchstäblichen Herzen
Gottes) Augustus und beginnt sich zu verlieben - ein herrlicher Auftakt
für eine süße, aber nicht überzuckerte und doch herrlich kitschig
schöntraurige Romanze.
Im Grunde genommen finde ich Krebsbücher auch
doof. Wie kann ein Buch, das hauptsächlich mit seiner Traurigkeit und
seinen Schickssalsschlägen punktet, auch gehasst werden? Deshalb ja
'doof', weil man sich irgendwie schlecht fühlt, wenn man etwas dagegen
sagt. So ist "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" allerdings ganz und
gar nicht - der Leser wird mitgenommen auf eine sarkastisch geladene
Lebensbeschreibung einer Jugendlichen. Ganz normal. Nur eben mit dem
Krebsbonus. Und Champagner.
John Greens Schreibstil ist mal locker
flockig und dann wieder heiter-bewölkt, poetisch stickig und
sonnenregenschön. Ohne Moralzeigefinger spricht er die
unterschliedlichsten Themen an, die einem Menschen der Krebs hat, eben
bedrückt - Tod, Umgang mit eben diesem, und Leben.
Es fällt mir
nicht leicht, "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", loszulassen - Hazel
Grace, Gus und Isaac haben mich, obwohl sie letztendlich nur ganz
normale Jugendliche sind, so sehr in ihren Bann geschlagen, dass es mir
brutal vorkommt, sie nun alleine zu lassen. Es ist ein tränenreicher
Abschied, dem einen das Buch liefert, aber er ist es wert. Eines der
wenigen Bücher von denen ich wirklich sagen könnte, dass sie meine
Sichtweise auf Krankheiten & den Umgang mit diesen, wenn auch nur
ein kleines Stück, verändert haben.
Ich glaube, dass das Universum bemerkt werden will. Ich glaube, das Universum ist unwahrscheinlich pateiisch, was das Bewusstsein angeht. Ich glaube, dass es Intelligenz belohnt, weil es ihm schmeichelt, wenn seine Eleganz erkannt wird. Und wer bin ich, der mitten in der Geschichte lebt, dem Universum zu sagen, dass es - oder meine Wahrnehmung von ihm- vergänglich ist?
Wie ist Eure Meinung zu Das Schicksal ist ein mieser Verräter? Habt Ihr es gelesen? Würdet Ihr es lesen? Mögt ihr Krebsbücher (oder dergleichen)? Warum? (:
Autor: John Green
Verlag: Hanser
Seiten: 285
Erscheinungsdatum: Juli 2012
ISBN: 978-3446240094
Aus: den USA
Labels: Bücher, Buchrezensionen, Drama, Reviews, Taschentuchtastisches, Tod, Ungerechtigkeiten
Sonntag @ 1/29/2012
Stoppt die Krake ACTA.
Tags bringen mich immer zum verzweifeln. PeteBack, ich sitze gerade an den Stöckchen, die du mir zugeworfen hast, aber ich komm' einfach nicht zu Potte!
Also tu ich das einzig' nützliche, was mir gerade einfällt und rufe gegen ACTA auf!
Was ist ACTA?
Die Abkürzung «ACTA» steht für das geplante plurilaterale Handelsabkommen «Anti-Counterfeiting Trade Agreement». Die teilnehmenden Nationen bzw. Staatenbünde geben an, damit den Kampf gegen Produktpiraterie verbessern zu wollen. Das angeblich wachsende Problem der Fälschungen und der Piraterie soll mit dem Abkommen besser bekämpft werden können. Die geheimen Verhandlungen laufen seit 2008 und sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Parteien sind die Schweiz, die USA, die EU, Kanada, Japan, Korea, Singapur, Australien, Neuseeland, Mexiko, Jordanien, Marokko und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Quelle
Petitionen dagegen:
HIER und
HIER und
WEITERE.
