Montag @ 12/23/2013
Before I sleep.
Christine spürt, wie sich neben ihr jemand regt. Wo ist sie? Schnell
richtet sie sich im Bett auf und hört ihr Rückrad knacken. Wieso fühlt
sie sich, als wäre sie 47?
Weil sie 47 ist. Überraschenderweise denkt
sie jeden Tag, sie wäre 20 und würde neben einem One Night Stand
liegen, einem ollen Lover, der nichts taugt. Bis sie versteht, dass sie
an Amnesie leidet, und der "olle Kerl" neben ihr ihr Mann Ben ist,
vergeht meistens ein bisschen Zeit. Meistens ruft ihr behandelnder Arzt
sie an, und erklärt ihr an den Schrank zu gehen, dort im untersten
Schubfach ein Buch zu finden - ihr Tagebuch. In dem alles steht. Auch
der kleine Satz "Vertrau Ben nicht!".
Ein Unfall soll es gewesen
sein, aufgrund dessen Christine ihr Gedächtnis verloren hat und zudem
ihre Fähigkeit, neue Informationen zu speichern. Sobald der Schlaf
Christine übermannt, vergisst sie alles, was sie am Tag zuvor gelernt
hat.
"Ich.Darf.Nicht.Schlafen." ist zu erst einmal eine sehr
schlechte Titelübersetzung. Der Originaltitel
"Before I sleep" trifft da
schon eher, was Christine jeden Tag durchleben muss. Der Roman ist
ziemlich originell - ein Buch über Amnesie habe ich bisher noch nie
gelesen, und S. J. Watson schafft es mit seinem trockenen und sachlichen
Erzählstil eine traurige Geschichte zu schreiben. Der jedoch, wenn man
genauer hinschaut, meiner Meinung nach die tiefgründigen Gefühle fehlen -
zwar wird die Verzweiflung Christines jeden Tag zu
VERGESSEN sehr gut
getroffen, aber auf positive Gefühle wartet der Leser lange. Die werden
nämlich im Gegensatz zu den negativen sehr schwach dargestellt.
Christine bleibt so, wie sie zu anfangs ist:
blass. Sie vergisst
viel, und das mag man einem an Amnesie leidenden Charakter auch
(hoch?)
anrechnen, aber viel mehr Tiefgründigkeit kann man auch gegen Ende des
Buches nicht von ihr erwarten.
Eine weitere Problematik des
Buches war ohne zu fragen
das Ende - es war zwar gut durchdacht und
logisch aber
nichtsdestotrotz komplett übertrieben und
überdramatisiert. Hier zeigt sich nochmal deutlicher, was ich eben
erwähnt hatte - Christine tut Dinge, die ich nicht nachvollziehen konnte
und irgendwie kam mir der Gedanke, dass sich der (männliche, recht
junge und
nicht 47 jährige) Autor einfach nicht genug in eine 47 jährige
Frau hineinversetzen konnte.
Positiv war jedoch die Handlung
des Buches: Sie widerholt sich oft, ist eintönig, was der Thematik aber
nur recht gibt und den monotonen Alltag Christines unterstreicht.
Dennoch wird es
nicht wirklich langweilig, da die Spannung gegen Ende
steigt.
Letztendlich ist "Ich.Darf.Nicht.Schlafen." ein
überraschend gutes, aber nicht konsequent überzeugendes Buch über ein
sehr originelles und bestimmt nicht einfaches Thema. Wer Thriller mag
(und entgegen der bisher gelesenen Meinung finde ich sehr, dass es ein
Thriller ist)
und Brighton liebt (<3), ist hier gut beraten. Wer
nicht, der lieber nicht.
DREI von fünf Erdbeerpunkten.
Titel: Ich.Darf.Nicht.Schlafen.
Autoren: S.J. Watson
Verlag: Scherz Verlag
Seiten: 464
Erscheinungsdatum: 23.08.2011
ISBN: 9783651000087
Autor aus: Großbritannien
Ich.Darf.Nicht.Schlafen. ist im Scherz Verlag erschienen, bestellen kann man es hier.
Labels: Bücher, Buchrezensionen, Psychologietastisches Geschreibe, Thriller
Freitag @ 7/08/2011
Literally, I have wings.