Facebook-ANTI-Acta-Aktion. | Weitere Quellen 1 | Quelle 2 | Facebook Protest
Meiner Meinung nach eine Situation, die man nicht geschehen lassen darf. ACTA ist zwar in den Medien unter SOPA doch ziemlich untergegangen, was die Lage jedoch nicht entschärft. Die Aufmerksamkeit etwas DAGEGEN zu tun, kann nicht groß genug sein! Also leute, bloggt darüber, macht darauf aufmerksam! Kopiert meinetwegen meinen ganzen Eintrag hier, hauptsache es geht nicht unter!
Und ein Video, dass die gesamte Lage nochmal deutlich erklärt:
weiterlesen..Labels: Bloggerkram, Politisches, Ungerechtigkeiten, Wissenswertes
Dienstag @ 2/15/2011
Die Welt kotzt mich an.
Momentan kotzt mich alles an. Die Bloggerwelt, die so schrecklich oberflächlich ist.
Mein Freund, der so ätzend zögerlich ist.
Meine Eltern, die sich so oft streiten.
Die Uni, die so nervig ist. Und das Wetter, welches so trübe dahinzieht.
Und die Welt, die so ungerecht ist.
Fangen wir beim letzten Punkt an. Die Welt ist ungerecht, dass habe ich in den letzten Wochen genüge zu spüren bekommen. Man (ich + mein Erdbeermann) wurde aus seiner Wohnung geschmissen, da mein Erdbeerman vor eineinhalb Jahren vergaß gegen eine Kündigung zu protestieren. Da seine Wohnungsbaugesellschaft ihn anderhalb Jahre lang weiterhin duldete vergaß er diesen Vorfall relativ schnell und wunderte sich dann als ein gerichtliches Schreiben eintrudelte, seine Wohnung würde am soundsovielten geräumt werden da er die Miete einen Monat lang nicht bezahlt hätte. Sodann begann er zwischen Wohnungsbaugenossenschaft, deren Anwalt und Rechtsberatung hin und herzuspringen, doch da die einen ihn zum anderen schickten und keiner (vor allem nicht die für ihn zuständige Wohungsbaugenossenschaft) eine klare Antwort geben konnte ("Sprechen sie mit meinem Anwalt!" - mit dem konnte er gar nicht sprechen, da dieser nur mit einem anderen Anwalt hätte sprechen können, und den kann sich mein Männe mit seinem StudentenBafög bestimmt nicht leisten ALSO musste er mit dessen Sekretärin sprechen, die nicht so wirklich Bescheid wusste und ihn wieder auf seine Wohnungsbaugenossenschaft verwies). Ein Teufelskreis.
So kam es, dass wir an einem Morgen recht frohgemuts zwiegespalten (naja) aufstanden um den Gerichtsvollzieher zu begrüßen und abzuwimmeln und auf einen Kaffee einzuladen. Wir konnten ja nicht damit rechnen, dass ganze 10 Mann vor der Tür stehen würden! Samt WohnungsbaugenossenschaftsvertreterInnen, und Möbelrücker. In unserer Naivität erwarteten wir dem Vollzieher erklären zu können, wie der Hase lief und zumindestens eine Aufschiebung der ganzen Sache zu erzwingen - vor allem weil der Erdbeermann nur NIE nur EINE einzige Mahnung o. Kündigung schriftlich bekommen hatte. (meines wissens muss man min. 3 mal mahnen, und das war nicht der fall)
Punkt um. Wir saßen auf der regnerischen Straße mit einem Haufen Kartons, zwei Fahrrädern und einer Melone, da die zuständige Frau die ihm eine Gradenfrist hätte erteilen können stattdessen lieber beschämt auf den Boden starrte und Augenkontakt mit uns vermied.
Meine Eltern. (Zu Uni und Wetter sage ich nichts, da dies nur launisch bedingte Punkte sind.)
Sie streiten sich. OFT. Wegen vieler Sachen. Eheinnerliche Sachen und einer Erbschaft, die mein Vater vielleicht bekommt oder auch nicht - seine Eltern hatten ihn enterbt, weil er mit meiner Mutter zusammen war. Seine Eltern habe ich nie kennengelernt, da sie sich nie für mich interessiert haben. Das hatte folgenden Grund: (ich fasse mich kurz, denn für Details ist mir das Internet zu öffentlich) Meine Mutter wollte nicht das Vaters Eltern + schlabbernder Hund mit in die Flitterwochen fahren. Verständlich, oder? Daraufhin wünsche die Mutter meines Vaters meiner ganzen Familie telefonisch den Tod an den Hals. Beziehungsbruch.