Reality is overrated! I take fantasy every time. Reality is the bad guys win, the good guys suffer, everyone struggles and makes no progress. Fantasy provides balance and the spirit of triumph over the darkness of malcontents. That's why I go to see so many movies: escapism!!!!
Somehow it's distorting. Somebody, who I don't really know just spoke out, what my whole life consists in. Especially now. Now and then.
I read books a lot. Not quite especially fantasy books but getaways can come in so different ways.
I'd like to be a popstar. Stay on the stage and feel the heat around me rising. Sing, play an instrument and watch the people in front of me, underneath me, dancing, laughing and watching me. They are here because I am. Who's with me here? What if (my lone, grey, little self) climb upon an empty stage and start to sing? Even roaches would start to flee.
Not there. I have wings, literally.
I'd like to be a very mean person. See, I'd like to be so more than just a popstar! Couldn't handle to be on my own (or even with a band) and playing me all the time. Tour buses are great, really. But drinking soda all the time, giggling with bandmembers, touring through the world, playing for people and being admired isn't all what's there. There is so much more. Such as being perfidiously!
There, I am also a bad bad which. Do you remember Magica de Spell (Gundula Gaukelei) from the duck tales? (or the Lustige Taschenbücher.. whatever that is in english. The comic version!) I'm a bit like her. Just more cruel. I like to torture people. Not to death, because that could mean I cannot torture them anymore. Do you see my point? There's not exactly a hidden meaning behind me. Not in everybody. I just want to escape.
There, I can be free. I could be a pirate! Stroming through thunder, living wild free and drinking rum. Of course.
There, I can be a warrior. Scared of myself, proud in some mad and sad way. Or a lonely but loving girl, lost in the future and strung-out, a healer, a unicorn without a uni but with a lot of poptards, a thief.
Literally, I can be what I want to be.
Labels: Phantasiewelten, Psychologietastisches Geschreibe
Donnerstag @ 11/11/2010
"Die ist bestimmt immer artig."
Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich falsch eingeschätzt werde. Dies bestätigt sich mir immer öfter in meinem Berufsleben - schon als ich letztes Jahr einen dummen kleinen Nebenjob (der leider viel viel anstrengender war als angenommen - Aubeuterverein!!!! Namen werden verbannt, anstatt genannt!) tätigte wurde ich missbehandelt. (Nicht misshandelt, sondern einfach nur falsch behandelt oder verstanden - da gibt es einen Unterschied!) Ich unterscheide dabei immer nach unterschiedlichen Situationen und Personen.
Da mein Blog fast ausschließlich Leser anspricht die mich nicht persönlich kennen (Ausnahmen bestätigen die Regel) kann ich diese Frage hier stellen: Wie würdet ihr mich einschätzen? (Um jemanden einschätzen zu können, muss man sich natürlich wenigstens ein Bild von ihm machen können, und dass kann man nur wenn man denjenigen zumindestens ein kleines bisschen kennt..) Würdet Ihr mich eher als offene, aufgeschlossene und total umgängliche Person bezeichnen, oder bin ich für Euch eher ein Leseratte ohne Freunde und mit vielen Kuscheltieren, mit denen ich täglich Voodoodiskussionsrunden veranstalte? Oder beides? Oder keins von beiden, sind die Beispiele zu skuril? höhö..
Aber zurück zum eigentlichen Thema, Menschen die mich falsch einschätzen. Dies ist mir neulich passiert: Man fragt mich, ob ich denn auch mal unartig sei.
"Leonie ist bestimmt total artig und lieb. Sie kann nicht verrückt sein. Oder?"
"Nunja..."
Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl dass ich auf Menschen, die ich wenig oder kaum kenne und zu denen ich schwer einen Draht bekomme, wie ein verschlossenes Buch wirke. Ein Buch, dessen Inhalt sie nicht kennen, ihn aber in einer ordentlichen und artigen Schrift und mit gesitteter Story, vermuten.
Ich bin so verschlossen, wenn ich mich unwohl fühle! Obwohl.. das stimmt nicht. Ich fühle mich bei meiner jetzigen Arbeit nicht unwohl. Ganz und gar nicht, ich habe bisher kaum etwas schöneres gemacht - kaum. Ich fühlte mich kaum wohler! Warum bin ich dann trotzdem nicht ich selbst? Nicht wirklich, jedenfalls. Manchmal habe ich das Gefühl ich hätte zwei Seiten.. (zumindestens zwei denen ich immer wieder begegne, denen ich aber nie habhaft werde) die eine - still, ruhig und artig. Man kennt mich nicht, die liebe Leonie.
Die andere - abgedreht, etwas verkorkst, manchmal kaum zu bremsen laut, bissig und verschmust. Ganz andersartig, auf alle Fälle. Diese Seite zeige ich nur Freunden, meiner Familie und meinem Erdbeerliebsten. Ganz ganz selten bekommen Menschen, die ich noch nicht so lange kenne, sie zu sehen. Wenn, dann müssen sie schon argh auf meiner Wellenlänge schwimmen. Das kommt vor (leider zu selten?), vielleicht sollte ich die Meinung meiner Mutter verwirklichen: " Lerne mehr Leute kennen, dann öffnest du dich auch mehr! " Ich glaube nicht, dass ich das tun würde. Zum einen WILL ich es gar nicht (noch mehr Leute in meinem realen Leben kennenlernen.. jedenfalls nicht durch meine MUTTER xD) zum anderen könnte ich es nicht, weil ich es nicht will.
Störe ich Euch, mit meinem Gebrabbel? Ich höre schon auf. Ich habe nur versucht mir etwas von der Seele zu schreiben, was mich doch sehr trifft - fehleinschätzungen mag ich nicht. Auch nicht die Tatsache, dass man immer meint ich wäre BRAV. Gibt es etwas schlimmeres als brav zu sein? Ich glaube nicht. Ewig brave Leute stempelt man (zumindestens ich) immer zu leicht als langweilig und öde ab. Brave Leute versprechen keine Aufregung, mit denen kann man nichts erleben. Die sind nie spontan und lachen nur über artige Witze. Und all das tue ich nicht. Ich bin ganz und gar das Gegenteil - aber eben nur, wenn ich es mich traue. Wenn ich mich im Kreis der meinen geborgen fühle. (Im Internet ist es so viel einfacher, selbst zu sein und sich doch zu verstellen. Ich wette, wenn ihr mich treffen würdet wäret ihr erstaunt wie anders ich wäre, als ihr es Euch vorgestellt habt!)
Labels: Gedankengänge, Psychologietastisches Geschreibe, viel viel Text
Montag @ 12/23/2013
Before I sleep.
Christine spürt, wie sich neben ihr jemand regt. Wo ist sie? Schnell
richtet sie sich im Bett auf und hört ihr Rückrad knacken. Wieso fühlt
sie sich, als wäre sie 47?
Weil sie 47 ist. Überraschenderweise denkt
sie jeden Tag, sie wäre 20 und würde neben einem One Night Stand
liegen, einem ollen Lover, der nichts taugt. Bis sie versteht, dass sie
an Amnesie leidet, und der "olle Kerl" neben ihr ihr Mann Ben ist,
vergeht meistens ein bisschen Zeit. Meistens ruft ihr behandelnder Arzt
sie an, und erklärt ihr an den Schrank zu gehen, dort im untersten
Schubfach ein Buch zu finden - ihr Tagebuch. In dem alles steht. Auch
der kleine Satz "Vertrau Ben nicht!".
Ein Unfall soll es gewesen
sein, aufgrund dessen Christine ihr Gedächtnis verloren hat und zudem
ihre Fähigkeit, neue Informationen zu speichern. Sobald der Schlaf
Christine übermannt, vergisst sie alles, was sie am Tag zuvor gelernt
hat.
"Ich.Darf.Nicht.Schlafen." ist zu erst einmal eine sehr
schlechte Titelübersetzung. Der Originaltitel
"Before I sleep" trifft da
schon eher, was Christine jeden Tag durchleben muss. Der Roman ist
ziemlich originell - ein Buch über Amnesie habe ich bisher noch nie
gelesen, und S. J. Watson schafft es mit seinem trockenen und sachlichen
Erzählstil eine traurige Geschichte zu schreiben. Der jedoch, wenn man
genauer hinschaut, meiner Meinung nach die tiefgründigen Gefühle fehlen -
zwar wird die Verzweiflung Christines jeden Tag zu
VERGESSEN sehr gut
getroffen, aber auf positive Gefühle wartet der Leser lange. Die werden
nämlich im Gegensatz zu den negativen sehr schwach dargestellt.