Die Erbschaft zieht sich dementsprechend hin und nervige Nachbarn die sich ziemlich in das Rührpöttische Geschehen einmischen erschweren meiner Mutter & meinem Vater den Beziehungsfrieden extremst.
Mein Freund. Scheiße, wenn er doch ein bisschen UNzögerlicher wäre und entschlusskräftiger! Manchmal kommt er nicht aus dem Potte. Auf seiner Arbeit klaute ein Mitarbeiter 1000 Euronen. Da mein Freund zur falschen Zeit am falschen Ort war und gleichzeitig ein bisschen schusselig machte sein Chef es sich einfach und teilte die Schulden auf: der Dieb hatte 500 Euro abzuzahlen (vom geklauten Geld) und mein Erdbeermann die gleiche Summe. DABEI HAT ER NICHTS VERBROCHEN! Scheiße. Ungerechtigkeit hoch 10. Kraftausdrückeverbalakrobatischerzustandminuself11111!!! Und das schlimmste daran ist, dass sich mein Erdbeermann nicht einmal dagegen zur Wehr setzte und dem Chef sagte, dass er das NICHT okey fände! Nun kann er zwei Monate lang für NICHTS arbeiten und kann dementsprechend Gerichtskosten + Räumungskosten + Lagerungskosten + 500 Euro abbezahlen. Toll, oder?
Und eine neue Wohnung suchen wir auch noch.
Die Bloggerwelt, das geringste aller Probleme, aber dennoch einen klitzekleinen Eintrag wert. Ein Modeblog-hater der sich zur Aufgabe gemacht hat mit - Betonung auf folgendes - Ironie und Sarkasmus "höchster Note"- Blogmädchen an den Pranger zu stellen, sie zu verlinken und im Grunde genommen zu sagen wie scheiße er ihren Blog und den darin repräsentierten Lebensstil doch findet.
Schlimmer als IHN finde ich jedoch die Reaktionen der Menschen, die mir zeigt in was für einer abgrundtief schlechten Welt wir doch allesamt leben. Ich zitiere (dreist):
"HIER ich hab dir was gemalt,weil ich dich so...SÜß find <3"; dein blog muss wirklich wirklich verfolgt werden, fühl dich gedrückt. :); haha auch wenn du keine fashion blogs etc magst, ich find die idee geil, amusant und interessant lol"
Geilheit. Die User stürzen sich auf diesen Blog weil er ihnen auf einfache und witzige Weise alles bietet, was sie selber mit ihren langweiligen Persönlichkeiten und Blogs nicht schaffen. Sie knuddeln den Autor, herzen ihn und drücken ihn ohne zu wissen was er eigentlich für ein Typ sein könnte. Fetter Mann mit Bart sag ich nur. Das typische Perversitätsklischee.
In ein paar Tagen auf über 250+ Follower plus viele viele Kommentare im Stil wie dort oben gezeigt. Ist es dass, was man möchte? Irgendeinuser verglich seinen Blog mit Bild, ich muss sagen der Vergleich passt & hinkt zugleich: Bild ist wenigstens vielseitiger und zeigt Brüste.
Ich denke jeder wäre im Grunde genommen bestützt wenn er/sie SELBER derart präsentiert werden würde, wenn hunderte von Menschen auf deinen Blog gehen mit der Intention "der Blog ist lächerlich, doof und schlecht" und mindestens ein paar Haterkommentare bekommen. ICH möchte so etwas ehrlich gesagt nicht.
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| Wieder so ein Platzhalterbild. |
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Mittwoch @ 10/27/2010
Die Ungerechtigkeit der Bügelperlen.
Das ist jetzt nicht dein Ernst, Ernst, oder?
Mir fehlen genau ungefährstens ZEHN verdammte Steckperlen um das
Bild zu vervollständigen! Das ist UNFAIR!
Labels: Gemecker, Ungerechtigkeiten