Christine bleibt so, wie sie zu anfangs ist:
blass. Sie vergisst
viel, und das mag man einem an Amnesie leidenden Charakter auch
(hoch?)
anrechnen, aber viel mehr Tiefgründigkeit kann man auch gegen Ende des
Buches nicht von ihr erwarten.
Eine weitere Problematik des
Buches war ohne zu fragen
das Ende - es war zwar gut durchdacht und
logisch aber
nichtsdestotrotz komplett übertrieben und
überdramatisiert. Hier zeigt sich nochmal deutlicher, was ich eben
erwähnt hatte - Christine tut Dinge, die ich nicht nachvollziehen konnte
und irgendwie kam mir der Gedanke, dass sich der (männliche, recht
junge und
nicht 47 jährige) Autor einfach nicht genug in eine 47 jährige
Frau hineinversetzen konnte.
Positiv war jedoch die Handlung
des Buches: Sie widerholt sich oft, ist eintönig, was der Thematik aber
nur recht gibt und den monotonen Alltag Christines unterstreicht.
Dennoch wird es
nicht wirklich langweilig, da die Spannung gegen Ende
steigt.
Letztendlich ist "Ich.Darf.Nicht.Schlafen." ein
überraschend gutes, aber nicht konsequent überzeugendes Buch über ein
sehr originelles und bestimmt nicht einfaches Thema. Wer Thriller mag
(und entgegen der bisher gelesenen Meinung finde ich sehr, dass es ein
Thriller ist)
und Brighton liebt (<3), ist hier gut beraten. Wer
nicht, der lieber nicht.
DREI von fünf Erdbeerpunkten.
Titel: Ich.Darf.Nicht.Schlafen.
Autoren: S.J. Watson
Verlag: Scherz Verlag
Seiten: 464
Erscheinungsdatum: 23.08.2011
ISBN: 9783651000087
Autor aus: Großbritannien
Ich.Darf.Nicht.Schlafen. ist im Scherz Verlag erschienen, bestellen kann man es hier.
Labels: Bücher, Buchrezensionen, Psychologietastisches Geschreibe, Thriller
Freitag @ 7/08/2011
Literally, I have wings.
Reality is overrated! I take fantasy every time. Reality is the bad guys win, the good guys suffer, everyone struggles and makes no progress. Fantasy provides balance and the spirit of triumph over the darkness of malcontents. That's why I go to see so many movies: escapism!!!!
Somehow it's distorting. Somebody, who I don't really know just spoke out, what my whole life consists in. Especially now. Now and then.
I read books a lot. Not quite especially fantasy books but getaways can come in so different ways.
I'd like to be a popstar. Stay on the stage and feel the heat around me rising. Sing, play an instrument and watch the people in front of me, underneath me, dancing, laughing and watching me. They are here because I am. Who's with me here? What if (my lone, grey, little self) climb upon an empty stage and start to sing? Even roaches would start to flee.
Not there. I have wings, literally.
I'd like to be a very mean person. See, I'd like to be so more than just a popstar! Couldn't handle to be on my own (or even with a band) and playing me all the time. Tour buses are great, really. But drinking soda all the time, giggling with bandmembers, touring through the world, playing for people and being admired isn't all what's there. There is so much more. Such as being perfidiously!
There, I am also a bad bad which. Do you remember Magica de Spell (Gundula Gaukelei) from the duck tales? (or the Lustige Taschenbücher.. whatever that is in english. The comic version!) I'm a bit like her. Just more cruel. I like to torture people. Not to death, because that could mean I cannot torture them anymore. Do you see my point? There's not exactly a hidden meaning behind me. Not in everybody. I just want to escape.
There, I can be free. I could be a pirate! Stroming through thunder, living wild free and drinking rum. Of course.
There, I can be a warrior. Scared of myself, proud in some mad and sad way. Or a lonely but loving girl, lost in the future and strung-out, a healer, a unicorn without a uni but with a lot of poptards, a thief.
Literally, I can be what I want to be.
Labels: Phantasiewelten, Psychologietastisches Geschreibe
Donnerstag @ 11/11/2010
"Die ist bestimmt immer artig."
Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich falsch eingeschätzt werde. Dies bestätigt sich mir immer öfter in meinem Berufsleben - schon als ich letztes Jahr einen dummen kleinen Nebenjob (der leider viel viel anstrengender war als angenommen - Aubeuterverein!!!! Namen werden verbannt, anstatt genannt!) tätigte wurde ich missbehandelt. (Nicht misshandelt, sondern einfach nur falsch behandelt oder verstanden - da gibt es einen Unterschied!) Ich unterscheide dabei immer nach unterschiedlichen Situationen und Personen.
Da mein Blog fast ausschließlich Leser anspricht die mich nicht persönlich kennen (Ausnahmen bestätigen die Regel) kann ich diese Frage hier stellen: Wie würdet ihr mich einschätzen? (Um jemanden einschätzen zu können, muss man sich natürlich wenigstens ein Bild von ihm machen können, und dass kann man nur wenn man denjenigen zumindestens ein kleines bisschen kennt..) Würdet Ihr mich eher als offene, aufgeschlossene und total umgängliche Person bezeichnen, oder bin ich für Euch eher ein Leseratte ohne Freunde und mit vielen Kuscheltieren, mit denen ich täglich Voodoodiskussionsrunden veranstalte? Oder beides? Oder keins von beiden, sind die Beispiele zu skuril? höhö..
Aber zurück zum eigentlichen Thema, Menschen die mich falsch einschätzen. Dies ist mir neulich passiert: Man fragt mich, ob ich denn auch mal unartig sei.
"Leonie ist bestimmt total artig und lieb. Sie kann nicht verrückt sein. Oder?"
"Nunja..."
Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl dass ich auf Menschen, die ich wenig oder kaum kenne und zu denen ich schwer einen Draht bekomme, wie ein verschlossenes Buch wirke. Ein Buch, dessen Inhalt sie nicht kennen, ihn aber in einer ordentlichen und artigen Schrift und mit gesitteter Story, vermuten.
Ich bin so verschlossen, wenn ich mich unwohl fühle! Obwohl.. das stimmt nicht. Ich fühle mich bei meiner jetzigen Arbeit nicht unwohl. Ganz und gar nicht, ich habe bisher kaum etwas schöneres gemacht - kaum. Ich fühlte mich kaum wohler! Warum bin ich dann trotzdem nicht ich selbst? Nicht wirklich, jedenfalls. Manchmal habe ich das Gefühl ich hätte zwei Seiten.. (zumindestens zwei denen ich immer wieder begegne, denen ich aber nie habhaft werde) die eine - still, ruhig und artig. Man kennt mich nicht, die liebe Leonie.
Die andere - abgedreht, etwas verkorkst, manchmal kaum zu bremsen laut, bissig und verschmust. Ganz andersartig, auf alle Fälle. Diese Seite zeige ich nur Freunden, meiner Familie und meinem Erdbeerliebsten. Ganz ganz selten bekommen Menschen, die ich noch nicht so lange kenne, sie zu sehen. Wenn, dann müssen sie schon argh auf meiner Wellenlänge schwimmen. Das kommt vor (leider zu selten?), vielleicht sollte ich die Meinung meiner Mutter verwirklichen: " Lerne mehr Leute kennen, dann öffnest du dich auch mehr! " Ich glaube nicht, dass ich das tun würde. Zum einen WILL ich es gar nicht (noch mehr Leute in meinem realen Leben kennenlernen.. jedenfalls nicht durch meine MUTTER xD) zum anderen könnte ich es nicht, weil ich es nicht will.
Störe ich Euch, mit meinem Gebrabbel? Ich höre schon auf. Ich habe nur versucht mir etwas von der Seele zu schreiben, was mich doch sehr trifft - fehleinschätzungen mag ich nicht. Auch nicht die Tatsache, dass man immer meint ich wäre BRAV. Gibt es etwas schlimmeres als brav zu sein? Ich glaube nicht. Ewig brave Leute stempelt man (zumindestens ich) immer zu leicht als langweilig und öde ab. Brave Leute versprechen keine Aufregung, mit denen kann man nichts erleben. Die sind nie spontan und lachen nur über artige Witze. Und all das tue ich nicht. Ich bin ganz und gar das Gegenteil - aber eben nur, wenn ich es mich traue. Wenn ich mich im Kreis der meinen geborgen fühle. (Im Internet ist es so viel einfacher, selbst zu sein und sich doch zu verstellen. Ich wette, wenn ihr mich treffen würdet wäret ihr erstaunt wie anders ich wäre, als ihr es Euch vorgestellt habt!)
Labels: Gedankengänge, Psychologietastisches Geschreibe, viel viel Text